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Bad Buchau am Federsee

Auch die Kleinsten zeigen Größe

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Anlässlich der Veröffentlichung in der Schwäbischen Zeitung – Lokalteil- vom 10. März 2007 „Auch die Kleinsten zeigen Größe“

8 Antworten auf „Auch die Kleinsten zeigen Größe“

Anlässlich der Veröffentlichung in der Schwäbischen Zeitung – Lokalteil- vom 10. März 2007 „Auch die Kleinsten zeigen Größe“ möchte ich an meinen Bericht im Amtsblatt von Mitte Februar 2007 erinnern:

Generationswechsel beim Gemeindeverwaltungsverband Bad Buchau vollzogen.
Mit dem Ausscheiden von Bürgermeister Karl Sontheimer, Dürnau, am 31. Januar 2007 ist der letzte „Schultes“ abgetreten, der noch in der Vorkriegs- oder Kriegszeit geboren ist und damit die Generation des Neuaufbaus unseres Landes repräsentierte. Die jetzige Bürgermeistergeneration entstammt der Zeit des deutschen Wirtschaftswunders und anderer weitreichender Erkenntnisse auf allen Gebieten. Ich selbst wage zwar keinen Vergleich, ob die Entwicklungen insgesamt bzw. ineinander betrachtet ausgereifter sind. Auf jeden Fall haben sie sich bis in den letzten Winkel des kleinsten Dorfes durchgesetzt und auch die Menschen bis in die Seele hinein verwandelt.

Aber kehren wir wieder an den Federsee zurück.
Auch der Gemeindeverwaltungsverband hat sich nach seiner Gründung 1973 verändert – ich erinnere an die nicht unerhebliche Zurücknahme des Zuständigkeitskatalogs zugunsten der Gemeinden. Die Verbandssatzung in der jetzigen Fassung war Anpassungsprozessen unterworfen. Heute ist das Miteinander auf dieser Basis zur eingespielten Praxis geworden. Man kann diesen Verband lieben oder nicht, er hat jedenfalls gehalten, was man von ihm erhofft hat: die Wahrung der vollen kommunalen Selbständigkeit aller kleinen Gemeinden im Federseegebiet. Und irgendwie ist man sich doch näher gekommen, das Gemeinschafts- und Zusammengehörigkeitsgefühl ist gewachsen. Zusammenfassend würde ich sagen, der Sämling hat Wurzeln geschlagen, der Boden für weiteres Gedeihen ist angelegt.

Bei diesem Prozess kam es nie zu ernsthaften Störungen. Wenn man sich erinnert, wie bei Eingemeindungen die Teilorte oft miteinander gestritten, eifersüchtig sich mit anderen Ortsteilen um Vorteile gebalgt haben, so war es bei uns recht friedlich. Wir haben unsere Kraft auf die wirklich wichtigen Aufgaben konzentriert, was auch stets durch entsprechende Unterstützung von Land, Bund und EU gefördert wurde und sich somit mehr als gelohnt hat. Noch nie in der Vergangenheit wurde in jeder einzelnen Gemeinde so viel in die Infrastruktur investiert wie in dieser Zeit. Vergleicht man den Wandel im Erscheinungsbild aller Gemeinden in diesen 25 Jahren, so hat sich nahezu alles positiv verändert und vor allem ist die Geschlossenheit und Urbanität erhalten geblieben. Dies drückt sich vor allem im ehrenamtlichen Bereich, in der Vielzahl an Vereinen und beeindruckender Eigenleistungen, aus.
In aller Bescheidenheit ist ein gewisser Stolz angebracht.

Hinter all dem Gewachsenen stehen Menschen, Bürger mit Verantwortungsgefühl. Daraus herausgreifend möchte ich an die ausgeschiedenen Bürgermeister erinnern:
Alleshausen:
Alfons Brehm
Karl Weckenmann
Allmannsweiler: Georg Dudik
Karl Sontheimer
Bad Buchau: Hans Knittel
Harald Müller
Betzenweiler: Anton Wachter
Franz Gaiser
Dürnau: Karl Sontheimer
Kanzach: Josef Schirmer
Moosburg: Franz Gaiser
Oggelshausen: Theodor Weggenmann
Alois Dangel
Seekirch: Alois Fieseler
Tiefenbach: Hans Müller

Einen nicht unwesentlichen Anteil am heutigen Ergebnis hat aber auch die Verbandsverwaltung. Sie hat immer auf dem Boden „realisierbarer Möglichkeiten“ agiert und die Gemeindezuständigkeiten geachtet. Der Gemeindeverwaltungsverband als eigene politische Rechtspersönlichkeit hat auf Selbstverherrlichung verzichtet, ohne dabei aber an Effektivität einzubüssen. Hilfe zur Selbsthilfe für die angeschlossenen Gemeinden war für die leitenden Beamten Konrad Hummler, Alfred Nuber und Franz-Xaver Menz Grundgesetz ihres Handelns.

