Fahrraddiebe haben Hochkonjunktur Sichern Sie ihr Fahrrad richtig, benützen sie die Fahrradpass-APP

Selten kann einem Besitzer sein gestohlenes Fahrrad so schnell wieder zurückgegeben werden. Der guten Personenkenntnis des Polizeipostens in Heiningen ist es zu verdanken, dass ein vor wenigen Tagen vor einem Lebensmittelmarkt in Ursenwang bei Göppingen kurzfristig abgestelltes nagelneues Trekking-Rad seinem Besitzer wieder zurückgegeben werden konnte. Das Rad war vor dem Einkaufsmarkt lediglich mit einem einfachen Zahlenschloss gesichert. Der Diebstahl wurde von einem aufmerksamen Zeugen beobachtet. Dieser gab den Polizeibeamten eine genaue Personenbeschreibung des Diebes. Bei der anschließenden Nachschau bei dem polizeibekannten Verdächtigen konnte das gestohlene Rad aufgefunden werden.

Hochkonjunktur für Fahrraddiebe – auch zur Sommerszeit. Die Zahl der Fahrraddiebstähle ist stetig angestiegen. Das hängt nach Erfahrung der Polizei damit zusammen, dass viele bei schönem Wetter auf dieses Fortbewegungsmittel umsteigen. Aber jetzt steht es wieder auf der Straße oder auf Fahrradplätzen vor den Freibädern, Sport- und Freizeitanlagen oder Bahnhöfen – eine gute Gelegenheit für Diebe.

Die  Polizei verzeichnet seit 2007 einen starken Anstieg der Fahrraddiebstähle. Im Jahr 2011 wurden im gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Ulm den Landkreisen Alb-Donau, Biberach, Göppingen, Heidenheim und dem Stadtkreis Ulm, über 800 Fahrräder gestohlen. Im Jahr 2012 erhöhte sich die Zahl gering und auch für 2013 und 2014 ist keine Entspannung erkennbar: Schon in den ersten sieben Monaten dieses Jahres wurden jeden Woche im Schnitt 25 Räder gestohlen. 773 Anzeigen mussten in dieses Jahr gefertigt werden Weil nicht nur hochwertige Fahrräder gestohlen werden, lohnt Vorsorge in jedem Fall. Auch weniger wertvolle Fahrräder sollten nicht gedankenlos abgestellt werden, denn Gelegenheit macht Diebe. Um einem Diebstahl vorzubeugen, taugen nur sehr massive Schlösser wie Bügel-, Stahlketten- oder Panzerkabelschlösser. Wichtig ist, das Fahrrad an einen festen Gegenstand zu schließen. Wird das Schloss nur um die Speichen des Rades geschlossen, kann der Dieb es problemlos wegtragen. Auch das Anschließen an andere Fahrräder oder ablösbare Gegenstände verhindert keinen Diebstahl. Damit im Falle eines Diebstahles die Chance bleibt, das Rad zurückzubekommen, rät die Polizei, eine genaue Beschreibung des Zweirades mit einem Foto aufzubewahren. Einen Fahrradpass gibt es bei den Polizeidienststellen kostenlos. Im Internet steht auch die „Fahrradpass-App“ bereit. Damit lässt sich ganz einfach das Fahrrad erfassen, auch mit Bild. Das Ergebnis kann gespeichert oder auch gedruckt werden. So lässt sich die Beschreibung bei den Kaufunterlagen ablegen. In jedem Fall sollte sich der Besitzer die Rahmennummer notieren. Diese kann im Falle eines Diebstahls von der Polizei zur Fahndung ausgeschrieben werden. Mit dem Fahrradpass verteilt die Polizei auch den Aufkleber „Finger weg- mein Fahrrad ist registriert“, um Diebe abzuschrecken. Diese und andere Tipps gibt die Polizei in Broschüren auf jeder Polizeidienststelle oder im Internet unter www.polizei-beratung.de.

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