Bürger können bei Stadtentwicklung mitreden – aber eben nur in Bad Waldsee

Bad Waldsee / jak Über 150 Zuhörer sind am Montagabend zur Präsentation des Entwurfs für den Städtebaulichen Rahmenplan der Stadt Bad Waldsee gekommen. Wolfgang Riehle und Albrecht Reuß vom Architekturbüro Riehle aus Reutlingen stellten in der Stadthalle rund eine Stunde ihre Ideen für eine Weiterentwicklung der Stadt vor. Dabei ging es um 19 Grundstücke in der Innenstadt. „Herzstück“ des Ganzen ist laut Reuß der Bereich Fischteiche und Bleiche mit dem Waldseer Schloss. Für Unruhe im Saal sorgte der Vorschlag, die Stadthalle abzureißen oder anderweitig zu nutzen. An dieser Stelle konnten sich die Stadtplaner einen Supermarkt vorstellen oder den zentralen Standort für die Verwaltung. Nach der Präsentation konnten die Bürger Fragen stellen. Viele Redner lobten die Entwürfe und die zahlreichen Ideen der Planer. Kritisch sahen einige allerdings eine mögliche Bebauung oder auch Parkplätze auf dem Fischteiche-Areal. Der Untergrund sei zu moorig.

Die Bad Waldseer sollen sich in den kommenden Wochen und Monaten an der weiteren Entwicklung der Ideen beteiligen. Am 28. Mai soll es einen ganzen Tag eine Werkstatt zu den verschiedenen Varianten geben. Anschließen sollen die Planer ihre Entwürfe überarbeiten. Im September soll es eine zweite Werkstatt geben. Die Werkstätten sollen von Mitarbeiterinnen von „Grips“, Büro für Projektsteuerung und Kommunikation aus Ettlingen bei Karlsruhe, geleitet werden. (SZ)

PS:  Wie macht das Bad Buchau mit Ihren Bürgen und angedachten Bauvorhaben, jedenfalls nicht so. Hier könnten sich einige ein Beispiel nehmen was Bürgerinfo und Transparenz heißt.

One Response to Bürger können bei Stadtentwicklung mitreden – aber eben nur in Bad Waldsee

  1. Farbe bekennen sagt:

    „Der Anspruch, durch die Entwicklung von Einkaufszentren in innerstädtischen Lagen einen Impuls für die Entwicklung des innerstädtischen Einzelhandels zu liefern, kann nur erreicht werden, wenn Einkaufszentren optimal in bestehende Stadt- und Handelsstrukturen integriert und auf den bereits vorhandenen Besatz abgestimmt werden. Daher ist die Integration von innerstädtischen Einkaufszentren die zentrale Herausforderung aller mit entsprechenden Ansiedlungsvorhaben konfrontierten Städte“.

    Also da wäre noch einiges in den Griff zu bekommen. Bin mal gespannt auf die Aktivitäten aller Beteiligten: der Stadt, der WGB und der Bürger zusammen mit dem Eigentümer und Investor. Gutachten sind genügend da. Jetzt geht es ans Eingemachte. Soviel ich weiß, sind mehrere wortgewaltige WGB Vertreter auch Gemeinderäte. „An der Quelle saß der Knabe.“ heißt es. Da kann nichts mehr schief laufen. Oder? Jetzt gilt es Farbe zu bekennen. Voraussetzung für all das ist: man wird überhaupt gefragt und nicht nur mit einem fertigen Plan konfrontiert.