Abschied vom Go-In

Wer letztes Wochenende seine Lieblingsdisco in Kanzach besuchen wollte wird es bereits erfahren haben – das Go-In hat zu gemacht.  Diesmal war es kein Gerücht, wie sie in den letzten Jahren mehrfach kursierten, sondern endgültige Realität. Der Pachtvertrag ist gekündigt und die Türen sind verschlossen. Trotz den ewigen Problemen wegen Ruhestörung ist dies nicht der Grund für das Aus, sondern schlicht die Zeit. Der Betreiber Joe verbringt seine Wochenenden schon seit längerem nicht mehr im Go-In, stattdessen managten seine beiden Söhne neben dem Studium erfolgreich den Discobetrieb. Inzwischen fehlt aber beiden die Zeit und da sich der Betrieb auch wirtschaftlich nicht wirklich lohnt, bleibt als letzte Lösung nur die Schließung.

Damit schließt dann wohl die letzte „Buchauer“ Disco und wird eine große Lücke hinterlassen. Für viele Generation um den Federsee war das Go-In der Ort an dem sie ihre Jugend verbrachten und mit dem sie wichtige Erfahrungen und Erinnerungen verbinden. So gesehen hat das Go-In einen wichtigen Teil der Jugendarbeit übernommen, der ohne den großartigen Einsatz von Joe und seinen beiden Söhnen Jan und Dani nicht möglich gewesen wäre. Im Namen der Jugend möchten wir den dreien und allen, die über die Jahrzehnte diese einmalige Provinzdiscothek am Leben hielten, ausdrücklich danken.

6 Responses to Abschied vom Go-In

  1. Susanna sagt:

    So schade dass es jetzt zu hat. War immer so toll im goin! Wenn ich die Bilder seh tut es mir richtig weh. Kanns noch gar net glauben dass alles vorbei sein soll 🙁

  2. nein nein nein sagt:

    das darf doch nicht wahr sein; echt schade!!!! apropos, das war keine buchauer disco — sondern kanzacher!!!

  3. Harald Müller sagt:

    Zur Veröffentlichung „Abschied vom „Go in“
    Nach meinen Erinnerungen wurde das „Go in“ 1979 oder 1980 gegründet. Es bestand also ca. 30 Jahre. Ich glaube, das ist erwähnenswert.
    Als Vater aus Bad Buchau, dem das „Go in“ sehr vielen Jahren auch schlaflose Stunden beschert hat, weil meine Kinder hier Stammgäste waren, möchte ich heute doch danken. Dieser Treffpunkt im Federseegebiet hat den Jugendlichen weitere und damit gefährlichere Anfahrtswege erspart (manche haben auch mit dem Fahrrad oder per pedes diese Entfernung überwunden). Das „Go in“ übte eine magnetische Anziehungskraft aus, denen die Eltern früher oder später einfach erlagen. Das lag wohl in erster Linie auch am Betreiber Josef (Joe) Pfeiffer und seinen Helfern, die es verstanden , den Jungen eine Atmosphäre anzubieten, in denen sie sich sauwohl fühlen konnten. Nun, reich sind die Lokalinhaber in ihren Nebenjobs bei fast schlaflosen Nächten ganz sicher nicht geworden. Da spielte schon auch eine Portion Idealismus, Begeisterung und Freude an der Jugendarbeit eine Rolle, an die ich heute schon auch erinnern will (siehe nächster Absatz). Letztlich sind sicher viele Eltern froh und dankbar, dass es über die „wilde Zeit“ ihrer Kinder hinweg eine solch „sturmfreie Bude“ gegeben hat.
    Ich möchte in diesem Zusammenhang daran erinnern, das Josef (Joe) Pfeiffer von 1979 bis 1984 (als jüngster Gemeinderat in der städt. Geschichte) und von 1994 bis 1999 nochmals dem Gemeinderatsremium angehörte. In der Wahlperiode 1989 -1994 war J. Pfeiffer (Jugendliste) zwar gewählt, er konnte wegen der Zugehörigkeit seiner Tante Eugenie Pfeiffer jedoch aus Befangenheitsgründen das Amt nicht antreten. Für Ihn rückte Dietmar Ruetz nach. Von 1984 bis 1989 gehörte von der Jugendliste Markus Merkle dem Gremium an. Neben dem privaten „GO in“ in Kanzach etablierte sich das „öffentliche“ Juze in Bad Buchau unter der Selbstverwaltung der Jugendlichen. Die Heranwachsenden waren damals aktiv und kreativ. Sie engagierten sich auch politisch sehr verantwortlich am Gemeindegeschehen.

