Bad Buchau „Bürgerzettel“ des Rathauses

Heute morgen schon was nettes in der Post. Das nenne ich mal eine gute Idee und  einen klasse Schritt in die richtige Richtung. Bürgerzettel, gelebte  Demokratie für alle verständlich, Informationen ungefiltert für die Bürger.

Hallo Herr Weiss,

ich (und ich glaube auch sehr viele andere Bürger) würden das gut finden. Unser gemeinsames Ziel ist es ja, Buchau vorwärts zu bringen.

Und ich bin hier der festen Überzeugung, dass je mehr Transparenz herrscht desto besser. Und vor allem auch je mehr (anstehende/getroffene) Entscheidungen in allen Aspekten publik gemacht werden und der Prozess “ Partizipation“ einfacher gemacht wird, desto mehr Bürger werden sich daran beteiligen.

Das Blog ist dann hier einfach der „Bürgerzettel“ des Rathauses, auf dem sich Bürger auch zu anstehenden Entscheidungen äußern können oder auch Kritik los werden kann. (=Ja auch anonym,liebes Rathaus!) Und das ist ganz sicherlich von großem Vorteil für Buchau. Das mag eine neue Form von Offenheit und auch Wettbewerb sein, aber genau dieser bringt nun mal am meisten Resultate.

3 Responses to Bad Buchau „Bürgerzettel“ des Rathauses

  1. Nichts mehr, wie es war sagt:

    Dieser Satz ist nun schon wiederholt gefallen und hat mich zum Nachdenken und Nachforschen ermuntert.
    Meine Angaben sind sicher aus verschiedenen Gründen lückenhaft. Aber wie wurde in vielen öffentlichen Sitzungen über Monate hinweg gerungen, nach der besten Lösung für die (nur die wichtigsten Beispiele)
    Umgehungsstraße L 275 (Lösung Variante 5 und 2) viele Jahre mit dicken Spalten in den Zeitungsberichten und kontroversen Abstimmungen im Gemeinderat. Verschiedene Bürgerversammlungen haben stattgefunden auch im Beisein von Landrat und Regierungspräsident. Wirklich harte sachliche Meinungsgegensätze prallten aufeinander mit Bürgerinitiativen (Landwirte und andere Interessengruppen).
    Marktplatzsanierung mit Ideenwettbewerb. Auch hier konnten die Bürger den intensiv geführten Werdegang des Entstehens eingehend mit verfolgen. Zunächst erfolgte der Ausbau der Poststrasse zur Abstufung der Ortsdurchfahrt L 270 über den Marktplatz und dann die Verkehrsberuhigung mit heißen Diskussionen mit der Geschäftswelt. Dann der Marktplatzbrunnen selbst!
    Ausbau des Marienheimes mit Gründung der Bürgerinitiative. Alle Vereine und Gruppierungen leisteten einen Beitrag mit Spenden und Taten. Der Gemeinderat hat zwei oder dreimal in Eigenregie ein Schlossfest ausgerichtet. Die Räte mit ihren Frauen und Familienangehörigen haben selbst gewirtet. Der Ausbau des Heimes war ein breit getragenes Anliegen, fast wie bei einem eigenen Häusle.
    Die viel beschworene Einigkeit und Zusammengehörigkeit in der Stadt ergibt sich nicht aus Verschwiegenheit und Nichtöffentlichkeit sondern stellt sich erst automatisch bei der geradlinigen Verfolgung bestens ausdiskutierter Lösungen ein.
    Ist es nicht so? Ist wohl in Vergessenheit geraten?

    • Neue Zeit sagt:

      Ob das noch jemand wissen will? Zum Lernen und zum Anleiten wohl schon gar nicht! Einsatz wie früher? Alte, unnütze Kamellen von gestern! Da schwelgt so ein Besserwisser aus der Gruft in alten Träumen. War alles ja viel einfacher und besser, ohne die destruktiven, zersetzenden Kräfte von heute. Sonst würden sich altgediente, langjährige, erfahrene Stadträte??? doch wohl anders einbringen, bzw. verhalten, meine ich. Oder sind sie der modernen Zeit halt auch nicht mehr gewachsen?

  2. am See sagt:

    Nichts ist mehr so, wie es war…ich glaube, dieser Satz bezieht sich auf die erste Amtszeit Diesch bevor Heinz Weiss in den Gemeinderat kam. Plötzlich schaut einer auf das Gesetz, lässt Entscheidungen der Gemeindeordnung überprüfen und stellt den Bürgern eine freie Möglichkeit zur Meinungsäußerung zur Verfügung. Na hoppla! Da ist wirklich nichts mehr, wie es war! Aus ist es mit dem sturen Befolgen der BM Vorlagen, aus ist es mit der Gemütlichkeit und dem Nichtstun, aus ist es mit der totalen Übereinstimmung und dem anschließenden Bier.
    Heinz Weiss sind natürlich gleich zwei dicke Brocken zugefallen. Der erste war der Missbrauch Diesch. Volles Entsetzen bei ihm über die Verschwiegenheitsabsprache, über Ratschläge und Vorschriften eines befangenen Bürgermeisters, über die mangelnde Objektivität der Presse und über die beschämende Art des BM in der Weihnachtsansprache im städtischen Federseejournal.
    Der zweite Brocken war der Wunsch des BM ein demokratisches Grundelement in der Gemeindeordnung zu verändern. So. In beiden Fällen werden die rechtlichen Belange überprüft.
    Na hoppla! Da ist wirklich nichts mehr, wie es war! Zwischenzeitlich kündigt der BM das Chaos an, nur er wäre bei einer Wiederwahl in der Lage, es zu retten. Er hätte gern den Austritt des „Heckenschützen“ aus dem Gremium. Hätte gerne, aber der ist ja nicht sein Angestellter, sondern ein Bürgergewählter. So. Aus ist es also mit dem „ mir machet, was mir wellat “, schließlich sind die Sitzungen des Gemeinderates keine Blaufahrt mit dem Omnibus, bei der nur der Reiseleiter Diesch bestimmt, wo es hingeht und er am Ende den Beifall und ein Trinkgeld bekommt. Wenn sich die Verwaltung und die Räte an Vorschriften gehalten hätten, gäbe es nicht dieses Aufbäumen gegen Herrn Weiss. Schließlich müssen gravierende Fehler eingeräumt werden.

    Es ist gut, dass nichts mehr ist, wie es war.

    Nur so kann Buchau seinen städtischen Pflichten nachkommen und die Stadt in Zeiten der Finanzkrise aufblühen lassen. Dann spreche ich nicht mehr von einer Blaufahrt Diesch, sondern von einer erfolgreichen Expedition am Federsee. Somit wäre die Frage meines Vorredners beantwortet: Sie (die alten Stadträte) wären der modernen Zeit gewachsen.