„Biberach braucht mehr Weggehmöglichkeiten“

CDU-Fraktion will, dass die Stadtverwaltung sich Gedanken macht, wie sie das kulturelle Angebot zum Beispiel mit mehr Kneipen und einer Disco erweitern kann

Biberach / chkl

Der Biberacher Christkindles-Markt trägt ganz bestimmt zur Attraktivität Biberachs und der Belebung der Biberacher Innenstadt bei. Die CDU-Fraktion im Biberacher Gemeinderat hatte in der ersten Lesung des Haushaltsplans für 2013 aber auch diesen Punkt in ihren zahlreichen Anträgen aufgegriffen: „Die Verwaltung entwickelt erste Gedanken zur Ergänzung des kulturellen Angebots. Ziel ist die Förderung professioneller privater Initiativen zur Ergänzung des städtischen Kulturangebots. Dieses Konzept soll ausdrücklich auch die Themen Kneipenlandschaft und Disco als ergänzende Angebote für die junge Generation berücksichtigen.“ Friedrich Kolesch dazu: „Es ist klar, dass die Stadt keine Disco eröffnen kann, aber die Verwaltung muss da insofern ran, dass sie dieses Signal nach außen aussendet: Wir wollen Leute, die privat etwas auf die Füße stellen wollen, konstruktiv unterstützen.“

Für den CDU-Fraktionsvorsitzenden Tom Abele steht über allen Anträgen zum Haushalt des kommenden Jahren folgender Grundsatz: „Wir haben in diesem Jahr ganz bewusst grundsätzliche Themen als Gesamtpaket erarbeitet, um der Verwaltung Denkanstöße zu geben.“ Bei einem der drei großen Themenschwerpunkte der CDU, dem Thema „Wirtschaftliche Entwicklung und Attraktivität des Standorts Biberach“, müsse 2013 wieder viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Unter anderem spricht sich die CDU für die erneute Schaffung der Stelle eines Wirtschaftsförderers aus. Auch dabei hofft die CDU-Fraktion auch auf den neuen OB Norbert Zeidler. „Die vergangenen Jahre hieß es immer, uns gehe es doch gut. Doch wir dürfen uns nicht ausruhen, wir brauchen eine Weichenstellung und eine strategische Perspektive“, so Abele. „Wir brauchen mehr Weggehmöglichkeiten in Biberach für die jungen Leute. Wenn ich will, dass mehr Leben hier ist und dass sich junge Familien hier wohlfühlen, dann gibt es auch Bewegung und Geräusche in der Stadt. Natürlich muss man auch die Interessen der Anwohner schützen, es muss aber auch möglich sein, dass etwas passiert“, findet Friedrich Kolesch. Während der zwei Wochen Weihnachtsmarkt ist ohne Frage mehr Leben in der Stadt, doch die CDU will versuchen, weitere Möglichkeiten des kulturellen Lebens zu ermöglichen. Kolesch: „Wir möchten, dass die Verwaltung eine Arbeitsgruppe dazu einrichtet, um ein Konzept zu erarbeiten, dass dann im Gemeinderat beraten werden kann.“

Aber auch die Attraktivität in den Biberacher Ortschaften müsse weiter gesteigert werden. Als Beispiel führt die CDU hier das Dorfgemeinschaftshaus in Rißegg auf. Das Ermöglichen der Sportzentren in Stafflangen und Mettenberg gehörten ebenso dazu. Außerdem sei der Bau einer Aussegnungshalle in Ringschnait überfällig, betont CDU-Stadtrat Johannes Walter.

One Response to „Biberach braucht mehr Weggehmöglichkeiten“

  1. neue polizeistunde sagt:

    Bad Buchau schließt früher, Biberach hat länger offen. Bedeutet es sind neuerdings vermehrt Buchauer Jugendliche des nachts unterwegs zu offene Schuppen und Discos nach 02.00 Uhr. Dieses verpennt Buchau aufs neue zum Nachteil der Stadt, ohne Jugend keine Zukunft. Biberacher Wirte freut es wie zu hören war in Biberach.