Der Stadtstreicher – Kolumne 8

im internetcafe leiste ich mir auch mal einen blick in die google-welt.. …man gönnt sich ja sonst nichts. da habe ich „amfedersee.de“ entdeckt. ein blog über ortspolitik meines neuen domizils. das hat mich neugierig gemacht (das sage ich aber nur zu mir selbst, damit es niemand hört). ich habe nämlich schon mitbekommen, dass in diesem index viele nur klammheimlich lesen, weil darin viel mehr veröffentlicht wird als in der tagespresse preisgegeben wird oder vom rathaus erlaubt ist. man ist da eine art schwarzleser, ja sogar schwarzschreiber. der bürgermeister hat noch viel schlimmere ausdrücke parat. Das schwarze hat nichts mit cdu am hut, sondern mit einem atelier schwarz,….ach entschuldigung, jetzt habe ich mich versprochen, mit einem herrn weiss, einem erz-destruktiven nestbeschmutzer. mischt jetzt sogar im gemeinderat mit. oder besser gesagt, er versucht den gemeinderat aufzuwecken und auf seine eigentliche aufgabe und kontrollfunktion einzustimmen. aber wer lässt sich schon gerne wachrütteln, von süßen träumen trennen? Und das gar von soo einem oder gar von sooooooo einem.

schwierigkeiten sind da vorprogrammiert. isolierungshaft droht. abmahnungen sind schon erfolgt. also vorsicht herr weiss, dass sie sich nicht doch noch schwarz ärgern. viele wünschen ihnen die pest an den hals mitsamt ihrer anonymen anhängerbrut. dann wäre alles wieder heil und gut und einträchtig und heimlich-unheimlich. das chaos wäre beendet, fürstabt peter hätte wieder sein gleichgewicht, der gemeinderat seinen frieden…. kurz gesagt, die naturschutzgrenzen wären wieder hergestellt. buchau gerettet?

als stadtstreicher würde ich das bedauern. natürlich wünsche ich nicht im chaos mit unterzugehen. aber wieder selig einschlafen, und das für längere zeit, ist auch kein idealfall. also ein bisschen aufklärung, diskussion, aufrichtigkeit, gelebte und ernst genommene demokratie ist selbst für einen stadtstreicher so notwendig, wie die luft zum atmen. stellt euch vor, die würde man mir auch noch nehmen.

da gibt es doch schwarzschreiber, die behaupten in bad buchau sei nichts mehr wie früher. was die wohl meinen? gab es tatsächlich schon bessere zeiten für diese stadt ohne peter „dem geheimrat“ und heinz, „dem aufrührer“? ich überlasse das jedem seiner eigenen beurteilung. aber wenn’s so war, kommt es selten zurück. und so bedingt der „geheimrat“ wohl auch des „aufrührers“, wegen des dringend erforderlichen ausgleichs der kräfte. die kopfnickende liebeseintracht im rathaus um unser städtchen wäre ja kaum auszuhalten, schlimmer wie ein sonnenbrand! schließlich sind wir ja noch nicht im himmel, sondern erst in den träumen auf bessere zeiten.

Text nicht von Heinz Weiss.

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