Einzelhandel, wo steht Bad Buchau definitiv.

 

 

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Problem:
Mehr und mehr Ladengeschäfte schließen, unsere Innenstadt verliert Anziehungspunkte – schlimmer noch: durch Leerstände fühlt man sich abgestoßen.

Buchau blickt auf eine lange Geschichte als Stadt und als Marktflecken zurück. Unser Stadtbild wurde seit vielen Generationen geprägt zum einen durch das Stift, zum anderen durch Handel und Gewerbe – und das heute immer noch sichtbare Zeichen seiner Prägung durch Handel und Gewerbe ist unser herrlicher Marktplatz.
Deswegen leidet Buchau besonders am Rückgang des Einzelhandels und an der Schließung von mehr und mehr Ladengeschäften.

Keine Lösung, aber Abhilfe:
Der Absturtz des Einzelhandels ist sicherlich nicht nur ein Buchauer Phänomen, er ist leider Gottes landauf, landab festzustellen – mehr und mehr Städte und Gemeinden empfangen uns an ihren Zufahrtsstraßen mit den hinlänglich bekannten Discount-Märkten.
Langfristig wird das Aussterben der Innenstädte nur dadurch bekämpft werden können, wenn wir auf breiter Mehrheit in unserer Gesellschaft zu der Einsicht gelangen, dass es uns nicht egal sein kann, wenn unsere Städte und Gemeinden flächendeckend von Discountern verschandelt werden und dass dies dann eine Veränderung unseres Kaufverhaltens zwingend voraussetzt.
Da war z.B. die Anmerkung eines Besuchers bei der Kandidatenvorstellung im Bischof-Sproll-Haus, dass es zu Zeiten seiner Eltern (muss wohl schon etwas her sein) den Grundsatz gab: „Was am Ort erhältlich ist, kauft auch am Ort!“
Aber da ist leider nicht mehr viel zu kaufen am Ort.
Kurzfristig sehe ich keine andere Möglichkeit  als unserem Einzelhandel zu helfen, wo es nur geht und ihm das eh schon schwierige Dasein zu erleichtern durch Abschaffung der Kurförderungsabgabe und eine wahrnehmbar kundenfreundliche Parkregulierung. Weg mit den Parkuhren, mehr kann ein gesunder Menschenverstand nicht hervorbringen dazu.
Die Kurförderabgabe diente einmal dazu, der Stadt Mittel zu erheben, um das Kurwesen zu fördern, indem diese Abgabe bei denjenigen Betrieben erhoben wurde, die von den Besuchern und den Kurgästen in besonderer Weise und unmittelbar profitierten – also Ladenbesitzer für entsprechende Warensortimente oder auch die Gastronomie.
Inzwischen aber haben die Kurbetriebe eine Größe und Stärke erreicht, dass die Frage sich stellt: braucht es da noch Förderung?
Zum anderen werden im direkten Umfeld des Moorbads Verkaufsartikel angeboten und selbstverständlich Gastronomiebetriebe unterhalten – sicherlich nicht zum Nutzen des Einzelhandels und damit eines lebendigeren Stadtbildes. Eher zum Nachteil unseres Einzelhandels, sage ich mal so.
Da könnte man ja fast auf die Idee kommen, die Kurförderabgabe umkehren zu wollen – also bei den starken Kurbetrieben zu erheben, um den schwachen ausgedünnten und strapazierten Einzelhandel zu stützen.

Zu guter letzt: die Parksituation. In der bisherigen Diskussion – soweit sie öffentlich wahrnehmbar ist – kristallisiert sich folgendes heraus: diese Frage wird oberflächlich abgetan nach dem Motto „ es gibt doch wirklich Wichtigeres“, dennoch schlagen die Emotionen doch sehr hoch, wenn das Thema auch nur angesprochen wird. Sind da noch Parkuhren-Leichen im Keller?
Die Frage ist aber einfach die: was nutzt es unserem Einzelhandel mit Blick auf Kunden und Gäste.

