AfD: keine Altdackel für Deutschland….

Wie lang will die AfD noch bei jedem Thema herumstreiten? Aus für Deutschland

Der AfD-Abgeordnete Norbert Kleinwächter (r.) hat noch während der Bundestagsrede seines Fraktionskollegen Steffen Kotré den Saal verlassen und twitterte, er distanziere sich von dieser „widerlichen Putin-Propaganda“.

Von KEWIL | Es ist zum Davonlaufen! Da kriegt die AfD von den herrschenden Altparteien ein knackiges Thema nach dem anderen serviert, mit dem man sich unterscheiden und Wähler einsammeln könnte, und ein ums andere Mal werden diese Diskussionen vergeigt und zum Schaden der Partei endet alles wieder im Streit. Neuer Streitpunkt natürlich Russland und die Ukraine.

Da sagt einer was, der andere redet das Gegenteil und will dem ersten sogar den Mund verbieten. Und das zieht sich hin und her von Ost nach West und rauf und runter von ganz oben in der Bundestagsfraktion bis zu den Austritten einfacher Parteimitglieder in irgendwelchen Ortsverbänden.

Jedes Mal, wenn man sich die hervorragenden Reden der AfD im Bundestag anhört, ist man erstaunt und begeistert. Und es sind ja auch die besten Reden im Bundestag seit einigen Jahren. Warum aber, fragt man sich, gibt es niemand in der Partei, der einfache Kompromissformeln bei strittigen Punkten vorgibt, mit denen alle leben könnten.

Bestes Beispiel das letzte Thema, um Honig saugen zu können: die Impfpflicht und Corona. Warum konnte man nicht gleich sagen, das ist jedem seine Sache. Wer sich als Erwachsener impfen lassen will, kann das natürlich, und wer keinen Piks will, auch gut. Die AfD hält sich da raus und will keine Vorschriften, ist und bleibt aber impfkritisch und fertig.

Und das ginge mit Putin genauso: Die AfD verurteilt den russischen Angriffskrieg in der Ukraine schärfstens, gibt aber auch dem Westen und der NATO eine Mitschuld. Kriege haben meistens eine jahrelange Vorlaufzeit und starten nicht erst am Tag des Einmarsches! Und basta. Damit müsste doch jeder AfD-Abgeordnete und Funktionär leben können, ohne dass man sich bekriegt. Und jedem bliebe damit genügend Freiraum für eigene Akzente.

Im übrigen haben für mich als Westler durchaus die Parteimitglieder im Osten mehr zu sagen und das größere Gewicht. Die östlichen Landtage und die Stimmzahlen im Osten sprechen doch für sich. Wer 25 Prozent der Wählerstimmen holen kann, hat doch das bessere Konzept und die richtigeren Ideen als ein Landesverband im Westen, der bei der nächsten Wahl froh sein muss, wenn er wieder sechs Prozent kriegt.

Jetzt ist endlich der Spalter Meuthen draußen, da erwarten wir Wähler was anderes als diese dauernde Streiterei in der AfD, wie sie aktuell von der Jungen Freiheit beschrieben wird. Schluss damit!

Deutschland braucht die einzige echte Oppositionspartei dringend. Es gibt noch Themen genug!

do guck na:

Genau das, ist ja seit Jahren auch mein Kritikpunkt. Die AfD kommt einfach nicht „aus dem Quark“.
Sie zeigt sich auf der Straße nicht,sie bewegt und begeistert nicht. Sie greift die etablierten Altparteien auch kaum an.
Wollen die Verantwortlichen einfach nicht mehr,als sich noch ein wenig an den fetten Trögen zu laben?
In dieser Form und diesem Verhalten,ist diese Partei dem Untergang Preis gegeben.
Gestartet als Kanzler jagender Tiger,und gelandet als Katze,die ihre Krallen nur noch zum „Milchtritt“ ausfährt !

Möchte bei aller AfD-Kritik eines vorweg feststellen:

Es gibt bei der AfD etliche Ortskräfte, die mutig fleißige Arbeit im Sinne der Wählerschaft leisten.
Diesen Menschen muss man heute, wo sie vom Mainstream und den Kartell-Parteien oftmals gnadenlos beleidigt und ausgegrenzt werden, sehr dankbar sein.

ABER:
In den Führungs-Zirkeln der AfD sitzen etliche „satte“ Funktionärs-Typen, die nicht in der Lage sind, eine wirklich alternative Politik mit eindeutigen Aussagen (!) zu vertreten und dazu öffentlich an einem Strang zu ziehen. Das hat etliche Ursachen.

Eine Ursache für Mängel bei der AfD ist ein völlig desolates Management auf den meisten Landesebenen und besonders auf Bundesebene.

Partei und Fraktion im BT arbeiten – nach meinem Eindruck – nicht professionell genug, bedienen sich auch nicht der Mittel, um professionell aufzutreten und Ziele zu verfolgen.

Das erste Ziel müsste sein:

Zerschlagung des GEZ-Zwangs-Molochs auf allen nur denkbaren Ebenen und bei allen sich bietenden (zu wenigen) Gelegenheiten. Das beginnt bei täglich einzureichenden Anzeigen wegen Naxchrichtenverfälschungen, Ausgrenzung der AfD usw.

Auch müssten bei jeder Gelegenheit AfD-Vertreter z. B. standdardmäßig im Zwangs-TV auf die permanente Ausgrenzung der AfD verbal am Mikro immer erst einmal hinweisen – bevor sie dann zur Sache selbst etwas reden. Und zwar selbstbewusst und verständlich!

Dazu aber muss man Funktionäre schulen! Nichts geschieht in dieser Hinsicht. So aber wird viel dummes Zeug bei den wenigen Gelegenheiten im TV verbreitet.
Ich selbst machte der AfD zig Vorschläge, alles durchdacht. Nichts geschieht.

>> Die Führung muss radikal erneuert werden, damit die Partei wählbar bleibt oder (wieder) wird.