Friedhof Bad Buchau, ein Leben nach dem Tode „auf Papier“

Kaum beerdigt schon vergessen, so zumindest ergeht es irgend wann vielen Verstorbenen. Nicht ganz so auf dem Friedhof Bad Buchau. Hier findet sich nach dem Tode immer noch etwas das an die verstorbenen Person erinnert. Klar das Grab oder – nein das hier ist leider sehr direkt wenn nicht schon mehr als peinlich.

 

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Pietät sieht anders aus, auch nach der Beerdigung. Das wollte ich zunächst selber nicht glauben dass im öffentlichen Müll/Blumencontainer die Akten bzw. Totenschein mit Bestatterfax vom 31.5.2015 und sonstiges der verstorbenen Person für jeden sichtbar herum liegen.

 

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Ich denke auch der Totenschein gehört zur Totenruhe, oder ist das alles heute nicht mehr so ernst zu nehmen. Jedenfalls mit Diskretion hat das alles nichts mehr zu tun. Hier sollte mal ernsthaft darüber nachgedacht werden wie das in Zukunft gehandhabt wird. So jedenfalls geht es wirklich nicht. Dafür gibt es auch keine Entschuldigung, das ist einfach nur Respektlos.

 

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5 Responses to Friedhof Bad Buchau, ein Leben nach dem Tode „auf Papier“

  1. Kleeblatt sagt:

    Ich bin entsetzt !!!!!!!!!!!!Ohne Worte ……………

  2. Lebender sagt:

    Wofür gibt es Aktenvernichter. Hier wären sie bestens eingesetzt „gewesen“!

  3. Kanzacher sagt:

    …Soviel dann zur Mülltrennung…Frechheit !

  4. Ralf Fallegger sagt:

    Sehr geehrter Herr Weiss,

    ich arbeite seit 2003 bei der Firma Bestattungen Schaller. Mir und meinen Kollegen wurde der würde- und respektvolle Umgang mit Verstorben beigebracht. Ebenso die Diskretion und der Umgang mit vertraulichen Dokumenten und Daten. Bedauerlicherweise ist uns ein Fehler unterlaufen, der so hätte nicht passieren dürfen. Vertrauliche Unterlagen, so nicht für die dauerhafte Ablage bestimmt, werden der zeitnahen Vernichtung zugeführt. Offensichtlich ist dies hier nicht geschehen. Da dieser Umgang mit den Vertraulichen Papieren von Ärzten (vornehmlich Leichenschauen) in mein Ressort fällt, übernehme ich auch die volle Verantwortung dafür.

    Ich bedauere diesen Vorfall zutiefst und bitte um Entschuldigung bei denen deren Gefühle ich damit verletzt habe.
    Selbstverständlich werden wir dafür Sorge tragen, dass sich so etwas nicht wiederholt.

    mit freundlichen Grüßen,

    Ralf Fallegger

    • Heinz Weiss sagt:

      . . .zunächst war nicht klar wer die Papiere entsorgt hat. Mit dem ehrlichen und klaren Leserbrief eines Mitarbeiters ist das zufriedenstellend geklärt. Wird wohl nicht mehr vorkommen das Versehen. Danke, Kommentarfunktion darauf hin geschlossen.