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Bad Buchau am Federsee

Fahrschule mit 2 PS in Oggelshausen

Für den „Führerschein für zwei PS“ gibt es  die Prüfungen für das Deutsche Fahrabzeichen.

Um ein Pferdegespann im Straßenverkehr fahren zu können, braucht man in Deutschland keinen Führerschein. Aber Ausbildung und Prüfung müssen dennoch absolviert werden, um sich hinreichend Wissen anzueignen und damit den Erfordernissen der Tiere, der Umwelt und des Straßenverkehrs gerecht zu werden.

Vieles über Haltung und Pflege der Pferde vermittelt
Teilweise werden von Versicherungen auch Fahrabzeichen bei der gewerblichen Nutzung von Gespannen verlangt. So wird in der Pferdekunde vieles über die Haltung und die Pflege der Pferde vermittelt. Die Grundlagen des Kutschenfahrens wurden von Benno von Achenbach (1861 – 1936) in sieben Grundsätzen aufgestellt und haben als oberstes Ziel, dass pferdeschonend, zweckmäßig und betriebssicher gefahren wird.

Seine Grundsätze gelten nach wie vor. Ebenso müssen die entsprechenden Inhalte des Landeswaldgesetzes, der Straßenverkehrsordnung und Grundsätzliches zum Umweltschutz gelernt werden. Die theoretische Prüfung wurde im Gartenhaus von Trainer Timo Münch vom Fahrstall Münch in Wetterfeld abgelegt.

Praxisprüfungen
Bei dieser Prüfung handelt es sich um das kleine Fahrabzeichen, es geht um das zweispännige Fahren. Dazu gehört natürlich auch zu wissen, wie man Pferde einschirrt. Die Prüflinge wurden auch in der Praxis geprüft. Prüfer waren Konrad Weimar aus dem Ebsdorfergrund und Wilhelm Wörner aus Fränkisch Crumbach. Dass sie die Praxis beherrschten, bewiesen die Kutschfahrt-Anfänger mit zwei Gespannen in der Gemarkung Wetterfeld. Dabei mussten sie die Pferde vor den Wagen spannen und dann auf dem Kutschbock unter den strengen Blicken der Prüfer zeigen, was sie gelernt hatten.

Nach bestandener Prüfung wird immer darauf hingewiesen, dass das eigentliche Fahrenlernen erst in der Praxis beginnt und sie darum in der ersten Zeit sicherheitshalber immer eine weitere fachkundige Person mitnehmen sollen.(aso).