Sechs Haftbefehle und Drogensicherstellungen

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PRESSEMITTEILUNG II Vom 01.03.2010
Sechs Haftbefehle und Drogensicherstellungen im Wert von mehreren
Die Biberacher Kriminalpolizei hat in den letzten Tagen einen
der erfolgreichsten Drogeneinsätze der letzten Jahre geführt. Nach umfangreichen
Ermittlungen und in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft
Ravensburg konnten sechs Rauschgifthändler festgenommen werden. Bei
der Aktion beschlagnahmte die Polizei rund 1,65 kg Heroin und kiloweise
andere Drogen wie Amphetamin und Marihuana.
Kiloweise Drogen im Wert von mehreren 100.000 Euro stellte die Biberacher
Kriminalpolizei bei einem Einsatz vergangene Woche sicher.
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Der Polizeiaktion waren umfangreiche Ermittlungen in der Biberacher sowie
der überörtlichen Drogenszene vorausgegangen. Schon seit November
vergangenen Jahres bestand der dringende Verdacht, dass sich in Biberach
eine stark abgeschottete Tätergruppe mit dem Drogenhandel beschäftigte.
Durch umfangreiche Ermittlungen verdichteten sich die Anzeichen, dass eine
etwa 15-köpfige Gruppe um einen 20-jJährigen Biberacher hinter den
Straftaten steckte. Auffallend dabei war unter anderem, dass hochwertiges
Heroin und Kokain in die Drogenszene gelangte. Vergangene Woche griff
die Polizei dann auf einem Parkplatz am südlichen Stadtrand von Biberach
zu. Vier junge Männer wurden bei der Übergabe von rund 1,5 kg Heroin,
welches zu einem Preis von 52.000 Euro den Besitzer wechseln sollte,
überrascht und widerstandslos festgenommen. Unter den ergriffenen Tätern
befand sich der aus Biberach stammende Kopf der Drogenbande, ein 25-
Jähriger aus dem Raum Rastatt, dessen Fahrer sowie ein weiterer 20-
Jähriger aus Biberach.
Wie die Biberacher Kripo bei Ermittlungen herausgefunden hat, wurde das
Rauschgift unter der Regie der festgenommenen Biberacher sowie mithilfe
von deren Gefolgsleuten regelmäßig an örtliche Abnehmer verteilt. Aber auch
Zwischenhändler aus der gesamten Region wurden bedient. Die jetzt
aufgeflogene Bande umfasst neben den Mittätern aus dem Raum Rastatt
auch Händler und Lieferanten aus dem Raum Gießen (Hessen). Bezogen
wurde das Rauschgift aus den Niederlanden.
Nach der Festnahme in Biberach startete die Polizei eine umfangreiche
Aktion gegen mögliche Hintermänner und Großlieferanten. Sowohl in Biberach
als auch in Rastatt und in Gießen wurden zahlreiche Wohnungen
durchsucht. Auch Fahrzeuge und sonstige mögliche Drogenverstecke
nahmen die Fahnder ins Visier. Alles in allem stellten die Ermittler mehr als
drei Kilogramm Amphetamin, 2900 Ecstasy-Pillen, 140 Gramm Kokain sowie
6,5 kg Marihuana sicher. Im Straßenverkauf haben diese Drogen einen
Schätzwert von mehreren 100.000 Euro. Neben dem Rauschgift beschlagnahmte
die Polizei rund 30.000 Euro potentielles Drogengeld sowie insgesamt
vier Fahrzeuge. Deren Wert beläuft sich auf 150.000 Euro. Unter den
konfiszierten Fahrzeugen befand sich ein Luxusauto, welches in einer
Tiefgarage in Rastatt stand und als Drogendepot diente. Zur Zeit des
polizeilichen Zugriffs war der Wagen mit mehreren 100 Gramm Kokain und
Amphetamin sowie dutzenden Stangen geschmuggelter Zigaretten bestückt.
Bestand Kundennachfrage, wurde diese aus dem Fahrzeug heraus gedeckt.
Neben den vier in Biberach festgenommenen Personen zog die Polizei bei
der Anschlussaktion fünf Männer und eine Frau aus dem Verkehr. Vier
kamen nach den ersten Ermittlungen vorläufig auf freien Fuß. Gegen die
restlichen sechs beantragte die Staatsanwaltschaft Ravensburg Haftbefehle,
die vom Amtsgericht Biberach vergangenen Freitag erlassen worden sind.
Unter den sechs Inhaftierten befinden sich zwei Männer aus dem Raum
Biberach sowie vier Männer aus Gießen und Rastatt. Sie sind zwischen 20
und 27 Jahre alt und haben überwiegend einen Migrationshintergrund.
Den Beschuldigten werden illegale Einfuhr und Handel mit Betäubungsmitteln,
Geldwäsche und Bandenhehlerei vorgeworfen. So sollen von den Tätern
neben den Drogengeschäften auch gestohlener Schmuck sowie Uhren
weiterveräußert worden sein. Gegen die Drogenlieferanten in den Niederlanden
sind internationale Ermittlungen im Gange.


DÜRMENTINGEN/DAUGENDORF – Die Riedlinger Polizei hat im Laufe des
Sonntags bei routinemäßigen Kontrollen zwei Verkehrsverstöße aufgedeckt.
Nachts gegen 1 Uhr musste in Dürmentingen ein 51-jähriger Autolenker
Farbe bekennen. Der Mann war mit 0,6 Promille unterwegs und sieht einem
Fahrverbot, vier Punkten und einer Geldbuße von 500 Euro entgegen. Mit
zitternden Händen, bleicher Hautfarbe und geröteten Bindehäuten machte
sich kurz vor 17 Uhr ein Autofahrer in Daugendorf verdächtig. Laut einem
Urintest stand der 23-Jährige unter der Einwirkung von Haschisch und
Amphetaminen. Endgültige Klarheit wird eine Blutuntersuchung bringen. Auch
er sieht Führerschein- und sonstigen Konsequenzen entgegen.

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