Alarmierendes haben Polizei und Staatsanwaltschaft

Kurzbeschreibung: Alarmierendes haben Polizei und Staatsanwaltschaft nach mehrmonatigen Ermittlungen in der Drogenszene festgestellt. Zum Einen geraten schon 14- bis 15-Jährige in den Drogensumpf, zum Anderen scheint Rauschgiftkonsum auch auf dem flachen Land in allen gesellschaftlichen Schichten schick zu sein. Insgesamt wird der-zeit gegen rund 80 Dealer und Konsumenten aus dem Raum Laupheim und Biberach ermittelt. Dabei sind ersten Erkenntnissen zufolge Drogen im Kilobereich gehandelt worden.

Eindeutige Anhaltspunkte für das umfangreiche Ermittlungsverfahren haben die Fahnder am Wochenanfang im Raum Biberach und Laupheim sowie in einer Gemeinde im Landkreis Ravensburg gewonnen. Bei zehn Hausdurchsuchungen kamen die Fahnder auf die Spur von etlichen lokalen und überregionalen Dealern. Außerdem stellte die Polizei eine Vielzahl kleiner Drogenmengen sicher. Marihuana und Haschisch waren ebenso darunter wie Amphetamine, Heroin und berauschende Pilze. Weiterhin entdeckten die Beamten verbotene Gegenstände nach dem Waffengesetz, vermutliches Diebesgut aus Einbrüchen und Baustellendiebstählen sowie sonstiges Beweismaterial.

Unter den rund 80 Verdächtigen aus dem Raum Laupheim und Biberach befinden sich auch etliche Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren. Die Abgabe von Drogen an diesen Personenkreis, sprich Minderjährige, stellt ein Verbrechen dar und wird mit einer Freiheitsstrafe von nicht unter einem Jahr bestraft. Auffallend ist auch, dass sämtliche gesellschaftliche Schichten von dem Ermittlungsverfahren tangiert sind. Die Sparten reichen vom Arbeitslosen bis zum Akademiker. Dabei handelt es sich überwiegend um im Landkreis geborene und aufgewachsene Personen.
Auffallend an dem jetzigen Verfahren ist, dass sich die Konsumenten und Dealer extrem abschotten. Die Weitergabe der Drogen sowie deren Konsum erfolgen überwiegend in Privaträumen, was die Arbeit der Ermittlungsbehörden erheblich erschwert.
Dennoch sind in den letzten Wochen und Monaten äußere Anzeichen des Drogenkonsums nicht verborgen geblieben. Auf Parkplätzen und Waldwegen sowie sonstigen Treffpunkten sind immer wieder Einwegspritzen und andere Drogenutensilien gefunden worden.

Info

Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist der Konsum von illegalen Drogen höchst besorgniserregend. Die Gefahr einer psychischen und physischen Abhängigkeit ist noch größer als bei Erwachsenen. Besonders gefährdet sind Menschen, die nicht gelernt haben, Konflikte „durchzustehen“ oder Enttäuschungen zu ertragen, Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl, Furcht zu versagen, Angst, in der Gruppe nicht akzeptiert zu werden sowie Menschen, die von Langeweile, Wut, Angst, Einsamkeit erdrückt werden. Auch das soziale Umfeld, beispielsweise Schwierigkeiten in Familie und Schule können die Gefahr eines Drogenkonsums steigern. Wichtig für Eltern ist es, sich selbst über Drogen und deren Gefahren zu informieren. Nur so lassen sich Anzeichen eines Drogenkonsums beim eigenen Kind erkennen.

Informationen gibt es im Internet unter www.polizei-beratung.de sowie unter www.jugendschutztrainer.polizei-beratung.de. Mit der Caritas in Biberach steht Eltern oder Betroffenen auch eine örtliche Ansprechstelle zur Verfügung. Die „Beratungsstelle für Suchtkranke/Angehörige“ ist unter der Telefonnummer 07351/5005-170, zu den üblichen Bürozeiten zu erreichen.

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