Die Antwort: kunden- und gastfreundliches Verhalten. Blaue Zonen sind freundlicher, da freizügiger – unsere sture Parkregulierung und v.a. deren oftmals kleinliche und pedantische Überwachung erwecken den Eindruck der Gängelei und nerven Gäste und Bürger gleichermaßen. Aus diesem Grund ist sie den Buchauer Geschäftsleuten keine Hilfe, sie schadet und sollte umgehend abgeschafft werden.
Deshalb: Stück für Stück- nicht zum grünen Glück sondern zum Städtischen Glück. Auch unser Buchauer Einzelhandel braucht eine starke Lobby, mal sehn wo die bleibt.

16 Responses to Einzelhandel, wo steht Bad Buchau definitiv.

  1. einkäuferin sagt:

    Hallo Herr Weiss,

    ich habe gespannt auf Ihren Beitrag gewartet. Ihre Ideen sind alle gut und angebracht, bis sich diese aber umgesetzen lassen, werden sicherlich Jahre vergehen.
    Die Hoffnung, dass sich diese vielen leerstenen Läden wieder schnell vermieten lassen, läßt sich wohl auch nicht so schnell realisieren. Um die Optik in unserer Stadt zu verbessern und unseren Gästen einen lohnenswerten Stadtbummel auch über den Marktplatz hinaus zu ermöglichen, muss sehr schnell etwas geschehen. Die Ladenbesitzer sollten angehalten werden:

    Sofort umsetzbar:
    – Fenster putzen und die leerstehnden Läden so herrichten, dass es nicht aussieht, als sei man soeben aus der Stadt geflohen.
    – Müll auf dem Gelände gegenüber Schlecker entfernen.

    In den nächsten Monaten:

    Ladenbesitzer finden, die bereit sind ihre Schaufensterflächen (möglichst kostenfrei, kleine Aufwandsentschäding, bzw. Spendenquittung) für Ausstellungen zur Verfügung zu stellen.

    Hier denke ich zum Bespiel an die Schulen, die jährlich an der Schulkunstausstellung teilnehmen und tolle Preise dabei gewinnen. Es wäre doch schön, wenn die Exponate einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden könnten.
    Ferner haben wir am Federsee viele Hobbykünstler, deren Werke sicherlich eine Bereicherung für das Stadtbild wären. Oder aber die Fasnetsvereine könnten sich präsentieren und Erklärungen zu den Bräuchen etc. liefern.

    Vielleicht läßt sich ein Laden dadurch etwas leichter wieder vermieten, wenn er in einem positiven Licht erscheint.
    Deshalb sollen die von mir angedachten Ausstellungen auch so ausgelegt sein, dass sie bei Bedarf schnell wieder abgebaut werden können. Den Ausstellungswechsel würde ich auf 3-6 Monate takten.

    Nutzen wir doch diese vielen freien Flächen für eine positive Darstellung, unsere Gegend hat so viel zu bieten.

  2. auch ein einkäufer sagt:

    lob an die vorrednerin, das sind machbare vorschlaege, die die stadt, aber auch die wgb umsetzen kann.

    die vorschlaege von herrn weiss sind leider etwas absurder.
    zum einen ist wegen der parkregelung noch kein buchauer geschaeft gestorben. wuerden alle ihre tickets ziehen, wuerde niemand bussgeld zahlen – so wie es die buchauer tun, die teures benzin verfahren und in bc einkaufen (aber das tun sie nicht wegen der 10-20 cent parkgebuehren auf dem buchauer marktplatz).

    sicherlich spielt hier auch das preisgefaelle zu grossen haendlern in bc oder rv eine rolle, fuer das aber ein buchauer geschaeft aufgrund des niedrigeren umsatzes meist nichts kann. die groessere mobilitaet und die suche nach einkaufserlebnis oder gar der einkauf im internet spielt dem im vergleich zu frueher auch zu. hier kann die stadt (ausser baeume pflanzen und den marktplatz sauber halten) nichts machen. jeder einzelne ist gefragt. und wie gesagt, da wuerde auch ein verzicht auf 20 ct. parkticket nichts bringen, denn die leute aendert man damit nicht.

    die kurabgabe untersuetzt nicht die kurbetriebe, sie kommt dem verkehrsamt zugute, das damit werbung fuer buchau finanziert. und das kommt den betreffenden betrieben wiederum zugute…

    und dass heute eine klinik eine gastronomie und einen kleinen shop braucht, ist eine selbstverstaendlichkeit (v.a. bei gehbehinderten patienten) und ueblicher standart – das sollten alle meckerer bedenken. ansonsten verlieren wir auch hier ein stueck konkurrenzfaehigkeit und ev. langfristig eine klinik mit hunderten arbeitsplaetzen.

