Der neue Stadtstreicher Kolumne Nr. 99 ist da

„Speiseplan“ für den Urlaub

Schon wieder eine kleine Schnapszahl beim Stadtstreicher. Die Zeit vergeht. Das Federseegebiet feiert die Feste wie sie fallen. Feste wie jedes Jahr und Feste, die neu hinzukommen. Dabei überschneiden sich die Veranstaltungen trotz Planung des Tourismusbüros, die Bürger können leicht an einem Wochenende 4 oder mehr Veranstaltungen besuchen. Also die Küche bleibt kalt. Für Hausfrauen eine günstige Zeit freie Wochenenden zu machen. Bei diesen heißen Tagen nicht zu verachten. Hier kann man gut Essen und Trinken und den eigenen Garten schonen. Unterhaltung wird zusätzlich geboten. Was will man mehr. Es ist doch eine herrliche, unbeschwerte Zeit im Ländle. Vergessen die Regentage der letzten Monate. Besser beim Essen und Trinken geschwitzt als bei der Arbeit.

Seit Juli haben wir ein neues Federseejournal. Man kann schon jetzt sagen, etwas profihafter und damit auch übersichtlicher gestaltet ist die Aufmachung schon. Vom Inhalt her kann der Verlag allerdings nur das verarbeiten, was diesem geliefert wird. Das gilt vor allem für den politischen Teil des Amtsblattes. Nur das was unser geheimnisumwittertes Rathaus „ausspuckt“ kann veröffentlicht werden. Daran ändert sich nichts. Vorgekocht wird die Speise immer hinter verschlossenen Türen, dann wird aufgetragen, im günstigsten Fall wird beim Essen noch etwas nachgewürzt. Immer öfter kommen aber versalzene Speisen auf den Tisch und man muss nach zu starken Reklamationen das Gericht in der Küche nochmals nachkochen. Leider haben die Bürger keine Möglichkeit sich ein anderes Lokal auszusuchen, es gibt nur dieses eine ohne Menükarte. Spätestens dann müssen halt die Bürger mit dem Aufgetischten zufrieden sein. Es sind schließlich 14 Köche unter einem Chefkoch (unbekannt mit wie viel Hüten). Nicht umsonst heißt es: „viele Köche verderben den Brei“. Da kann man nicht auch noch Bürger in der Küche brauchen. Es reicht, wenn diese nach dem Essen noch herum mäkeln. Man sagt aber auch: „Liebe geht durch den Magen.“ Jetzt weiß man auch, warum so viele trotzdem völlig zufrieden sind. Das Rathaus liebt und umsorgt nämlich seine Bürger so gut wie eben nur möglich. Mehr ist einfach nicht drin. Die nächste Bürgerspeisung findet allerdings erst am 17. September statt.

Es ist hergerichtet, das Götzburg-Areal steht zur Bebauung an. Noch ein Foto vom leeren Gelände zur Erinnerung hat in Zukunft Seltenheitswert – zumindest auf den Flohmärkten in einigen Jahren. Was nun kommt wird das Stadtbild wie auch die Infrastruktur in mancherlei Hinsicht wesentlich beeinflussen. Eine einmalige Chance für Buchaus Innenstadtgestaltung wird jetzt genutzt oder vergeben.

Kaum zu glauben, der Fuß- und Radweg nach Oggelshausen wird endlich vom städt. Bauhof instand gesetzt. Das natürlich bei schönstem Sommerwetter, um die vielen Benutzer in der Hochsaison noch ein bisschen zusätzlich zu ärgern. Der Ärger bis es soweit war, war nämlich nicht ausreichend.

Wie man lesen kann hat sich www.amfedersee.de mit dem Kreislöschverband befriedet, gut so. Neuerdings werden die Artikel wieder mit Bad Buchau, Freiwillige Feuerwehr umschrieben, Beifall.

Dafür zittern wir jetzt, ob das desolate Museumsdach vor Einbruch des nächsten Winters noch saniert und die Außenanlagenerweiterung begonnen werden kann. Die Finanzierung ist plötzlich wieder in Frage gestellt, weil die veranschlagten Kosten überschritten werden. Eine der Begründungen ist der schlechte Untergrund für den vorgesehenen Verwaltungsbau. Nun der sollte keine Unbekannte gewesen sein. Hat man doch das Museum schon auf Betonpfeilern errichtet. Geologische Gutachten waren vorhanden. Hat man also zu knapp kalkuliert? Oder ist es einfach nur ein wenig Aufregung vor der Urlaubszeit? Danach wissen wir mehr.

Der Stadtstreicher jedenfalls wünscht Ihnen bei Ihrer Urlaubskalkulation keine Risiken. Vielleicht ist ja noch eine Portion Eis zusätzlich möglich. Schöne Ferien.

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