Wichtig für die Zukunft erscheint mir, dass jede Generation die anstehenden Aufgaben nach bestem Wissen und Können annimmt und die Chancen, die sich daraus ergeben, ergreift, wobei durch die zunehmende Verflechtung eine Orientierung nicht gerade erleichtert wird. Ich beneide die jüngere Generationen nicht, hoffe und wünsche mir aber, dass die Schicksalsführung durch Glück und Vorsehung auch dieser erhalten bleibt.

Die Stellungnahmen in der SZ von BM Ralf Kriz, Oberamtsrat Alfred Nuber und Landtagsabgeordneten Peter Schneider kann ich nur unterstreichen. Dagegen wundern mich die völlig unnötigen aber auch voreiligen Aussagen von BM Peter Diesch als Vorsitzender dieses Verbandes. Er deutet Zukunftszweifel an, die jeder konkreten Grundlage entbehren. So etwas kann in der Politik schnell zum Bummerang werden

Harald Müller
Verbandvorsitzender a.D.

Von Harald Müller am 10 März, 2007 20:21 unter Gemeindepolitik veröffentlicht.

Bitte verzeihen Sie mir die Ausdrucksweise: aber ich finde das echt zum ‚kotzen‘. Zuerst beweihräuchern Sie sich und die ganze Bürgermeistergilde selbst, und dann kloppen Sie mal wieder kräftig auf Ihren Nachfolger ein. Haben Sie das nötig? Oder nix besseres zu tun?
Und wo bleiben die Verdienste der vielen Gemeinderäte der letzten Jahrzehnte?

Stimmt, die Verdienste der Gemeinderäte sollten dringend hervorgehoben werden. Wer weiß wie lange wir noch davon zehren müssen, bis was verdienstvolles nachkommt,echt!

Also über Aussagen und Sachfragen lässt sich ja stets trefflich diskutieren. Aber es ist auch eine Frage des Stils und des Charakters, wie man mit seinem Nachfolger umgeht – noch dazu in der Öffentlichkeit. Manche kapieren’s einfach nicht, dass ihre Zeit vorbei ist.

Anregende, hinweisende und sachdienliche Hinweise sind doch ok.
Wer kann da was dagegen haben. Ist mir doch unverständlich. Laien die Beifall klatschen haben wir genug, bis in die höchsten Ebenen.
H.B.

Zunächst einen Dank an unseren Altbürgermeister für diesen interessanten und sachlichen Beitrag. Dies gilt auch für einen weiteren vom 9. Dez. 2006 unter dem Titel „Gemeindepolitik ..“. Beweist er doch mit diesen Beiträgen die weitere Verbundenheit mit Bad Buchau.

zum Kommentar vom 12.März 2007, 11:36 Uhr:
Der Kommentator ereifert sich in einer ungeheuerlichen und beleidigenden Art gegenüber dem Altbürgermeister. Sein Schreibstil und die Ausdrucksweise lassen den Verdacht zu, dass es sich hier wahrscheinlich um den Gemeinderat A.H. handelt. Dieser hat noch viel weniger begriffen, dass seine Zeit längst abgelaufen ist. Als Leitwolf in einem schwachen Gemeinderat (überwiegend Kopfnicker) spielt er sowieso nur den Wichtigtuer und egozentrischen Besserwisser.

Und was kann denn unser Alt-BM Harald Müller dafür, dass sein Nachfolger BM Diesch solche unnötigen und voreiligen Aussagen macht. Dieser benimmt sich wiederholt wie ein Elefant im Porzellan-Laden, ohne Diplomatie und ohne das richtige Gespür für die Sache. Er wird es wohl nie schaffen, auch nur annähernd in die Fussstapfen seines Vorgänger zu treten. Dazu fehlt ihm ganz einfach die Kompetenz und der richtige Charakter.
T.B.

Auch ein Altbürgermeister, zumal er noch in unserer Stadt als Bürger wohnt, darf sich doch Gedanken machen. Natürlich verständlich, wenn unangenehme Themen getroffen werden, dass man versucht ihm einen Maulkorb umzuhängen. Aber muß es gleich so „unflätig“ sein?

Viele glauben ja heute generell bei Älteren: „Die Zeit ist vorbei“, sie haben nichts mehr zu bestellen und schon gar nichts mehr zu sagen. Nur die Politiker zählen notgedrungen noch auf das Alter und setzen das Arbeitsleben kräftig nach oben.

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