Bad Schussenrieder erhalten neue Drehleiter – und treten ihr Fahrzeug nach Bad Buchau ab

. Feuerwehr von Bad Buchau rettet demnächst mit der alten Leiter von Bad Schussenried.

Feuerwehren im Federseegebiet rüsten auf

Zwei moderne, computergesteuerte Drehleiter-Fahrzeuge wird der Kreisfeuerlöschverband Biberach in nächster Zeit anschaffen – profitieren sollen davon jedoch gleich vier Feuerwehren im Landkreis. Während sich die Bad Schussenrieder und Biberacher über neue Fahrzeuge freuen können, werden auch die Kollegen in Bad Buchau und Erolzheim nicht leer ausgehen: Sie erhalten eben jene Drehleitern, die derzeit noch in Bad Schussenried und Bibe-rach im Einsatz sind. Das Besondere: Im Vergleich zu den Vorgängern wird das neue Modell nicht mechanisch, sondern per Computer gesteuert. Und es verfügt über einen abwinkelbaren Gelenkarm, mit dem die Feuerwehrleute gezielten Zugriff zu Dachgauben und anderen Engstellen haben.

Dass nun die nagelneue Drehleiter nicht bei seiner Wehr, sondern in der Garage der Bad Schussenrieder Nachbarn stehen wird, das stört den Bad Buchauer Kommandanten keineswegs. Zudem sei es sinnvoll, das erst diejenigen Feuerwehren mit den neuen Fahrzeugen ausgestattet werden, die bereits Erfahrung mit Drehleitern haben. „Und das gebrauchte Fahrzeug“, scherzt der Buchauer Kommandant, „wird von uns genauso gern in unsere Fuhrpark-Familie aufgenommen.“ Freilich gibt es triftigere Gründe, die für eine Aufrüstung der Wehren sprechen. Zu finden sind sie in den „Hinweisen zur Leistungsfähigkeit der Feuerwehren“, mit denen der Landesfeuerwehrverband und das baden-württembergische Innenministerium Kriterien für einen Standardeinsatz definieren. Darin ist etwa vorgeben, innerhalb von zehn Minuten am Einsatzort einzutreffen.

Bis die nächste Drehleiter aus Bad Schussenried bei einem Einsatz in Bad Buchau eintrifft, verstreichen jedoch schon mal 15 Minuten. Schlecht bei einem Brand in einem hohen Gebäude. Hier seien die Feuerwehrleute auf die 23 Meter hohe Rettungsleiter mit Korb dringend angewiesen, um Menschen zu retten oder das Feuer von oben gezielt bekämpfen zu können. „In Bad Buchau gibt es viele solcher hoher Gebäude“, berichtet der Kommandant. Sie dürften nach heutigen Gesichtspunkten aus Brandschutzgründen gar nicht mehr gebaut werden. „Freude und Beruhigung“

„Wir schaffen eben sehr gut zusammen“, ergänzt der Bad Schussenrieder Kommandant Andreas Sauter. So sei es für seine Wehr selbstverständlich, die Erfahrungen mit der Drehleiter an die Nachbarn weiterzugeben: „Wir werden die Bad Buchauer speziell für unser Fahrzeug einweisen.“ Zunächst werden die Bad Schussenrieder aber selbst eine Weiterbildung absolvieren müssen, um voraussichtlich im Frühjahr für den Einsatz mit dem neuen Drehleiter-Fahrzeug gerüstet zu sein.  SZGrüninger

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