BIBERACH – Ein Brandalarm wurde am Dienstag gegen 11.45 Uhr in der
Stadtbücherei in Biberach gemeldet. Bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst
wurde ein Großeinsatz ausgelöst.
Ein Kunde hatte Rauchgeruch im ersten Obergeschoss des Gebäudes
wahrgenommen und daraufhin sofort das Personal an der Rezeption verständigt.
Dieses sorgte sofort für die Evakuierung des Gebäudes, in welchem sich
zu dieser Zeit etwa 50 Personen befanden und verständigte auch die Feuerwehr.
Als Ursache für den Brandgeruch wurde ein Halogenscheinwerfer
zwischen Erdgeschoss und erstem Obergeschoss ausgemacht. Ein elektronisches
Vorschaltgerät des Beleuchtungskörpers hatte sich nach bisherigen
Feststellungen aufgrund eines technischen Defekts überhitzt. Dadurch war es
zu einem Kabelbrand im Deckenbereich gekommen. Dieser konnte von der
Feuerwehr Biberach zum Glück schnell gelöscht werden. Der am Gebäude
entstandene Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen dennoch auf
rund 30000 Euro. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr Biberach war mit
zwei Löschzügen ausgerückt. Kreisbrandmeister Reitter leitete den Feuerwehreinsatz
vor Ort.
Polizei beanstandet 285 Gurtmuffel
LANDKREIS BIBERACH – Alle Vorschriften, Erfahrungen und der gesunde
Menschenverstand sprechen für ihn und dennoch findet er im Verkehrsalltag
nicht die notwendige Akzeptanz. Die Rede ist vom Sicherheitsgurt.
Experten zufolge hat er es längst zum „Lebensretter Nummer 1 „ gebracht.
Dennoch wird er von jedem fünften Fahrzeuginsassen ignoriert. Dies stellte
die Polizeidirektion Biberach vergangene Woche wieder einmal fest. Bei 18
Kontrollen beanstandete sie quer durch den Landkreis 285 Fahrzeuginsassen
wegen des nicht angelegten Sicherheitsgurtes.
Dass es einen direkten Zusammenhang zwischen den Unfallfolgen und dem
nicht angelegten Sicherheitsgurt gibt, ist längst erwiesen. Und das nicht nur
im Landkreis Biberach, sondern überregional, ja Europa weit. Eine Auswertung
der Europäischen Union zeigt, dass das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes
die zweithäufigste Ursache für den tödlichen Ausgang von Verkehrsunfällen
ist. Auf Platz 1 der Ursachen liegt überhöhte Geschwindigkeit. Die
Unfallstatistik für den Landkreis Biberach zeigt Ähnliches: In den vergangenen
Jahren hatten zwischen 15 und 40 Prozent der Getöteten sowie rund 20
Prozent der Schwerverletzten den Sicherheitsgurt nicht angelegt.
Aus diesen Gründen spielt das Thema Sicherheitsgurt seit Jahren in der
gesamten Europäischen Union eine wichtige Rolle. Durch vermehrte Information
sowie Kontrollen soll ein verstärktes Sicherheitsbewusstsein geschaffen
werden. Die jüngste derartige Gemeinschaftsaktion fand vergangene
Woche statt. Im Landkreis Biberach beteiligten sich daran alle Reviere und
Posten sowie die Verkehrs- und teilweise auch die Bereitschaftspolizei. An
18 verschiedenen Kontrollstellen quer durch den Landkreis wurden Stichproben
gemacht. 278 Erwachsene waren nicht angeschnallt. Mahnende Worte
und jeweils 30 Euro Verwarnungsgeld waren die Folgen. Auch bei sieben
mitfahrenden Kindern haperte es mit der Sicherung und für die verantwortlichen
Fahrzeuglenker waren ebenfalls Geldbußen fällig. Am meisten
Verstöße hat es mit 148 im Raum Laupheim gegeben, im Raum Biberach
waren es 72 und in Riedlingen und Umgebung wurden 65 Gurtmuffel
angetroffen.
Neben den Gurtverstößen ahndete die Polizei auch 20 Fälle unerlaubter
Handybenutzung sowie 39 technische Mängel an Fahrzeugen beziehungsweise
das Nichtmitführen von Führerscheinen und Fahrzeugpapieren.
