Die SPD-Kreistagsfraktion kritisiert das Nichterscheinen der CDU-Abgeordneten

 

Es war ein wichtiger Tag für den Kreis Biberach. Landrat Dr. Heiko Schmid wurde nach seiner Wiederwahl im Juli letzten Donnerstag mit einem feierlichen Festakt in seine zweite achtjährige Amtsperiode verpflichtet. Viele Gäste aus Nah und Fern gaben unserem Landrat die Ehre. Schade, dass die vier Mandatsträger der CDU aus Land, Bund und Europa, allesamt nicht da waren. Dass ein Kommen auch möglich war, zeigte die Anwesenheit der SPD-Mandatsträger Martin Rivour und Martin Gerster. Innenminister Reinhold Gall (SPD) würdigte zudem in seiner Ansprache die gute Arbeit im Spitzenlandkreis Biberach. Man könnte jetzt mutmaßen, dass die CDU die Niederlage bei der Landratswahl noch nicht verkraftet hat. Es wäre aber ein guter Stil und wichtig für die zukünftige politische Arbeit im Landkreis gewesen, wenn wenigstens ein CDU-Abgeordneter mit seiner Anwesenheit der Verpflichtung von Landrat Dr. Heiko Schmid Respekt gezollt hätte, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Franz Lemli.

 

One Response to Die SPD-Kreistagsfraktion kritisiert das Nichterscheinen der CDU-Abgeordneten

  1. Spannungen und mehr sagt:

    Wer in der SZ vom 11.10.14 die Neuverpflichtung von Landrat Dr. Heiko Schmid verfolgt und zwischen den Zeilen liest, kann ziemlich deutlich vermuten, wie verhärtet und verhärmt gewisse CDU -Vertreter in ihrem innersten sind.
    Natürlich ist es nicht überwunden, dass vor acht Jahren ein politisch neutraler Landrat das Kreisschiff im tiefschwarzen Oberschwaben, dem Erbhof der CDU, übernommen hat. Eine Palastrevolution, die bei der Wiederwahl im Juli 2014 mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln korrigiert werden sollte. Aber es ging wieder daneben, trotz aller gezogener Register der oberschwäbischen Kirchenorgeln. Eine Erfahrung, die der CDU in dieser Gegend völlig fremd ist und totale Verwirrung auslöst. Da reicht ein Demokratieverständnis, das man sonst nur gegenüber den politisch Unterlegenen heuchelt, nicht aus. Kein Wunder, dass man bei eigener, realer Betroffenheit hier zusammenzuckt und völlig sprachlos wird.
    Die Landratswahl 2006 hat schon Wunden geschlagen, die Wiederwahl 2014 hat diese vertieft und weitere hinzugefügt. Das ist fast handgreiflich durch die Nichtanwesenheit der CDU-Vertreter offeriert worden. Der plumpe Abwesenheits-Spagat von Herrn Rief war peinlich genug und wurde durch den gehorsamen Vortrag von Herrn Dahler noch verstärkt. Spätestens hier ist die Kluft für jedermann offensichtlich. Schließlich sprach Herr Dahler im Namen des gesamten Kreistags. Er hat hier die Neutralität seines Amtes vergessen.
    Dabei wäre es für unseren Landkreis so wichtig, dass die Kreispolitik nicht zur Parteipolitik abrutscht und die Interessen sich nicht auf Machtkämpfe sondern auf das Wohl der Einwohner konzentrieren.