Fußballdeppen in Hochform… Ausschreitungen bei Fußballspiel in der Oberliga BW

Fußballdeppen in Hochform.

Beim Oberligaspiel, zwischen dem SSV Reutlingen und dem Karlsruher SC II, das am Freitagabend im Kreuzeichestadion ausgetragen wurde, kam es zu schweren Ausschreitungen. Bereits vor dem Anpfiff gingen bei der Polizei erste Notrufe von Karlsruher Fans ein, die sich darüber beschwerten, dass ihnen von Reutlinger Fans der Zugang zum Stadion verwehrt werde. Einem jungen, 16-jährigen KSC-Fan soll zudem seine Fan-Mütze geraubt worden sein. Nachdem sich die Situation zunächst wieder beruhigt hatte, konnte das Spiel um 19.30 Uhr ohne weitere Zwischenfälle angepfiffen werden.

Etwa eine Viertelstunde nach Spielbeginn wurden im Bereich des Kassenhauses, vermutlich aus einer Gruppe von etwa 100, teils vermummten KSC-Fans heraus, die sich Richtung Block „E“ der Haupttribüne bewegten, drei Böller gezündet. Angehörige der „Szene E“ verließen daraufhin fluchtartig ihren Block und rannten zum Ausgang. Vor dem Stadion kam es dann zwischen den beiden Lagern zu einer massiven körperlichen Auseinandersetzung bei der von Seiten der Karlsruher Fans auch Hiebwaffen zum Einsatz kamen. Um der Lage Herr zu werden mussten die Einsatzkräfte der Polizei Pfefferspray und Schlagstock einsetzen. Ein Polizeibeamter, der einen am Boden liegenden Reutlinger Fan vor den Tritten seiner Widersacher schützen wollte, wurde von einem Unbekannten durch Faustschläge ins Gesicht verletzt. Er, sowie ein Reutlinger Fan wurden zur weiteren Behandlung in das Klinikum am Steinenberg verbracht. Zwei weitere Personen erlitten leichtere Verletzungen.

 

 

 

Nachdem im Stadion verbliebene Angehörige der „Szene E“ in den Innenraum des Stadion gestürmt waren, um ihre Zaunfahnen in Sicherheit zu bringen, kam es zu einer vierminütigen Spielunterbrechung durch den Schiedsrichter. Versuche der KSC-Fans in das Stadion einzudringen konnten von den Einsatzkräften der Polizei, die kurzfristig durch Beamte angrenzender Dienststellen verstärkt worden waren, verhindert werden.

 

 

 

Nachdem die KSC-Fans, die mit Privat-Pkw angereist waren, auf einen Parkplatz der Fachhochschule geflüchtet waren konnten sie von der Polizei unter Kontrolle gebracht werden. Nach Feststellung der Personalien wurden sie zum Verlassen der Stadt aufgefordert und bis zum Leonberger Dreieck von Polizeikräften begleitet. Es kam zu keinen weiteren Zwischenfällen.

 

 

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