Altertumsverein Bad Buchau hat neue Vorstandsschaft


Der Verein für Altertumskunde und Heimatpflege mit Federseemuseum Bad Buchau am Federsee e.V. hat in seiner außerordentlichen Mitgliederversammlung nach Rücktritt des bisherigen Vorsitzenden Dr. Bertram Tschirdewahn und seines Stellvertreters Alois Dangel, Oggelshausen sowie des Beisitzenden Wolfgang Bösch, Uttenweiler, Neuwahlen des gesamten Vorstandes durchgeführt. Werner Welsch, über 40 Jahre Kassier des Vereins, musste aus dringenden gesundheitlichen Gründen das Amt niederlegen. Entsprechend der Wichtigkeit der Versammlung fanden sich rd. 50 Mitglieder und Gäste ein.

Dr. Bertram Tschirdewahn gab zunächst einen Überblick über das Rumpfgeschäftsjahr 2010. Gewisse Sorgen bereiten immer schon die Besucherzahlen. Es ist sehr schwierig, durch entsprechende Veranstaltungen und Programme die notwendige Anziehungskraft zu entwickeln. Dies wurde dieses Jahr insbesondere mit dem Schüler und Kinderprojekt „Steinzeit auf der Spur – Forschen-Entdecken-Begreifen“ erfolgreich versucht. Auch die Fortsetzung der Sonderausstellung „Mord im Moor“ mit veränderten Schwerpunkten und die Wanderausstellung „Korn der Steinzeit „ haben dazu beigetragen in etwa den Besucherstand zu halten. Er dankte Dr. Baumeister, dem Leiter des Federseemuseums und seinen Mitarbeitern und Helfern für die wiederum enormen Kraftanstrengungen bei Entwicklung und Durchführung dieser Programme. Dem Württ. Landesmuseum, Konstanz, verdanke man ebenso wichtige fachliche Beratung und personelle Unterstützung. Er dankte allen, die ihn in den fast 14 Jahren Vorstandschaft wohlwollend begleitet haben: der Stadt mit Bürgermeister und Gemeinderat, den Spendern, Förderern und allen Bediensteten. Mit deren Hilfe konnte das Museum die Anforderungen stets annehmen und die Aufgaben bewältigen.

Kassier Welsch konnte in seinem Kassenbericht die bisher ausgeglichene Kassenbilanz bestätigen. Im Moment habe man noch eine schwarze Null zu verzeichnen. Die Kasse ist geprüft. Die Geldbestände gewährleisten einen weiteren ordentlichen Zahlungsverkehr und geben Rückhalt bei kleineren Vereinsaufgaben. So konnte dem Kassier und der Vorstandschaft einstimmig Entlastung erteilt werden.

Leider habe man sich bei gewissen Vorstellungen, was die Fortentwicklung des Federseemuseums betreffe, auseinandergelebt. Deshalb hätten er und andere Mitglieder des Vorstandes bei der letzten Mitgliederversammlung im Frühjahr angekündigt ihr Amt zur Verfügung zu stellen. Dies werde nun vollzogen.

Die Neuwahlen des Vorstandes erbrachten folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Dr. Karl Sandmaier, Stellvertretender Vorsitzender Helmut Diesch, Schriftführer wie bisher Klaus Günther, Kassenverwalter Karl-Heinz Kleinau, Beisitzer Dr. Wolfgang Blumenschein, Bad Schussenried. BM Peter Diesch ist kraft Amtes im Vorstand.

Auf Antrag von Dr. Bertram Tschirdewahn wurde dem Kassier Werner Welsch für seine wertvollen Verdienste um den Verein durch die Versammlung die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Mit einem kleinen Geschenk bedankte er sich bei ihm und seiner Frau für die stets umsichtige Arbeit.

BM Diesch bedankte sich bei den Scheidenden mit einem Buchgeschenk. Sie hätten das Museum in schwierigen Zeiten“ gut vorangebracht“. Er gratulierte den Gewählten und sicherte ihnen die weitere Unterstützung der Stadt zu. So stehe zur Zeit die Dachsanierung des Museumsgebäudes mit nahezu 400.000 Euro zur Entscheidung an.

12 Responses to Altertumsverein Bad Buchau hat neue Vorstandsschaft

  1. Nicht mit mir sagt:

    Die Formulierung “Verein und Stadt hätten sich auseinandergelebt“ ist sehr diplomatisch gewählt. Einfach typisch Bad Buchau. Hier wird nichts mehr deutlich benannt, außer Herr Weiss oder auch der Stadtstreicher tun das. Mich kotzt dieses Getue schon lange an. Drückt Euch doch nicht alle immer um die reine Wahrheit herum. Dieses unsaubere Gewasche bringt uns nicht weiter. Zivilcourage ist hier besonders verpönt. Arme Stadt und ihre Bürger. Waren es beim Federseemuseum nicht klare und unüberbrückbare Differenzen zwischen Vereinsführung und Stadt? Aber welche? Warum sonst der Rücktritt? Das würde mich natürlich als Bürger, der sich selbst gerne eine eigene Meinung bilden würde, schon interessant. So hat man im Mittelalter schon die Untertanen behandelt und sie für dumm verkauft. Wo ist Bad Buchau eigentlich stehen geblieben? Im Steinzeitdorf? Bin mal auf den Bericht in der Schwäbischen Zeitung gespannt.

