Parken, was sie schon immer falsch erklärt bekamen, hier steht es richtig.

Auch Fahrlehrer können irren. Der hier stand „gegenüber“ auf der anderen Strassenseite  und es blieb noch ein 5,10 m breiter Fahrbahnstreifen übrig für alle Verkehrsteilnehmer.

Bestimmt hatten sie auch schon mal so ein “ Namenloses Zettelchen an der Windschutzscheibe“ mit folgendem Text:

5 Meter vor und Gegenüber von Einfahrten ist PARKVERBOT. 

Stimmt so nicht, das Gesetz sagt es deutlich und genau, Herr Oberlehrer!

 

 

Neben einer Grundstückseinfahrt bzw. -ausfahrt ist das Parken ebenfalls erlaubt, solange kein anderer Verkehrsteilnehmer behindert wird. Zudem darf sich das Fahrzeug auch nicht vor einem Bordstein befinden, der abgesenkt ist.

Die geltende Vorschrift, dass 5 m vor bzw. hinter Einmündungen und Kreuzungen nicht geparkt werden darf, gilt nicht für Grundstückseinfahrten bzw. -ausfahrten. Daher gibt es hier auch keine gesetzliche Regelung bezüglich eines einzuhaltenden Abstandes zur Grundstückszufahrt.

 

Gemäß StVO ist das Parken gegenüber einer Grundstückseinfahrt bzw. -ausfahrt verboten, wenn: aber nur wenn…

dadurch nur ein schmaler Fahrstreifen für den Straßenverkehr übrig bleibt. Fahrzeuge von normaler Breite müssen die Fahrbahn ungehindert durchfahren können. Zudem muss es möglich sein, einen angemessenen Sicherheitsabstand zu anderen parkenden Fahrzeugen einzuhalten. § 32 Abs. 1 Nr. 1 StVZO nennt als Richtwert für die Fahrzeugbreite einen Wert von 2,55 m. Berechnet man für jede Fahrzeugseite einen notwendigen Sicherheitsabstand von 25 cm (insgesamt also 50 cm),

 

ist für die ungehinderte Durchfahrt eine Fahrbahnbreite von 3,05 m erforderlich.

 

Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Saarbrücken (Az. Sa (Z) 227/93) entsteht eine Beeinträchtigung für die Nutzung der Grundstückseinfahrt bzw. -ausfahrt nicht allein durch das bloße Parken eines Fahrzeugs gegenüber derselbigen. Vielmehr muss auch die Schwere der Störung berücksichtigt werden. So handelt es sich um keine Beeinträchtigung, wenn die Ein- bzw. Ausfahrt zum Grundstück nicht in einem Zug direkt möglich ist, sondern mit einem einmaligen Rangieren verbunden ist. Bei einer Nutzung der Ein- bzw. Ausfahrt zu einem Grundstück sind somit Behinderungen in einem gewissen Rahmen hinzunehmen. Auch der Verwaltungsgerichtshof München urteilte bereits 1998, dass ein zwei- oder dreimaliges Vor- und Zurücksetzen bei einer Garagenausfahrt keine Einschränkung darstellt….

weiter lesen und staunen:

https://www.fachanwalt.de/magazin/verkehrsrecht/parken-vor-grundstueckseinfahrten#parken-vor-grundstueckseinfahrten-gesetzliche-vorschriften

hier wird ihnen weiter geholfen wenn nötig.

3 Kommentare zu Parken, was sie schon immer falsch erklärt bekamen, hier steht es richtig.

  1. Parker sagt:

    Parken gegenüber einer Einfahrt: Was ist zu beachten?

    § 12 Absatz 3 Straßenverkehrsordnung (StVO)

    Sie Ihr Auto gegenüber einer Grundstückseinfahrt parken, muss gewährleistet sein, dass Fahrzeuge mit herkömmlicher Breite die Engstelle problemlos durchfahren kann.
    Der Richtwert von drei Metern ergibt sich folgendermaßen: Die zulässige Höchstbreite eines Pkw beträgt 2,55 Meter.
    Um ein gefahrloses Befahren der Straße zu ermöglichen, muss ein Sicherheitsabstand von 25 Zentimetern auf beiden Seiten eingehalten werden. Daraus ergibt sich eine Breite von 3,05 Metern.

    In der Vergangenheit wurde dieser Wert bei entsprechenden Verfahren jedoch häufig auf drei Meter abgerundet.

  2. Leserkommentare sagt:

    Parken gegen­über einer Grund­stücks­ausfahrt: Park­verbot unwirk­sam seit 18.04.2017

    Laut Straßenverkehrs­ordnung dürfen Autos an schmalen Straßen gegen­über einer Grund­stücks­ausfahrt nicht parken.

    Diese Regel ist unwirk­sam, meint der Verwaltungs­gerichts­hof Baden-Württem­berg. Sie lasse offen, wie breit genau eine Straße mindestens sein muss. Verboten ist das Parken demnach nur, wenn es den Grund­stücks­eigentümer stark behindert. Zweimal vor- und zurück­zusetzen, ist ihm aber zumut­bar (Az. 5 S 1044/15).

  3. Leserkommentare sagt:

    Theorie und Praxis beides muss trainiert und aufgefrischt werden. Selten hält ein Wissen für das ganze Leben. Beispiel unsere Lehrer, hier wird es schnell ruhig und nüchtern.
    Weiterbildung heißt das Thema. Dem Kultusminister ist dieses Thema wohl völlig neu. Wir verblöden auf Einwanderungsniveau alle Couleur.

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