CDU – Kraft für Bildung oder Einbildung?

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Zitat aus dem Schreiben des Herrn Rau an die Herren Bürgermeister Diesch Bad Buchau und Beetz Bad Schussenried.

„Die Führung eines kooperativen Gymnasiums an zwei Standorten kann aus pädagogischen und unterrichtsorganisatorischen Erwägungen heraus nicht in Betracht kommen“ .

Kurze Aussage von Kultusminister  Helmut Rau (Mdl) auf die jahrelangen Bemühungen um ein Vollgymnasium.

Was das heißt ist klar:  Wir wurden von unserem  Kultusminister die letzten sieben Jahre verarscht!  Beim Wirtschaftjuniorentreff im Bibliotheksaal in Bad Schussenried konnten wir diesen Minister direkt mit den Fragen zum Vollgymnasium konfrontieren. Klare Aussage Fehlanzeige! Knapp 2 Wochen später erhielten die Bürgermeister den Brief des Kultusministers mit einer kühlen Absage und einer bestenfalls schnuddeligen Begründung.

Foto:  Ob der Kultusminister mit seiner Gestik das Verschaukeln der Antragsteller andeutet bleibt dem Leser selbst überlassen.

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10 Responses to CDU – Kraft für Bildung oder Einbildung?

  1. SChüler sagt:

    Schade, wollte mein Abbi eigentlich 2009 in Bad Buchau machen. Dann eben nicht, dafür weiterhin Omnibusstudium am frühen morgen bis Biberach.

  2. Wähler sagt:

    Ich finde die CDU Wahlkampagne absolut einfallslos und nichtssagen. „Klug durch die Kriese“, aber wie man das machen soll, dazu sagen sie kein Wort. „Wirtschaft mit Vernunft“ – ja so vernünftig wie bisher oder was? „Ein neuer Anfang“, den mach ich diesmal mit einer anderen Partei, denn „Besser für Deutschland“ ist die CDU nicht mehr. Meine Stimme ist jedenfalls weg.

  3. ungebildeter sagt:

    warum braucht so ne kleine ortschaft (bzw. 2 ortschaften) ein gymnasiuem???in den landkreisen bib und sig gibt es genügend gute Gymnasien!!!

  4. Kappeler sagt:

    Toller Beitrag!
    Wer wählt schon freiwillig CDU? Warum stimmen die Buchauer dann nicht mit den Füßen ab und wählen mal geschlossen nicht die CDU? Das Plakat mit der Schavan spiegelt doch eh alles wider. Was hat diese Frau studiert? Ach ja, Religion. Ein wichtiges Fach. Weiterbildung? Fehlanzeige, bei dem Mist, den sie von sich gibt.

    Rau, der Nachfolger von Frau Schavan ist auch nicht besser. Das sieht man ja, wie der herumschwavelt. Es ist einfach keine Substanz da. Das Herumgeeier ist nicht akzeptabel. Ohne massive Bürgerproteste wird das mit dem Vollgymnasium in Bad Buchau nichts.
    Außerdem geht die Geburtenrate immer mehr zurück. Es wäre schade, wenn das Progymnasium Opfer der „Sparpolitik“ werden würde.

    Wo bleibt die Initiative unseres Bürgermeisters? Wo bleibt die Initiative des Gemeinderates? Was macht eigentlich der Schulleiter des Progymnasiums?
    Wenn der genauso herumeiert, wie der Kultusminister, dann wird es durch die Abhängigkeit eines Beamten nichts.

    Da müssen jetzt andere Mittel folgen. Ohne Bürgerproteste und massive Intitiativen in den Medien erreichen wir gar nichts.

  5. interessierter sagt:

    danke für den bericht!!!
    leider liest man davon mal wieder in der schwäbischen zeitung nichts. da würde mich schon interessieren, warum das mal wieder unter den teppich gekehrt werden soll. und überhaupt – wo hilft uns hier unser landtagsabgeordneter schneider (klar, auch cdu) ??

  6. affine buchauerin sagt:

    eine kühle absage… aus pädagogischen und unterrichtsorganisatorischen gründen… teilweise nachvollziehbar aufgrund der schülerzahl entwicklung in den kommenden 10 jahren. Es werden bereits grundschulen im ländlichen bereich geschlossen. Leider. In städten über 50000 einwohner werden bereits pläne für zusammenlegungen von drei auf zwei gymnasien gemacht.
    Auf der anderen seite blühen private schulen auf. Die anmeldelisten sind lang, und 80 euro schulgeld kein problem.
    Siehe das studienkolleg in obermarchtal! Nicht weit weg und mit bus zuerreichen, bietet einen hervorragenden mittagstisch und engagierte lehrer mit modernen lehrplänen.

    Vielleicht wäre dieser weg für buchau eine möglichkeit?????

  7. buchauer sagt:

    Sinkende Schülerzahlen sind gut und recht, aber wie man erst in der Zeitung lesen konnte, ist bei uns im Landkreis der Übergang zum Gymnasium am niedrigsten. Vielleicht auch aufgrund der langen Wege. Andererseits braucht unsere Stadt ein Gymnasium auch wegen der Bevölkerungsentwicklung. Wer will schon nach Buchau ziehen, wenn das Progymnasium wegrationalisiert ist (was sicher kommen wird, da diese Schulform nicht überlebt).
    Also unternehmt was!!!!!