    • Nicht mit mir sagt:

      Heute steht ein Bericht auch in der SZ. zu lesen. Natürlich genauso inhaltslos, was meine Fragen zwecks Rücktritt der Vorstandsmitglieder anbelangt. Ich habe es auch nicht anders erwartet. Wäre ja ein Wunder. Den meisten scheint es so wie so egal zu sein. Also was soll’s.

  2. tiefe Entäuschung sagt:

    Über die Generalversammlung des Altertumvereins im Frühjahr 2010 ist scheinbar überhaupt nicht berichtet worden. Zumindest habe ich nach langen Suchen nichts gefunden. Auch als Vereinsmitglied habe ich nie eine Erklärung über den Rücktritt der Vorstandschaft etwas gehört. Das befremdet mich natürlich schon. Daher kann ich die Verärgerung von „@ nicht mit mir“ gut verstehen und auch seine Argumente teilen. Vereinsmitglieder sind halt recht zum Bezahlen, wenn es auch nicht viel ist. Aber das ändert nichts an der Unwissenheit, in der man uns mit voller Absicht hält. Eine Parallele zum Geheimdienst der Stadt. Offenheit findet man tatsächlich in Bad Buchau kaum mehr irgendwo. Ich weiß gar nicht, warum wir Bürger das verdient haben. Was sind denn das für Zustände.
    Natürlich wundert es mich, warum in dieser langen Zeit zwischen den beiden Generalversammlungen, es zwischen der Stadt und dem Verein keine Annäherung der Standpunkte gegeben hat. Ist alles so festgefahren? Waren die Differenzen so tief und schwerwiegend? Oder hat man überhaupt keine Gespräche miteinander geführt? Lauter Rätsel ohne Lösung. Eine bodenlose Unverschämtheit, ein Mitglied, einen Bürger so hängen zu lassen, ist es auf jeden Fall. Meine Bereitschaft sich für Verein und Stadt zu engagieren, hat sich dadurch erledigt. Als letzter A…. hat man das auch nicht mehr nötig. Das ist mein Fazit. Auf verlogene Worte und ranzigen Balsam in Weihnachtsbotschaften kann ich dann auch noch verzichten.

  3. Ein Vereinsmitglied sagt:

    Ein Kompliment an die Redaktion wegen der raschen und guten Berichtserstattung über die Jahresversammlung! Die Schwäbische Zeitung scheint wieder einmal zu schlafen. Den beiden vorherigen Kommentarschreibern kann ich nur empfehlen, Mitglied im Altertumsverein zu werden und regelmäßig die Veranstaltungen zu besuchen. Dann sind sie bestens informiert!

    • Heinz Weiss sagt:

      Danke Danke, amfedersee.de bemüht sich.
      Wer Mitglied ist kann doch einiges erfragen und dran bleiben an dem Thema. Ganz im Unklaren sollte man seine Mitglieder aber nicht lassen, immerhin unterstützen sie den Verein mit Ehrenamtlicher Tätigkeit und was ganz wichtig ist mit Bargeld in Form eines Jahresbeitrages. Das Museum braucht jeden Euro. Als zukünftiges Weltkulturerbe steht es ganz schön renovierungsbedürftig da. Dass die SZ-BC-Rie. nicht davon berichtet ist klar, wenn sie nicht eingeladen wird. Hauptsache einseitige langweilige Berichte aus der Gemeinderatssitzung Bad Buchau ( gleicher Text, gleiches Thema) erscheinen regelmäßig. Somit glauben einige ist der vertretbare Informationsbedarf der Bürger sicher gestellt. Ob sie damit zufrieden sind bleibt jedem selber überlassen. Das so nebenbei, dennoch sollten Sie sich jeder einen Betritt im Verein überlegen, es ist für unsere schöne Stadt die allen so am Herzen liegt.

  4. Verreinsmitglied sagt:

    Jetzt ist klar, was sich im Hintergrund abgespielt hat, was zum Führungswechsl führte. Der bisherige Vorstand hatte für die Zukunftgestaltung des Museums und dem Gelände eine Vorstellung, die viel zu teuer war und von der Stadt nicht getragen werden konnte. Eine vorgschlagene Lösung eines Vereinsmitglied wurde von der Stadt begrüßt , aber vom Vereinsvorstand nicht akzeptiert. Also ein ganz normaler Vorgang, der von vernünftigen Männern auf diese Art durch Neuwahlen bereinigt wurde. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass eine hochgestellte frühere Persönlichkeit innerhalb von Stunden den am federsee den Sitzungsverlauf zugespielt hat. Ich wundere mich darüber und bin enttäuscht. Deshalb konnte der offizielle Bericht des Beauftrgten erst später in der SZ erscheinen.