  3. Leerladen sagt:

    Das haut doch dem Fass den Boden raus. Wieder das gleiche Gelaber wie seit 20 Jahren. Alles bleibt wie gehabt. Hoffentlich nicht. Stellen wir mal fest wie viele Läden und Betriebe seit der letzten 5 Jahren geschlossen haben. Antwort darauf von meinem Vorredner: wen juckts. Das ist typisch für Versager und solche die keine Verantwortung übernehmen wollen. Herr Weiss hat absolut recht, was neues und das schnell. Ich denke hier ist der Einzelhandel der richtige Gesprächspartner und das Ergebnis wird sich sehen lassen können. Aber nicht mit den ewig gestrigen, bitte bleibt zu hause und pennt weiter vor euch hin. Buchau braucht neue Kräfte mit sehr viel mehr Geist und Esprit. Altbackenes haben wir doch genügend in der Öffentlichkeit, oder. Wenn ich die doch so geliebten Kurgäste höre was sie über Buchau sagen wird mir schlecht und ich schäme mich für den Saustall an allen Enden und Ecken. Gibt es in Buchau auch nur eine Strasse in der nicht irgend etwas rumhängt, vergammelt, zerfällt oder abstoßend auf den Spaziergänger wirkt. Für eine Kurstadt wahrlich kein schönes Bild. Wäre mal interessant darüber einen Bilderbogen hier zu bringen, nur so für die ewig gestrigen. Sehen werden sie ja noch können, auch wenn sie schon taub sind. Heinz Weiss ins Rathaus kann kann ich nur sagen!

  4. auch ein einkäufer sagt:

    toll.
    und was sagt das grosse weiss-sche konzept?
    ich habe nichts erkennen koennen, was buchau tatsaechlich weiterbringt…

    nochmal: die stadt ist am baulichen zustand privater gebaeude nicht schuld. ebenso an der unrentabilitaet der privaten (!!!) geschaefte –
    WENN EIN GESCHAEFT LAUFEN WUERDE, MUESSTE ES NICHT SCHLIESSEN BZW. EINEN NACHFOLGER ODER NEUMIETER FINDEN KOENNEN…

    und an dieser tatsache aendert der kommentar leerladen auch nichts. und schon gar keine abschaffung der 10-20 cent parkgebuehren.

  5. bürger sagt:

    An Herr Einkäufer,
    man kann alles neue tot reden, so wie sie es und andere seit Jahren tun. Kann sein dass der Schuss nach hinten geht und sich Bad Buchau durch die angesagten Maßnahmen und derer mehr langsam erholt. Was dann. Das andere Ergebnis ist ja ersichtlich für jeden der durch die Strassen geht. Hauptsache ihnen gefällt die Situation in Buchau an der sie so gar nichts ändern möchten. Wir schon.

  6. kommunalpolitisch Interessierte sagt:

    Auch in anderen städten ist ein ladensterben festzustellen… leider! Ich frag mich manchmal, warum ich wegen einer thermoskanne oder Nähseide mein auto bewegen muss….. woran liegts? Doch daran, dass jeder so billig wie möglich einkaufen will, trotzdem aber immer mehr verdienen möchte 🙂
    Ich persönlich finde die discounterkörbe schrecklich. Es ist wie früher in der DDR… am Donnerstag kommt eine kleine Lieferung und alle stellen sich an, kaufen weils donnnerstag ist, nicht weil sie etwas brauchen… so ists…
    Dabei haben die Fachgeschäfte eine reichhaltige auswahl und sind meist unerheblich teurer ! Ich habe mich entschlossen, am ort einzukaufen und hoffe damit, den bürgern meiner stadt die existenzgrundlage mit zu sichern.
    Das fängt beim bauernmarkt an und hört beim bleistiftkaufen auf.
    Und wenn man die benzinpreise mitrechnet, ebenso den zeitaufwand, profitiert noch die umwelt und mein freizeitwert.

