660 neue Lehrerinnen und Lehrer im Regierungsbezirk Tübingen

21,5 % mehr Stunden für die fest installierte Lehrerreserve für den Krankheitsfall Abteilungspräsidentin Dr. Susanne Pacher stellt Neues in der Schulorganisation vor.

Im kommenden Schuljahr 2012/13 werden in den öffentlichen Schulen im Regierungsbezirk Tübingen etwa 245 040 Schülerinnen und Schüler von circa 24 000 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. In den Grundschulen werden 61 840 Schülerinnen und Schüler erwartet, in den Werkreal- und Hauptschulen 24 329, in den Realschulen 40 346, in den neu startenden Gemeinschaftsschulen 626 und in den allgemein bildenden Gymnasien 48 820. An den Beruflichen Schulen im Regierungsbezirk rechnet man mit ca. 63 500 Schülerinnen und Schülern. Ganz im Trend des Vorjahres gibt es einen weiteren Rückgang bei den Schülerzahlen an den Grundschulen (2011/12: 62 880, – 1,6 %) sowie an den Werkreal- und Hauptschulen (2011/12: 25 533, – 4,0 %). An den Schülerzahlen der Grundschulen sind deutlich die Folgen des demografischen Wandels ablesbar.

Insgesamt werden zum Beginn des Schuljahres im Regierungsbezirk Tübingen über alle Schularten hinweg voraussichtlich 660 Lehrerinnen und Lehrer eingestellt. Im Bereich der öffentlichen Grund-, Haupt, Werkreal-, Real- und Sonderschulen wurden insgesamt 424 Lehrerinnen und Lehrer eingestellt, davon an Grund-, Haupt und Werkrealschulen 245, an Realschulen 137 und an Sonderschulen 42.

Im Bereich der allgemein bildenden Gymnasien wurden 50 Lehrkräfte neu eingestellt. Das sind deutlich weniger Einstellungen als im Schuljahr 2011/12 (215). Grund dafür ist, dass in diesem Schuljahr der doppelte Abiturjahrgang die allgemein bildenden Gymnasien verlassen hat und somit zusätzliche Lehrerkapazitäten frei geworden sind. Dennoch bestehen an einzelnen Schulen insbesondere im ländlichen Raum aufgrund knapper Bewerberlage weiterhin fachspezifische Engpässe in den Fächern Mathematik, Gemeinschaftskunde oder Naturwissenschaften. Mit der Lehrereinstellung im Jahr 2012 kann der Pflichtunterricht an allen allgemein bildenden öffentlichen Schulen im Regierungsbezirk Tübingen erteilt werden.

An den Beruflichen Schulen wurden im Regierungsbezirk Tübingen bisher 186 Lehrkräfte eingestellt. Die Unterrichtsversorgung wird sich voraussichtlich auf dem Vorjahresniveau bewegen. Ein Teil der zur Verfügung gestellten Lehrerstellen wurde den Schulen zweckgebunden zugewiesen und für die Umsetzung von Handlungsempfehlungen der Enquetekommission „Fit für das Leben in der Wissensgesellschaft – Berufliche Schulen, Aus- und Weiterbildung“ verwendet. Dazu zählen unter anderem der weitere Ausbau der Beruflichen Gymnasien, der Aufbau individueller Unterstützungssysteme für Schülerinnen und Schüler und der Ausbau von Ganztagesangeboten. Erfreulich ist das zunehmende Interesse von Gymnasiallehrern an einer Einstellung an beruflichen Schulen, das dazu beiträgt, den Bedarf in allgemein bildenden Fächern zu decken.

Stunden für die Krankenstellvertretung sind in allen Schularten eingeplant. Die begründeten Anforderungen von Schulen nach zusätzlichen Ersatzeinstellungen bei längerfristigen Ausfällen wie zum Beispiel Mutterschutz können durch das Regierungspräsidium erfüllt werden, soweit die Lehrkräfte auf dem Arbeitsmarkt vorhanden sind. Ersatzeinstellungen bei langfristigen Erkrankungen sind möglich, wenn die fest installierte Lehrerreserve für den Krankheitsfall und die so genannten Bordmittel der einzelnen Schulen ausgeschöpft sind. Die fest installierte Lehrerreserve für den Krankheitsfall wurde für den Regierungsbezirk Tübingen und das kommende Jahr von 214 um 43 auf 257 Lehrerdeputate aufgestockt. So stehen für die Grund-, Haupt-, Werkreal- und Realschulen jetzt 102 Deputate zur Verfügung (+15), für die Sonderschulen 19 (+3), für die Realschulen 38 (+8), für die allgemein bildenden Gymnasien 50 (+10) und für die beruflichen Schulen 48 (+7). Die Schulaufsicht wird in diesem Bereich alles möglich machen, um den Unterricht an den Schulen sicher zu stellen.

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