Bad Buchau GHS – Professor Forchhammer bei der Kinder-Uni am Federsee

Großes Wissen für kleine Leute  – mit Professor Karl Forchhammer

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Zu Gast in Bad Buchau war Professor Karl Forchhammer, der sich an der Universität Tübingen als Mikrobiologe mit kleinsten Lebewesen befasst.

Viele Stoffe in unserer Umwelt verändern sich wie durch Zauberhand, erklärte er. Die Zauberer sind diese kleinsten Lebewesen, die überall vorhanden sind und uns immer umgeben. Bakterien sind das Spezialgebiet von Professor Forchhammer, der mittels Bildern und einem lebhaften Vortrag seine klitzekleinen Forschungsobjekte vorstellte.

Die Lieblingsbeschäftigung der Bakterien ist, so Forchheimer: „Fressen, fressen, fressen! Bakterien fressen, um sich dann zu vermehren.“ Wenn sie eine bestimmte Größe erreicht haben, teilen sie sich in zwei Hälften, „wie man eine Wurst mit einer Schnur in zwei Hälften teilen kann“. Diese Mutterzellen teilen sich dann später nochmals und nochmals in vier, acht, sechzehn..…vierundsechzig neue Zellen, führt er den Kindern ein Rechenbeispiel für exponentielles Wachstum vor. So sind die Bakterien im Prinzip unsterblich, außer „man erhitzt sie – dann sind sie tot“. Das Ergebnis: „So kann man Milch haltbar machen“ sagt Forchhammer. Bleiben die Bakterien in der Milch, so wird diese rasch sauer. Denn die „kleinen Gesellen“ fressen den Michzucker und scheiden stattdessen Milchsäure aus.

 

Der anschauliche Vortrag motiviert die Zuhörerschaft zu immer mehr Fragen: „Haben die Bakterien neben der Mutter auch einen Vater?“ „Haben Bakterien Augen?“ Forchhammer lobte die klugen Überlegungen: Seine Antworten: „Nein, hier braucht man nur eine Mutter.“ Und: „Augen haben sie keine, aber es gibt Bakterien, die vieles, auch Hell und Dunkel, wahrnehmen können.“
Foto: Professor Forchhammer bei der Kinder-Uni am Federsee

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