    Und warum soll ich milliadäre wie aldi und lidl unterstützen?
    ( fyi… aldi drückt zulieferer.. er bezahlt ihnen die ware erst nach einem halben jahr und arbeitet solange mit dem geld der kunden… clever! Das nennt man gewinnmaximierung durch kunden. )

    Ergo…. um den einzelhandel zu fördern braucht man einfach kunden!
    ( und wenn die parkgebühr wegfällt, trinke ich dafür noch einen kaffee, ist gemütlich und bringt dennoch gewerbesteuer.)

    schönen gruß

  7. Heinz Weiss sagt:

    Gerne halte ich einen Vortrag zum Thema: Ideen zur Stadt. Großer Saal Kurzentrum aufstuhlen, Termin bekanntgeben und ich bin da. Alles was bisher genannt wurde habe ich schon vor Jahren im Rathaus kund getan, und noch vieles mehr. Ergebnis- null. Deshalb will ich jetzt selber ins Rathaus damit meine Ideen zum Wohle der Stadt dort ankommen wo sie hingehören. Vielleicht bin ich aber auch zu modern für Bad Buchau, und es müssen noch einige Jahre vergehen bis jemand drauf kommt was man vor Jahren (eben heute) vorgeschlagen hat…? Immerhin höre ich aus der Bevölkerung dass der eine oder andere bereits sich Gedanken macht in meine Richtung, sowas ist schon mal positiv für uns alle.

  8. buchauer sagt:

    Ich für meinen Teil finde die Ideen die Herr Weiss bringt gut. Ich unterstütze zu 100% das Engagement und die Leidenschaft mit der Herr Weiss an diese Aufgaben geht, so ein Mann tut jeder Gemeinde gut, und Bad Buchau hätte jemanden wie Sie schon vor 20 Jahren gebraucht. Ich kann Ihnen nur empfehlen sich auch bei der nächsten Bürgermeisterwahl aufstellen zu lassen. Meine drei Stimmen haben Sie bereits.
    Nur eine Frage wo findet die Wahlparty statt, falls Sie in das Rathaus gewählt werden? 😉

  9. m.h. sagt:

    Ich kaufe sehr ungerne am Buchauer Marktplatz ein, und fahre viel lieber beispielsweise nach Riedlingen, wo man die Parkuhren längst wieder abgeschafft hat. In Buchau machts wirklich keinen Spaß mehr, da man wie Herr Weiss und andere Bürger festgestellt haben, dass man dort nur noch abgezockt und blöd angemacht wird. Da kann ich wirklich drauf verzichten. Für die Buchauer Geschäftsleute tuts mir leid. Kürzlich regte sich deswegen auch eine Frau auf, die dann sagte, ich kaufe in Zukunft in Bad Schussenried bei Aldi ein, da hab ich keinen Ärger und den Sprit hole ich durch den Billigeinkauf wieder rein. So weit hat mans in Buchau mit der Parkregelung gebracht. Super! Wenn das letzte Geschäft in Buchau schließt, dann brauchen wir sowieso keine Parkuhren mehr, und schon gar nicht eine Politesse.

  10. cheob sagt:

    ich denke man muss das ganze doch mal differenzieren- ich denke zb.
    bäckereien/metzgereien der Bauernmarkt-hier kann der einzelne
    durch qualität und kundenfreundlichkeit seinen umsatz machen-es geht hier auch nicht um grosse Preisunterschiede für gleiche Qulität da kann man schon mal 2-5 Euro mehr ausgeben und Parkschein für 50Cent-
    auf der anderen Seite die sogenannten Fachgeschäfte, die sich doch in jeder Stadt und nicht nur in Buchau rarmachen und hier nun zur Sache
    ich muss keine Händler finden die ein Geschäft aufmachen sonder Kunden die da einkaufen-jeder der das jetzt gelesen hat ist hier im Internet und hat somit die möglichkeit sich sämtliche informatione-Testberichte usw. über ein bestimmtes Gerät oder Sache sowie über die Preissuchmaschinen den Preis zu erfahren-hier 3 Beispiele
    MIele Staubsauger(Markenprodukt) S5781 niedrigster Preis 258,00€
    höchster Preis 310,00 Unterschied 52€-augesucht bei idealo .de
    Märklin Art.Nr37730 bei märklin direkt 359,00– bei ebay sofort kaufen 289,00 ergibt 70€– Canon Povershot G10(Foto) Preispanne bei Idealo
    419 bis 568€ ergibt 149€– die Reihe könnte unendlich weiter geführt werden und jetzt die Frage , wer hat so eine soziale Ader die hohen Preise zu bezahlen die ein Händler verlangen muss um seine Unkosten zu decken, denn meist kauft er die waren beim Grosshändler schon so ein wie es der billigste Anbieter verkauft-wenn sich 100 Kunden bei mir melden und den hohen Preis freiwillig und garantiert bezahlen mach ich ein Geschäft auf-jeder bekommt dann auch die Parkgebühren bezahlt und zusätzlich ein Kaffee

