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Bad Buchau am Federsee

660 neue Lehrkräfte beim Regierungspräsidium Tübingen trotz Schülerrückgang

 

Schülerrückgang um 1,4 % im Regierungsbezirk – Individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern in allen Schularten Lehrereinstellung 2013 und Unterrichtsversorgung im Schuljahr 2013/14

Zum kommenden Schuljahr 2013/14 werden im Regierungsbezirk Tübingen über alle Schularten hinweg voraussichtlich 660 Lehrerinnen und Lehrer eingestellt. Im Bereich der öffentlichen Grund-, Haupt-, Werkreal-, Real- und Sonderschulen sowie Gemeinschaftsschulen sind 355 Neueinstellungen vorgesehen, davon an Grund-, Haupt- und Werkrealschulen 234, an Realschulen 89 und an Sonderschulen 33.

Im Bereich der allgemein bildenden Gymnasien werden 111 Lehrkräfte neu eingestellt. Das sind deutlich mehr Einstellungen als im Schuljahr 2012/13 (50). Durch die schulbezogenen Ausschreibungen konnten schon frühzeitig Bewerberinnen und Bewerber für den ländlichen Raum gewonnen werden. Trotzdem bleiben einige fachspezifische Mängel bestehen. Schwierig ist die Lehrerversorgung im Fach Bildende Kunst. Kleinere fachspezifische Engpässe gibt es noch in den Fächern Mathematik, Chemie, Physik und Gemeinschaftskunde.

An den Beruflichen Schulen im Regierungsbezirk Tübingen wurden bisher 195 Lehrkräfte eingestellt. Landesweit wurden mehr als 300 Stellen aus anderen Schularten zu den beruflichen Schulen umgeschichtet. Damit wird sich die Lehrerversorgung weiter verbessern. Ein Teil der zur Verfügung gestellten Lehrerstellen soll für die Umsetzung von Handlungsempfehlungen der Enquetekommission „Fit für das Leben in der Wissensgesellschaft – Berufliche Schulen, Aus- und Weiterbildung“ verwendet werden, insbesondere für den Aufbau individueller Unterstützungssysteme für Schülerinnen und Schüler.

Erneut konnten zahlreiche Gymnasiallehrer an beruflichen Schulen eingestellt werden, die dazu beitragen, den Lehrerbedarf in allgemein bildenden Fächern zu decken. Fachspezifische Engpässe gibt es dennoch vor allem in den Fächern Betriebwirtschaftslehre, Sozialpädagogik und in den Naturwissenschaften.

Stunden für die Krankenstellvertretung sind in allen Schularten eingeplant. Ersatzeinstellungen bei langfristigen Erkrankungen oder Mutterschutz werden erst möglich nach dem vollständigen Einsatz der wiederum erhöhten fest installierten Lehrerreserve und einer nachgewiesenen Ausschöpfung der so genannten Bordmittel der einzelnen Schule. Die Schulaufsicht wird in diesem Bereich alles möglich machen, um den Unterricht an den Schulen sicher zu stellen.

Schülerzahlen

 

Im kommenden Schuljahr 2013/14 werden 241 648 Schülerinnen und Schüler die öffentlichen Schulen im Regierungsbezirk besuchen. In den Grundschulen werden 60 785 Schülerinnen und Schüler erwartet, in den Werkreal- und Hauptschulen 21 810, in den Realschulen 38 770, in den Gemeinschaftsschulen 2 311 und in den allgemein bildenden Gymnasien 48 919.

An den Beruflichen Schulen im Regierungsbezirk rechnet man mit ca. 63 500 Schülerinnen und Schülern. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Schülerrückgang von 1,4 % (2012/13: 245 040). An den Schülerzahlen der Grundschulen (2012/13: 61 484, -1,1 %), Realschulen (2012/13: 40 148, -3,4 %) und Gymnasien (2012/13: 49 744, -1,7 %) lassen sich deutlich die Folgen des demografischen Wandels ablesen. Die Gemeinschaftsschulen gewinnen den größten Teil ihrer Schüler aus dem Klientel der Haupt- und Werkrealschulen, die 9,1 % ihrer Schüler verliert (2012/13: 23 991).

Regionale Schulentwicklung

 

In den kommenden Jahren ist die Entwicklung einer Bildungslandschaft, die pädagogischen Herausforderungen und der demografischen Entwicklung Rechnung trägt, eine vorrangige Aufgabe. Angestrebt ist, allen Schülerinnen und Schülern den jeweils bestmöglichen Schulabschluss in erreichbarer Fahrentfernung zu ermöglichen.

Das Ziel sind Schulen mit stabilen Schülerzahlen, die unter dem Gesichtspunkt der pädagogischen Qualität, aber auch mit Blick auf die Investitionen der Schulträger eine Planungssicherheit bieten.

Schülerströme am Übergang Grundschule-Sekundarschule

Ein Blick auf die Anmeldungen an den weiterführenden Schulen zeigt, dass die Eltern und Erziehungsberechtigten den Schullaufbahnempfehlungen der Grundschulen in hohem Maße vertrauen.

Die Schullaufbahn an der Gemeinschaftsschule wird ganz überwiegend von Kindern eingeschlagen, die in der Grundschule die Bildungsempfehlung Hauptschule erhalten haben. Der Ausbau der Gemeinschaftsschule hat so deutlichen Einfluss auf den Rückgang der Schülerzahlen an den Haupt- und Werkrealschulen.