    • Gassi-Geherin sagt:

      Dem kann ich nur zustimmen. Das G8 hat die Situation für die Gymasiasten verschärft, mehr Stunden und weniger Freizeit. Gerade diese Problematik spricht für eine wohnortnahe Lösung, sonst sitzen die Schüler ja täglich noch Stunden im Bus ab oder Taxi-Mama düst herum, falls es mit dem Fahrplan mal wieder nicht so klappt. Die Verantwortlichen in Stuttgart interessieren sich leider nicht für unsere ländliche Region, obwohl doch Frau Schavan neulich bei einer Veranstaltung in Oberschwaben sagte: „Die Atrraktivität des ländlichen Raumes steht und fällt mit dem Bildungsangebot.“ Wäre schön, wenn solchen Sprüchen auch mal Taten folgen würden. Aber vermutlich müssen die Eltern auf die Barrikaden gehen und nach Stuttgart fahren, sonst passiert wahrscheinlich nichts.

  8. harald Müller sagt:

    Gymnasium Bad Buchau

    Die obige Information hätte ich an und für sich vom Rathaus erwartet und nicht von Herrn Weiß. Aber wer von den Einwohnern weiß aus der Vergangenheit mehr als einige hingeworfene Fragmente teils in der SZ, teils im Federseejournal und teils „am Federsee“ ? Eine abgerundete Aufklärung über den Verlauf aller Bemühungen bzw. deren Rückschläge lässt weiter auf sich warten.
    Was sind das für pädagogische und unterrichtsorganisatorische Gründe gegen ein kooperatives Gymnasium in Bad Buchau und Bad Schussenried? In diese Worthülsen kann man alles reinpacken oder auch nichts. Wo bleibt da die aufklärend sachliche Darstellung und Abwägung? Ist das zu viel verlangt? Schließlich geht es doch um einen sehr einschneidenden Eingriff in die Infrastruktur unserer Stadt und unserer Stellung als Unterzentrum mit einer langfristig kaum abschätzbaren Folgenkette.
    Es wird immer wieder angesprochen, die Eltern, die Bürger sollen sich wehren. Von der Wichtigkeit der Sache wäre dies wohl angebracht. Das klappt aber nicht ohne entsprechendes Wissen! Wo soll da die Motivation herkommen? Auch braucht man da eine führende organisatorische Hand oder einen Kopf. Am einfachsten und schnellsten wäre es wohl, wenn der Kultusminister von allen beteiligten Gremien (Gemeinderat, Bürgermeister, Elternbeirat, Schülervertretung, Schulkonferenz, Freundeskreis) eingeladen würde, um vor Ort die Ablehnungsargumente selbst zu vertreten – und zwar so, dass alle es verstehen und nicht mit zwei phrasenhaften Ausdrücken. Aber vielleicht ist das ja auch schon längst geschehen? Nur weiß keiner davon.
    Viel Zeit haben wir nicht mehr, wenn es nicht schon zu spät ist. Von einer verlorenen Schlacht könnte man dann aber nicht reden, denn es gab gar keine- von Verwaltungsbemühungen abgesehen.

  9. Kritiker sagt:

    Wie unser Ex schon angefangen – aber leider nicht zu Ende gebracht – hat ist es so, dass man sich als Bürger zum Thema Vollgymnasium nicht ausreichend informiert fühlt. Bei aller – vereinzelt auch berechtigten, wenn auch zu ins persönliche gehenden – Kritik an Herrn Weiss, ist ihm das in diesem Forum besser gelungen. Das gilt auch für andere Themen (siehe Flugplatz).

    Auch erscheint mir die bisherige Vorgehensweise der zuständigen Personen/Gremien nicht als sehr zielführend. Hat man tatsächlich nur Briefe geschrieben und den Rau auf einer Veranstaltung angesprochen?
    Glaubt der Bürgermeister bzw. der Gemeinderat wirklich, dass im Augenblick auch nur irgendjemand in Stuttgart Befürworter und/oder Unterstützer eines Buchauer Vollgymnasiums ist?
    Mich würde es jedenfalls nicht wundern, wenn die Schussenrieder das Vollgynmasium bekommen weil sie bessere Beziehungen haben oder jedenfalls ihre vorhandenen besser nutzen.

    Wieso gehen die hiesigen CDU-ler nicht ihre Kollegen von der Kreis- oder Landes-CDU mal deswegen an? Das Thema könnte man doch auch auf die Tagesordnung bei einer Kreissitzung setzen und per Beschluss dem Landtagsabgeordneten mitgeben.
    (Das gleiche gilt auch für die SPD-ler, die dürften in Stuttgart aber so viel zu sagen haben wie mein linker Vorderreifen. – scnr)

    Ist all das und noch mehr vielleicht sogar im Hintergrund schon gemacht worden aber wohl auch erfolglos geblieben?
    Dann sieht es schlecht aus für das Progymnasium.

    Mit dieser Realität sollte man sich abfinden und von dem toten Pferd das man reitet absteigen. Meiner Meinung könnte man zumindest mal den Weg in Richtung Privatschule diskutieren, so wie es „affine buchauerin“ oben am 6. September 2009 um 11:00 vorgeschlagen hat.