  11. kommunalpolitisch Interessierte sagt:

    @cheob
    sie haben das problem erkannt…. billiger, am billigsten für das gleiche produkt. Geiz ist geil. Gelle! Also kaufen wir noch alles aus dem online-katalog, ohne das produkt anzufasen, zu testen, zu probieren. Das macht OTTO oder BADER schon lange… nur, die kmapsen auch schon rum!
    Liegt es nicht eher daran, dass durch den Euro sich viele Produkte schlagartig verdoppelten, die meisten aber nicht schlagartig doppelt soviel verdienen?
    Im grunde hat doch jeder haushalt weniger zum konsumieren durch die hohen “ grundkosten “ wie heizöl, strom, gas, benzin….etc.
    (hätten wir vor 10 jahren 2.66 DM für einen liter benzin bezahlt?)
    Viele fachhändler leiden unter dem gleichen problem wie die handwerker:
    die fetten brocken bekommen die “ anderen“ , für den fall des “ gschwind“
    einkaufes oder einer kleinen reparatur sollen die ortsansässigen mit allem dienen! Das geht auf dauer nicht auf…. wer beratung, große auswahl, umtausch, kundenfreundlichkeit und schnellen service will, sollte denen auch die großen brocken zukommen lassen.
    ( Ich habe meine waschmaschine deshalb im einzelhandel gekauft, sie wurde kostenlos ( nicht vor Tür) die treppe hochgetragen, angeschlossen und getestet. Bei reparaturen habe ich innerhalb von stunden einen mechaniker hier, zahle keine anfahrtskosten über oft mehrere km, und habe einfach kein theater… )
    Und warum soll ich die höheren benzinkosten wieder gut machen? m.h.?
    Das ist ja eine blöde rechnung.. null auf null.. im geldbeutel. Da können sie sich die zeit für etwas besseres nehmen!
    Noch immer gilt… die nachfrage regelt das angebot ( volkswirtchaftliche grundlage). ich bin überzeugt, dass der einzelhandel alles wieder bieten wird, wenn die kunden danach verlangen. Wer aber nur meckert, und dennoch dann in anderen orten kauft, trägt nicht zur neubelebung bei.
    Und wer nur billig kauft, weiß auch, dass er vielleicht in ein paar jahren nur noch „made in china“ artikel, plagiate und verseuchtes obst und gemüse erhält, schwarzarbeit fördert und – nicht zu vergessen! Kinderarbeit in der dritten welt fördert….. schade für die zukunft unserer kinder und enkel.

  12. Konsument sagt:

    Alles Quatsch und gleichzeitig alles richtig: der Untergang der kleinen Innenstadtgeschäfte ist nicht aufzuhalten. Internet, erweiterte Mobiliät, Geiz ist geil-Wahnsinn, usw. usf. Den entscheidenden Fehler beging man aber vor mehr als 20 Jahren, als die Autos aus den Städten verbannt und verteufelt wurden. Ob in Riedlingen, Saulgau oder auch Buchau. Das hat aber mit den Parkgebühren gar nichts zu tun. In Riedlingen gibt es ein kostenloses Parkhaus, das stets leer steht. Die Einführung der sog. Brötchentaste bei uns find ich nicht schlecht. Vielleicht sind die Leute einfach nur zu faul, um sich ein Ticket zu ziehen. Den Prass an der nach meiner eigenen Erfahrung sehr netten Politesse Frau M. auszulassen ist unterste Schublade. Sie macht nur zuverlässig ihren Job, für den sie bezahlt wird. „Geiz ist geil“ wird kritisiert – aber gleichzeitg fährt ma nach Schussenried, um 10 cent Parkgebühren zu sparen – sehr lachhaft!

