Brandstiftung vom 27. Oktober in Daugendorf geklärt

Brandstiftung vom 27. Oktober in Daugendorf geklärt

Ein 22-jähriger Mann ist am Donnerstag vergangener Woche von der Kriminalpolizei Biberach wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung in Daugendorf festgenommen worden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ravensburg erließ das Amtsgericht Biberach am Freitag Haftbefehl. Der Beschuldigte befindet sich seither in Untersuchungshaft.

Wie berichtet wurde in der Nacht auf Sonntag, den 27. Oktober, gegen 02.30 Uhr, von einem anonymen Anrufer ein Brand in Daugendorf gemeldet. Der Anruf kam von einer Notrufsäule an der Bundesstraße in Daugendorf und ging bei der Rettungsleitstelle in Biberach ein. Feuerwehr und Polizei wurden daraufhin alarmiert und rückten an den Brandort aus. Dieser befand sich in einem ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäudekomplex, bestehend aus unmittelbar aneinander gebautem Wohnhaus, Stallungen und Scheune. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass im leerstehenden Schweinestall des Gebäudes gelagertes Brennholz gebrannt hatte. Durch eine geborstene Wasserleitung aus Kunststoff, welche über dem brennenden Holzstapel verlief, war das Feuer bereits wieder gelöscht worden. Die Bewohner des Hauses schliefen zu dieser Zeit. Nur durch einen Zufall war es nicht zu einem Großbrand gekommen, so dass die Personen mit dem Schrecken davon kamen.

Erste Feststellungen der Polizei am Brandort ergaben Anhaltspunkte dafür, dass der Holzstapel an mehreren Stellen vorsätzlich angezündet wurde. Ein erster Verdacht richtete sich gegen den anonymen Anrufer. Ermittlungen des Polizeireviers Riedlingen und der Kriminalpolizei Biberach führten schließlich zu dem verdächtigen 22-jährigen Mann. Nach einer Wohnungsdurchsuchung legte der junge Mann ein Geständnis ab, auch hinsichtlich des Notrufs.

Wie sich herausstellte, ist der 22-Jährige bereits mehrmals polizeilich in Erscheinung getreten. Sachbeschädigungen durch Brandlegung und der Missbrauch von Notrufen, die allerdings nicht hier in der Region begangen wurden, waren bereits Gegenstand gegen ihn geführter Ermittlungen. Im Falle einer Verurteilung wegen schwerer Brandstiftung muss der im Landkreis Altötting geborene und erst seit kurzem im Raum Riedlingen lebende Mann mit einer empfindlichen Freiheitsstrafe rechnen.

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