Bamf-Chef sieht große Probleme mit abgelehnten Asylbewerbern: „Gegen fast jeden negativen Bescheid wird geklagt“

Unterwegs in Berlin-Kreuzberg.

Der Chef des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Hans-Eckhard Sommer, sieht die Behörden im Umgang mit abgelehnten Asylbewerbern mit großen Schwierigkeiten konfrontiert. „Bei den Rückführungen haben wir noch Vieles zu bewältigen“, sagte er dem „Handelsblatt“ vom Dienstag (6. Oktober). „Gegen fast jeden negativen Bescheid wird geklagt und an den Verwaltungsgerichten sind immer noch mehr als 200.000 offene Asylverfahren anhängig.“

Laut Ausländerzentralregister gebe es derzeit mehr als 200.000 Ausreisepflichtige, deren Rückkehr noch bevorstehe, führte Sommer aus. Ein Ausländer ist laut Aufenthaltsgesetz zur Ausreise verpflichtet, „wenn er einen erforderlichen Aufenthaltstitel nicht oder nicht mehr besitzt“.

Bamf-Chef sieht große Probleme mit abgelehnten Asylbewerbern: „Gegen fast jeden negativen Bescheid wird geklagt“