    Außerdem sollten die Gewerbetreibenden nicht immer nur schimpfen, sondern selbst umdenken, sich an die heutige Situation anpassen. Wie ich gesehen habe, bieten einige Geschäfte (z.B. Müller, Konrad) ihre Artikel auch im Internet an. Das ist die Zukunft und Fortschritt. Jetzt mal echt – Buchau lebt mind. 20 Jahre hinter dem Mond und das liegt nicht an der Stadt, sondern an den ewig Gestrigen auf Seiten der Einkäufer und Einzelhändler. Außerdem lässt die Freudlichkeit mancher Geschäftsleute auf dem Marktplatz zu wünschen übrig.

    Bin mal gespannt, ob Herr Weiss der Obama Buchaus wird und sämtliche Mißstände verbessern kann. Wenn er gewält wird, können wir uns ja in 6, 12 oder 24 Monaten nochmal unterhalten, was sich getan hat. ich befürchte allerdings nicht viel.

  13. Walter Vötsch sagt:

    Der gnadenlose Verdrängungswettbewerb in der Branche wurde in den letzten Jahren zusehends verschärft. Längere Öffnungszeiten bringen vor allem den Mittelständler in Bedrängnis. Für ihn entstehen deutlich höhere Kosten. Hinzu kommen die stetig wachsenden forcierten Preiskämpfe, nicht nur über das Internet. Das lässt sich auch daran erkennen, dass schon am ersten Adventssonntag, der Abverkauf in den großen Handelskonzernen beginnt.
    Es wird immer enger für uns den Einzelhandel. Unsere Geschäfte verschwinden – aber nur ganz langsam, da viele vom Inhaber geführt werden und deshalb einige Jahre noch von der Substanz leben können. Doch die großen Handelskonzerne werden sich weiter breit machen. Für unsere Kunden tut es mir Leid, denn dort müssen sich die Kunden selbst ihre Sachen zusammensuchen: „Herzlich Willkommen in der Servicewüste!“
    Wir vom Einzelhandel können vor allem mit Fachpersonal punkten, mit Verkäufern, die wissen, was das Richtige für einen ist.
    Wenn der örtliche Einzelhandel auf Dauer trotz großer Konkurrenz sich behaupten will, wenn wir unsere Stadt und Gemeinde stärken und ausbauen wollen, dann nur gemeinsam und offensiv. Da ist man als Konsument und Verbraucher genauso gefordert wie als Geschäftsinhaber. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden jene bestehen und sich von anderen abheben, die bessere Leistungen anbieten können. Dies ist nur möglich, wenn Sie ihre Stärken kennen und ausspielen können.
    Letztes Jahr hat der Vorstand der wgb lange und ausgiebig über die Öffnung und Erweiterung des Vereines diskutiert. Es wird dabei der Zusammenschluss aller Gewerbetreibenden aus Industrie, Handel und Handwerk sowie der freiberuflich Tätigen der Stadt Bad Buchau und des Federseeraumens angestrebt.
    Grund ist die Förderung der Interessen des selbständigen Mittelstandes gegenüber der Gemeindeverwaltung. Mit dem primären Ziel, die wirtschaftliche Situation der einzelnen Berufsgruppen nachhaltig positiv zu beeinflussen.
    Dieser neuorganisierte „Gewerbeverein“ würde sich natürlich auch in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens engagieren, wie bereits auch schon geschehen, und würde aktiv bei der Organisation und Durchführung der bedeutendsten Veranstaltungen und Großereignisse der Stadt Bad Buchau mitwirken.
    Die Lebensqualität, das „sich Wohlfühlen in Bad Buchau und Umgebung“, einhergehend mit notwendiger Geschäfts- und Berufsvielfalt, soll weiter vorangehen. Eine gute Zusammenarbeit, ein fairer Wettbewerb und ein offenes Ohr für alle Anliegen bringen uns alle den ehrgeizig gesteckten Zielen auch in Zukunft ein Stück näher.
    Gleichzeitig muss mehr wie bisher durch ein verstärktes Innenstadtmarketing versucht werden die Kunden hier zu halten. Derzeit wird von uns eine Gewerbeschau geplant, die Ende dieses Jahr stattfinden wird. Ich möchte hiermit die Gelegenheit nehmen, nochmals die Unternehmer anzusprechen: Machen sie mit! Nutzen Sie diese einmalige Chance zur Imagewerbung!
    Es ist höchste Zeit die bestehenden leerstehenden Ladenlokale durch ein aktives Management zu vermarkten.
    Ein vorsichtiger Anfang wurde von der WGB durch eine Anzeige im Federseejournal gemacht. Das Echo war sehr verhalten! Es gab nur eine einzige Person, die ihr ihre Immobilie auf unserer Homepage veröffentlichen wollte.
    Dies zeigt, dass man deutlich aktiver werden muss! Wir als WGB wären bereit dies zu übernehmen, jedoch stellt dies ein personelles Problem dar. Es gab nun ein erstes Gespräch mit einem externen Dienstleister.
    Folgende Punkte wurden festhalten, die nun nacheinander abgearbeitet werden sollen:
    1. Erfassung der verfügbaren Leerstände in Bad Buchau.
    2. Bewertung der Ladenlokale nach folgenden Kriterien:
    Größe, Lage, Miete, baulicher Zustand, Sichtbarkeit, Erreichbarkeit, Umfeld, Parkplätze, Ökonomie
    3. Klärung der Rahmenbedingung einer Wiedervermietung mit dem Vermieter
    Auf Basis der Bewertung könnten anschließend Nutzungsempfehlungen ausgearbeitet werden. Dafür sollten auch die Erfahrungen der Geschäfte einfliessen. Dazu wird parallel dazu ein Fragekatalog für die bestehenden Betriebe erstellt. Dieser umfasst die Erhebung der Handels- bzw. Dienstleistungen, Kundenkreis, Öffnungszeiten usw..
    Wir die WGB wären bereit die Aktualisierung der Leerstandserfassung zu übernehmen und dies auch in unserer Homepage einzupflegen. Dazu gehören auch weiterhin die Informationen über Fördermöglichkeit, Versicherungspflicht, Finanzierungsmöglichkeiten usw. Wir als WGB wären weiterhin auch bereit werdende Mitglieder in ihrer Werbung zu Beginn zu fördern.
    Diese Umfrage und Aufarbeitung durch den externen Dienstleister kostet jedoch Geld. Wir als WGB möchten einen Teil übernehmen. Jedoch sind die Kosten für uns nicht alleine tragbar. Banken haben bereits ein positives Signal gesetzt. Auf die Antwort der Stadt warten wir noch! Falls Sie Interesse haben, dieses Projekt finanziell zu unterstützen melden Sie sich bei uns.
    Sollte wir am Ende Erfolg haben, wäre dies die positive Botschaft: „es passiert etwas“.
    Dies wäre zusätzlich eine Anziehungskraft für Bad Buchau als neuen Standort für interessierte Unternehmer.
    Infos zu unserem Verein unter http://www.wgb-bb.de

