Federseemuseum, der Steinzeit auf der Spur

Bad Buchau, ab 25. April, 11,00 Uhr gehts los.

mit der Steinzeit für Groß & Klein

Einladung zm Start des museumspädagogischen Pilotprojekts
„Der Steinzeit auf der Spur‘

am Sonntag, den 25. April 2010, 11 Uhr im Federseemuseum Bad Buchau

Seit über vier Jahrzehnten zählt das Federseemuseum zu den bedeutendsten
Lernstandorten in Baden-Württemberg. Allein in den letzten 10 Jahren haben sich über 120’000 Schüler/innen im Museum und im angrenzenden archäologischen Freigelände mit den Wurzeln unserer oberschwäbischen Kultur eingehend beschäftigen können. Dabei ist das Federseemuseum bei Lehrenden wie Lernenden bekannt für sein fachlich fundiertes und methodisch-didaktisch auf die Bildungspläne des Landes abgestimmtes museumspädagogisches Programm.
Im Zuge der Bildungsoffensive entsteht derzeit am Federseemuseum ein völlig neues und in der Region einzigartiges museumspädagogisches Forschungsprojekt, welches in großzügiger Weise durch den „Förderkreis Federseemuseum Bad Buchau‘, der ‚Kreissparkasse Biberach‘ und der LEADER-Aktionsgruppe Oberschwaben unterstützt wurde.

„Der Steinzeit auf der Spur – Forschen, Entdecken, Begreifen“
– ein fächerübergreifendes Forschungsprojekt für den Schulunterricht –
Archäologen des Federseemuseums haben in transnationaler Zusammenarbeit mit Naturwissenschaftlern und Landeskundlern der Pädagogischen Hochschulen in Weingarten und im Thurgau/Schweiz ein didaktisch-methodisches Konzept entwickelt, das den Schülern auf einer speziell präparierten (jungsteinzeitlichen) Ausgrabung die Möglichkeit zum selbsttätigen Lernen bzw. Forschen bietet.
Naturwissenschaftliche Arbeitsmethoden sind dabei in ein vielschichtiges Ausgrabungsprojekt derart eingebunden, dass Schüler begeistert und scheinbar nebenbei Fakten zur eigenen Geschichte und der Entstehung der Oberschwäbischen Kulturlandschaft erarbeiten. Diese Erfahrung gewinnt umso mehr an Authentizität, weil das in einer einzigartigen vorgeschichtlichen Fundlandschaft gelegene Federseemuseum mit seinem weitläufigen Freigelände die Kulisse für eine „echte“ archäologische Ausgrabung unter Leitung echter Archäologen bietet.

Das Lernangebot verbindet die Archäologie mit den Wissenschaften und den Schulfächern Biologie, Geschichte und Geographie (Gymnasium) bzw. den Fächerverbünden NWA, Menuk sowie WZG (Werk-/Realschule, Hauptschule). So können im Rahmen der Bildungspläne vielfältige Lernziele verwirklicht und gleichzeitig methodische Kompetenzen der Schüler gefördert werden. Dabei stehen fächerverbindende Aufgabenbereiche, die Kenntnis der archäologischen Quellen und der gegenseitige Einfluss von Natur und menschlichem Handeln an zentraler Stelle. Wissenschaftliches Denken und verantwortungsbewußtes Handeln im Umgang mit unserer einzigartigen Kulturlandschaft zu fördern, sind nur zwei Ziele dieses länderübergreifenden Projektes, in dem Schule, Hochschule und außerschulischer Lernort gemeinsam interagieren.
Am Sonntag, den 25. April, wird dieses Projekt mit einem museumspädagogischen Aktionstag der Öffentlichkeit vorgestellt zu dem Wir Sie und-ihre Familie recht herzlich einladen möchten:
Dozenten und Absolventen der Hochschulen führen gemeinsam mit den Archäologen des Federseemuseums in ihr wegweisendes Kooperationsprojekt ein. An zahlreichen Informationständen werden Hintergründe zu den bioarchäologischen Arbeitsmethoden der modernen Federseearchäologie (Pollenanalyse, Archäozoologie und —botanik, Dendrochronologie) erläutert und das schulpädagogische Programm des Federseemuseums präsentiert. Herzstück der Veranstaltung ist eine speziell präparierte Steinzeitgrabung, in der die „jungen Forscher“ als echte Archäologen tätig sein können. Die neuen Module werden theoretisch und praktisch (nicht nur) für Lehrer präsentiert.
Es würde uns besonders freuen, Sie an diesem besonderen Tag als Gast begrüßen zu dürfen.

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