    • Nicht mit mir sagt:

      @ Vereinsmitglied
      Danke für diese private Aufklärung im Vorstandswechsel. War diese fast alltägliche, sachliche Differenz denn so schwerwiegend, dass fast der ganze Vorstand zurücktreten musste? Konnten diese Unterschiede auch nach über einem halben Jahr Bedenkzeit nicht ausgeräumt oder angeglichen werden? Schon schwer verständlich unter erwachsenen Menschen, wie hier behauptet wird. Hinter vorgehaltener Hand kursieren aber auch ergänzende Varianten. Aber wenn es wirklich so ist, muss man es halt hinnehmen. Das kann man aber auch in der Zeitung veröffentlichen. Auch ich habe mich bemüht einen Bericht von der Frühjahrsgeneralversammlung aufzutreiben. Ohne Erfolg.
      Erfreulich, wenn dieses Mal zum Ausgleich sogar zwei Berichte auftauchen. Es hätte ja sein können, dass man sich offiziell wieder in Schweigen hüllt. Also war es reine Selbsthilfe eines Besuchers. Was soll daran verwunderlich oder enttäuschend sein? Oder war der Bericht in „am federsee.de falsch?

  5. Heinz Weiss sagt:

    Wir freuen uns über jeden Bericht der direkt aus der Mitte eines Vereins kommt. Wer sonst kann direkt und Themen bezogen Vorkommnisse mitteilen. Ein Sonntagmorgenstammtisch-Gelaber mit 2 Ltr. Rotwein verdünnt am hellen morgen, findet im Federsee.de kein Zugang zur Veröffentlichung, das lassen wir mal schön im Wirtshaus.
    Fakten und Namen dahinter sind immer besser und informativer. Daher nochmals vielen Dank für die offene und ehrliche Berichterstattung, die jedem Bürger zusteht meiner Meinung nach. Offen Diskutieren ist allemal besser und verständlicher für die Bürger. Warum sollte man enttäuscht sein über ehrliche Mitteilungen. Wo liegt das Problem?
    Ich hoffe doch sehr dass es im Museum zu keiner Geheimniskrämerei kommt durch den neu gewählten Vorstand. Das wäre jetzt das Letzte was gebraucht wird, Mitglieder werben ist angesagt. Von Anfang an: offen ehrlich und informativ bitte.

    • svbbua sagt:

      Also Herr Weiss –
      mit Beispiel voran und Mitglied werden – oder sind Sie es schon??
      Denn nur als Mitglied kann man gestalten und nicht zuletzt auch gewählt werden, um noch mehr gestalten zu können…

      • Heinz Weiss sagt:

        Für Gestaltung hat Buchau seit Jahren seine bewährten „Gestalten“. Das daraus hervorgehende Dauererscheinungsbild ist zur Zufriedenheit aller wie man sieht und auf Jahre hinaus gesichert, trotzdem vielen Dank. Braucht es mehr… lach?

  6. VereinsmitgliedB sagt:

    Der Altertumsverein hat eine lange Tradition und feiert noch in diesem Jahrzehnt seinen 100-jährigen Geburtstag. Er hat in der Vergangenheit viel geleistet auf das er stolz sein kann und sollte daher überlegen wie er sich jetzt konsolidiert, den Neuanfang gestaltet. Dies verlangt Bürgerinnen und Bürger der Region, aber vielleicht auch ein wenig mehr Selbstbewußtsein und Emanzipation gegenüber den staatlichen Verbündeten, die gerade in dürren Zeiten, wenn keine warme Geldregen organisiert werden können, nicht viel helfen können. Dem Verein und seinem Museum ging es am besten als die Buchauer noch mitbestimmen durften, was gemacht werden soll. Buchau hat viele gute stadtgeschichtliche Themen. Die Pfahlbauforschung ist wichtig, aber nicht alles. Und auch ein nahendes Weltkulturerbe ist keine Garantie im Rahmen einer Vollkaskoversicherung. Also Bürger von Buchau, tut was. Das fällt mir als auswärtigem Vereinsmitglied dazu ein.

  7. Altertum sagt:

    Die neue Vorstandschaft ist fragwürdig für mich. Gab und gibt es wirklich keine Adäquate Nachfolge für den alten Vorstand, der das Handtuch warf. Ein Herr Bösch oder Dr. Tschirdewan haben hohe Maßstäbe gesetzt und sind enttäuscht von dannen gegangen. Hoffentlich funktioniert das erfolgreich mit dem neuen Vorstand , sonst wird’s blamabel für unser Federseemuseum. Der jetzige Zustand lässt viele Sanierungswünsche offen, so kann es auf Dauer wirklich nicht weiter gehen. Wo kommt das Geld zur Sanierung her, 1 Million € ist garantiert zu wenig, wie man weiß.