  14. buchauer sagt:

    lob an die wgb für ihr engagement gegen den leerstand.

    aber –
    gerade ware ich im edeka und konnte an der kasse den „einkaufs- und Gastroführer bad buchau“ mitnehmen. und da sieht man das problem, das kein einzelner lösen kann:

    6 buchauer gastwirte und 7 (in worten: SIEBEN) geschäfte machen darin gemeinsam werbung.

    ist das alles, was buchau zu bieten hat?
    da braucht man sich nicht zu wundern, dass alles nach biberach fährt.
    und dieser fehlende willen zur gemeinsamen schlagkraft kann kein einzelner gemeinderat oder auch die wgb oder gar die dehoga lösen…

    und an m.h.:
    was kaufst du denn statt am buchauer marktplatz in riedlingen am marktplatz (der komplett fussgängerzone ist) dann ein?
    da gibt es auch nichts mehr. und den aldi kann man nicht mit dem märktle am markt in buchau vergleichen, lachhaft.

  15. Harald Müller sagt:

    Die Zuschriften zu diesem Bereich sind zutreffend wie auch von Verantwortung geprägt. Sie beleuchten positive wie negative Gegebenheiten und Tendenzen allgemein wie Bad Buchau spezifisch. Die Vielfalt der Äusserungen zeigen aber auch die Schwierigkeiten des Komplexes auf.

