50. Stadtstreicher – zwei Meinungen.

Kommentare zum 50. Stadtstreicher

Gerne schreibe ich zum 50. Stadtstreicher meine Überlegungen. So interessant wie die Schwäbische Zeitung und das Städtische Federseejournal ist diese Rubrik allemal. Hier werden Bereiche aus ganz anderem Blickwinkel abgehandelt und auch manches Interessante kommentiert. Halt das besprochen, was man auch so hinter vorgehaltener Hand durchhechelt. Manches wird auch vertieft, so dass man erst richtig „auf den Sprung kommt“, um was es eigentlich geht. Mir imponiert das. Der Stadtstreicher eine Art Notbeleuchtung unserer poltischen Bühne, wenn das Rathaus den Strom abschaltet.

Der Stadtstreicher wird unter der Hand gehandelt. Es liegt unter der Würde eines aufrichtigen und züchtigen Bürgers, sich mit diesem charakterlosen, heimatlosen Holdrio ohne jeglichen Verantwortungsbewusstseins abzugeben. Wenn nur nicht diese verfluchte Neugier wäre! Was hat er denn schon wieder auf Lager? Woher weiß er das schon wieder? Nun, auch ich kenne diese „ungeliebte“ Person(en) ? nicht. Aber die abgehandelten Themen haben zweifellos Hintergrund und regen zum Nachdenken an. Für einen aufgeschlossenen, kritischen Leser wie mich, ist das eine Bereicherung. Ich frage mich, warum ergibt sich ein solches Bedürfnis in Bad Buchau? Irgendwo ist da ein Vakuum, das dem verdammten Stadtstreicher die Zukunft sichert. Der berühmte Blick hinter die dunklen Kulissen lockt einfach….. je mehr Eigenbrötelei im Rathaus veranstaltet wird. Am Schluss möchte ich den Kolumnenschreiber(n)? sogar noch ein Kompliment machen. Bei den Trauerspielen, die immer wieder auf dem Programm stehen, wundere ich mich über den Humor und die Gelassenheit, die man trotz allem noch an den Tag legen kann. Zugegeben, als Leser dieser Artikel, tut mir schon manchmal mein Buchauer Herz bluten. Daran trägt aber der Stadtstreicher keine Schuld. Die Kolumnen schärfen nur mein Nachdenken und Überlegen.

und noch einer…!

Was? Dia 50. Kolumne derf schreiba, wer grad Luscht hot. Ha, do bin i dabei.

Überhaupt dia Stadtstroicher tät i scho gern a‘mol treffa, bevor i dia verschiessa dät. War au scho öfters dussa in dene Flura und hon in da Wald neiguckt. Aber nix war‘s, koi Stadtstroichernescht und au koi hergmacht‘s Nachtlager. Bloß kahle Wipfel. I ka‘ m’r vorstella, dass es andere au so got.

Überhaupt isch des a ganz geheimnisvolle G’schicht. Koiner liest des Zuig, was dia verzapfet, doch alle wisset b’scheid d‘rüber. Koiner outet sich, wia ma heutzutag sait. Ma könnt‘ jo g‘ächtet werda, des hoisst, an schleachta, verlottreter Buachemer sei. Liaber schmunzelt ma‘ do bloß vor sich na‘. Dia, wo ganz sicher au it lachet, send dia Rothäusler und dia G’moindrät. A Runde Mitleid, statt em Bier, hont dia scho‘ verdeanat. Aber dia G’moindrät benehmat sich au wia lauwarme Füass, wenn se überhaupt was dont. Aufwacha dont se bloß, wenn‘s um da Weiss goht. Do spitzet se ihre Ohra. Sonscht höret se und sehet se scho‘ fascht gar nix, was so lauft. Aber bei so ma persönlicha Feindbild, ka‘ ma sich halt au viel besser aufrichta, wia bei dera blöda Bürokratie, dia ma au no ei‘halta sott. Ansonschta wa’tet ma halt, bis dia Verwaltung au was tuat und ma wieder nicka ka‘. Für manche Leut‘ isch der Schultes an Hoiliger. Aber aufpasst, wenn ma z‘viel‘ Ke‘za anzündet, macht m’r den no schwe‘zer, als der sowieso scho ischt.

Weil des Renommee vom Rothaus in letzter Zeit scho‘ glitta hot, hot ma da Städtisch Bauhof aufgrüstet. Die Manna hont jetzt scheene, greane Kittel a‘. Dia sind fascht z’schee zum Schaffa in dene Wassergräba. Aber seha tuat ma se scho vo‘ weitem und zum Naturschutz passet se au guat. Und der arm‘ Amtsbot‘, der sei Arbet freundlich und wortkarg aber zuaverlässig g‘macht hot, wird elektrisch aufglada, wenn sei nuis Rädle an Ku’za hot. Ob der dann sei innere Ruah, b’halta ka‘, isch froglich. Jo, so fürsorglich isch unser Schultes mit seine Leut‘,…. wenn se bei em bleibet.

Vor em Weile hon i g’seha, wia ma beim Federseerundwanderweg zwischa Oggelshausa und Tiefabach dia Wasserlöcher zuabastelt hot, drei Tag später waret se wieder do. Des hot mi doch glei wieder an dia Arbet im Rothaus erinnerat. So manches isch halt ewig für Katz. De Junge saget do, ma muass cool bleiba bei dem G’schäft. Bloß irgend ebbas sollt halt irgend wenn a’mol scho rausgucka. Sonscht könnt ma glei alles vergessa, dia G’moindrät mitsamt em Schultes und au dia überg’scheita Stadtstroicher. No machama glei a Volksrepublik.

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