  4. Kirk Cobain ist Tod! sagt:

    Ein Foto zeigt Essig, den einzigen der wahrscheinlich seit dem Tag der Eröffnung des GOINs bis zur Schliessung (wie man sieht) ununterbrochen dabei war! Und ich glaube immer noch, entgegen aller widersprüchllichen Aussagen, er hat das GOIN nie verlassen, nicht eine Minute!!! :-))

    Auch ich durfte meine Jugend im GOIN verbringen, jeden Donnerstag, FReitag und Samstag gab es keine Absprachen mit Freunden wo man sich trifft, bzw. was man macht, es gab eine Zentrale und das war das GOIN! Meist blieben wir dort und hatten eine riesen Sause und endlosen Spass, evtl. ging man anschliessend noch woanders hin, aber Treffpunkt war immer dieser alte Saustall in Kanzach!

    Ich weiss noch wie meine Eltern die Krise bekamen als ich mit 14 das erst mal dort hin wollte… lauter KIffer und Drogen und böse Rocker gibt es dort, war die „Legende“ und ja, es roch ab und an mitten unterm Jahr nach süssem Weihrauch, aber nichts was es woanders nicht auch gegeben hätte und im Gegensatz zu anderen Diskos, hatte man hier im Personal wirkliche Ansprechpartner!

    Die gesamte Beck-Sippe sei hier erwähnt die über die Jahrzehnte dem GOIN ihre treue Unterstützung zukommen liessen! Und die Sound-Aufleger… GOIN ROCKS!!!! Ihr wart einfach nur Geil!!!

    Jeden Abend ging ich total nassgeschwitzt heim vom tanzen und jubeln, weil es einfach nur Klasse war! jeder Song toppte den ohnehin schon genialen Vorsong… Euch auch ein Riesenlob!!! Das hatte Profiniveau! Ok, ausser Kojak :-))

    Und obwohl das GOIN einen zwielichtigen Ruf hatte, waren meine Eltern froh, mich dort zu wissen und nirgends anders und ich hatte dort unzählige Kumpels, jeder kannte jeden. Und aus mir ist sogar ein anständiger Bürger geworden… welch Wunder!!! 🙂 trotz oder gerade wegen des GOINs!!!!

    Lange Rede kurzer Sinn:

    Euch allen, die das GOIN aufgebaut haben, es über Jahrzehnte betrieben haben, allen Helfern die eingeschenkt oder aufgelegt haben, die für Ordnung gesorgt oder Eintritt kassiert haben, die geputzt und geackert haben, damit dieser Schuppen eine geile „Party-Bude“ sein konnte, euch allen ein super super super Dankeschön! Mein Teenageralter habt ihr zu etwas ganz besonderem gemacht, zu etwas an das ich mich immer sehr sehr gerne zurück erinnern werde!!!!

    Joe Peipe, Peter Beck, Muskel, Jackson, Buzi, Perfettos, Ramirez usw… ich erhebe keinen Anspruch darauf auch nur annähernd die Personen benannt zu haben die es verdient hätten, also allen gilt dieses LOb, ihr wart einfach nur
    G E I L !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Vielen Dank!!!!

    Gruß
    Tacker

  5. Träumer sagt:

    Auch wenn die Lieder im GO-In erst gespielt wurde, als sie bereits wieder nicht mehr aktuell waren… fakt ist, „unser“ GO-IN war legendär, ein Denkmal müsste man ihm setzen! Was hier Generationen von jungen und junggebliebenen Menschen erlebt haben bzw. zum ersten mal gemacht haben (keine weiteren Details)…das war einfach genial… Bester Korea südlich von Hamburg, Obulus-Eintrittspreise und bunte Vögel in allen Positionen… bei den Erinnerungen fang ich an zu fliegen…. einfach nur geil! Trotzdem: Dass der J.Pfeiffer das GO-IN als Quasi-Sozialarbeiter mit Hang zur Nächstenliebe betrieben hat ist allerdings nicht ganz wahr. In erster Linie hat er es sicher gemacht, um Geld zu verdienen, und das hat er sicher auch. Zurecht – Von Nix kommt halt auch nix.
    GO-In : Ihr wart die Geilsten!!!
    Ich nenne hier noch weitere Namen aus früheren Zeiten: Hailtinger, Christa, Heidi, Werner Vögele, Fide Waldenberger, Steff Rommel, Krawallo Müller (R.I.P.), Schamme und und und…
    DANKE!

  6. beste Zeiten sagt:

    -R.I.P.- unser über alles geliebtes GO-IN.