    Als Ergebnis sehe ich:

    1. Käufer und Geschäftswelt müssen aufopfernde Selbstdisziplin in vielerlei Hinsicht aufbringen, um gegen den Zeitgeist „Geiz ist geil“ zu konkurieren.

    2. Diejenigen, die wirklich mit dem Cent rechnen müssen, sind Gott sei Dank noch nicht marktbestimmend. Also liegt es ganz allein am guten Willen der Einwohner insgesamt, sich dieser Problematik anzunehmen. Hier und nur hier liegt die Lösung, zumal Bad Buchau eine nur existenzminimale Käuferschicht besitzt.

    3. Die geschilderten Initiativen der wgb sind ein hoffnungvoller Anfang für eine Gegensteuerung. Sie verdient breite Unterstützung.

    4. Jeder einzelne Einwohner ist mit der Frage zu konfrontieren: Was bedeutet mir diese Stadt? Ist sie nur mein Wohnasyl oder verstehe ich sie als Mittelpunkt meiner Lebensbeziehungen? Bei der heutigen Fluktuation (Zu- und Wegzug), die gerade auch in Bad Buchau sehr hoch ist, hat das seine Berechtigung. Dabei spielt auch die vorhandene Infrastruktur und das „Klima“ eine wesentliche Rolle. Nur wer sich hier wohl und aufgenommen fühlt, wird eventuell für notwendige Selbsdisziplin zu gewinnen sein.

    5. Kururlauber und Touristen sind als Gäste willkommen! Sie können bei dieser Problemlösung aber nur hilfreiche Stützen darstellen.

    6. Es gibt für alle ein mühsames Arbeitsfeld. In Anbetracht der ungeheur breit angelegten Vielfalt sind konsequente Abstimmung (sachlich und zeitlich) sowie die Mitnahme/Rückhalt der Öffentlichkeit Voraussetzungen für konkretes Handeln. Individuelle Gesichtspunkte haben Nachrang (z.B. bei der Angebotsvielfalt, mögliche Schwerpunktsetzung, Fachbereiche in einer Hand vollwertig abzudecken usw.)

    7. Als Schritt über die wgb Bemühungen hinaus, sehe ich zuvorderst den Erhalt des noch immer schwindenden Kaufangebots an. Denn, was als gut eingeführter Bestand
    verloren geht, ist kaum zurückzuholen.

    So wünsche ich bei Kreativität, Gemeinschaftsgeist und Gemeinsinn bei allen Bemühungen zukünftiges Gelingen, ohne sich im Kleinkrieg oder Kleinkram zu sehr zu verausgaben.

  16. in buchau lebende sagt:

    Diese ewigen Diskussionen, wer kommt in den Gemeinderat, wie können wir Buchau vor dem Aussterben retten etc. etc. Alles nur Gerede und es tut sich doch nichts. Es wird höchste Zeit, dass in Buchaus oberem Haus mal frischer Wind reinkommt. Aber da haben die Herren und Damen Angst davor. Hoffentlich schafft es Herr Weiss. Er ist mal ein Mann, der nicht nur redet, sondern auch handelt. Und was die Geschäfte anbelangt, auch hier wird es Zeit, dass man sich nicht fürs Sterben der Geschäfte interessiert, sondern fürs Aufbauen und Unterstützen!!! Lieber lässt man die Leute auswärts zum Einkaufen fahren. Und wie ist es mit den Arbeitsplätzen?? Lieber holt man sich Mitarbeiter von auswärts, statt man erst mal in der eigenen Ortschaft schaut und diesen die Chance lässt. Wo ist hier der so genannte Heimatsinn??? Aber gibt es noch Buchauer mit Buchauer Sinn?? Ich wünsche Buchau, dass es vielleicht durch das Konzept (wenn ich auch nicht alles für optimal ansehe) von Herrn Weiss etwas wach gerüttel wird und die Herren und Damen im Gemeinderat in dieser heiklen Situation mal am gemeinsamen Strang ziehen. Es gibt nicht nur Kurgäste, sondern auch Anwohner, die hier nicht nur leben, sondern sich auch wohlfühlen wollen!!!!!!!!!!!!!!!