Einbrecher nutzt Dunkelheit
UNLINGEN – Ein Wohnungseinbruch in Unlingen hatte im doppelten Sinne
mit Dunkelheit zu tun. Ein noch Unbekannter suchte sich am frühen Dienstagabend
ein Wohnhaus mit offenen Rollläden und unbeleuchteten Erdgeschoßfenstern
für seinen Coup aus. Daraus schloss er, dass gerade niemand
zuhause ist. Wohl um sicherzugehen, läutete er an dem Gebäude Sturm und
als es zunächst ruhig blieb beziehungsweise nicht geöffnet wurde, schlug er
ein Schlafzimmerfenster ein. In kürzester Zeit entdeckte er einige 100 Euro
Bargeld. Eine Hausbewohnerin, die sich zur Einbruchszeit im Keller aufgehalten
hatte, ging aufgrund des Lärms nach oben und verscheuchte dadurch den
Täter, ohne diesen zu Gesicht zu bekommen. Passiert ist das Ganze kurz vor
19 Uhr in der Professor-Rieber-Straße. Sollten dort oder in der Umgebung
verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen worden sein, wird um
Mitteilung an das Polizeirevier Riedlingen, Telefon 07371/9380, gebeten. Die
Polizei hatte sofort nach Bekanntwerden des Einbruchs mit mehreren Streifen
nach dem Täter gefahndet. Verdächtige Personen wurden nicht entdeckt.
Gleichzeitig übernahmen Spezialisten die Spurensicherung am Tatort sowie
die Befragungen der geschädigten Hausbewohnerin sowie möglicher Zeugen.
Detektive entlarven drei Ladendiebe
BIBERACH – Ein diebisches Duo sowie ein fleißiger Einzeltäter sind am
Mittwoch in Biberach von Detektiven beim Klauen ertappt worden. Gegen 11
Uhr fiel ein 69-Jähriger auf dem Marktplatz auf. Der Reihe nach bediente er
sich an vier im Freien aufgestellten Verkaufsständern und heimste Waren im
Wert von rund 40 Euro ein. Geschädigte sind mehrere Drogeriemärkte sowie
ein Reformhaus. Obwohl es an den einzelnen Taten wenig zu rütteln gibt,
zeigte sich der Mann nur teilweise geständig. Er sieht einer mehrfachen
Strafanzeige entgegen. Die zweite Tat geschah am Nachmittag in einem
Supermarkt im Bereich Obere Stegwiesen. Dort beobachtete eine geschulte
Mitarbeiterin zwei Männer bei einer offensichtlich durchdachten Diebestour.
Die Täter im Alter von 34 und 51 Jahren ließen Bekleidungsstücke, Nassrasierer
sowie mehrere Flaschen Cognac in einer Umhängetasche verschwinden.
Als sie den fälligen Betrag von rund 70 Euro an der Kasse nicht bezahlten,
flogen sie auf und mussten etliche polizeiliche Maßnahmen über sich
ergehen lassen. Dazu zählten unter anderem eine Durchsuchung ihrer
gemeinsamen Wohnung sowie eine Strafanzeige.
Autofahrerin steht unter Promilleeinwirkung
Eine mobile Alkoholkontrolle
hat einer Autofahrerin eine längere
Fahrpause eingebracht. Die 27-Jährige wurde am Mittwoch kurz vor 3 in der
Gaisentalstraße in Biberach von Streifenbeamten angehalten. Bei einem
Alkoholtest kam ein Wert von mehr als 0,5 Promille heraus, was der Frau ein
Bußgeldverfahren einbrachte. Auf sie kommen ein Fahrverbot von mindestens
einem Monat Dauer, vier Punkte sowie ein „Knöllchen“ in Höhe von 500
Euro zu.
Fahranfänger bangt um Führerschein
KIRCHDORF – Der Verdacht einer Drogenfahrt lastet seit Dienstagabend auf
einem 18-jährigen Autolenker. Der junge Mann machte bei einer Verkehrskontrolle
einen verdächtigen Eindruck. Ein Drogentest deutete auf einen
Haschischkonsum hin. Endgültige Klarheit wird eine Blutuntersuchung
bringen. Bestätigt sich der Verdacht, muss der junge Mann der Führerscheinstelle
seine Fahrtauglichkeit nachweisen. Außerdem kommen eine
Geldbuße, Punkte und eine zeitlich begrenzte Autopause auf ihn zu.
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Rechtzeitig noch entdeckt, nicht auszudenken wenn das nach Geschäftsschluß passiert wäre.