weil der Konzern keinen Käufer findet, stellt die Post die Produktion des Elektrolasters ein.

Die Post versteckt das Aus für den Streetscooter in einer Corona-Meldung

Vor kurzem war noch alles gut. Doch weil der Konzern keinen Käufer findet, stellt die Post die Produktion des Elektrolasters ein. Das Abenteuer hat mehr als eine Milliarde Euro gekostet – und wird still beerdigt.

Läuft nicht: Die Streetscooter-Werke sind nur zu einem Viertel ausgelastet

Die Deutsche Post beendet das größte und teuerste Abenteuer des vergangenen Jahrzehnts: Die Produktion des Elektrolieferwagens Streetscooter wird im kommenden Jahr eingestellt. Zu den vorhandenen 12.000 Fahrzeugen werden noch bis zu 7000 Neuwagen hinzukommen.

Der Postvorstand gab diese Nachricht in einem ganz anderen Zusammenhang bekannt, nämlich in einer Meldung über die Folgen des Coronavirus auf die Geschäftszahlen. Danach rechnet der Postkonzern im Monate Februar durch Viruserkrankungen in Asien und Europa mit einer Belastung von bis zu 70 Millionen Euro für das internationale Brief-, Paket- und Transportgeschäfte. Zu den Folgen für das gesamte Geschäftsjahr gibt es noch keine Einschätzung. Das angekündigte Ergebnisziel von fünf Milliarden Euro stellte Postchef Appel „unter Vorbehalt“.

Was die Elektrowagenflotte angeht, so wird diese noch für einige Jahre gewartet und betrieben. Die Suche nach einem Käufer unter Finanzinvestoren sowie in der Autoindustrie stellt der Postkonzern ab sofort ein. In Zukunft will sich die Post Elektrowagen bei den großen Auto- und Lkw-Herstellern zukaufen.

Postchef Frank Appel kündigte „Anpassungsaufwendungen“ von bis zu 400 Millionen Euro an, die das Konzernergebnis des laufenden Jahres belasten werden. Die aufgelaufenen Verluste der Posttochter Streetscooter mit ihren zwei Werken in Aachen und Düren sind nicht bekannt. Allein im vergangenen Jahr soll es jedoch ein Minus von 100 Millionen Euro gewesen sein.

Gebaut wird das Fahrzeug seit 2014, Käufer außerhalb der Post gab es nur wenige. Zusammen mit den Kosten der Eigenentwicklung und den Abschreibungen auf die Anlagen ergibt sich nach Expertenschätzung ein Verlust von mehr als einer Milliarde Euro aus dem Abenteuer Streetscooter für die Post. Lesen Sie auch

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„Wir haben immer gesagt, dass wir kein Autohersteller sein wollen“, sagte Postchef Appel. Noch vor Kurzem herrschte jedoch Zuversicht in der Bonner Konzernzentrale, dass zusammen mit einem Partner aus Asien oder Europa der Aufbau des größten Herstellers von Elektrolieferwagen gelingen würde. Konzerne wie VW oder Ford hatten frühzeitig abgewinkt. Danach gab es Verhandlungen mit einem chinesischen Technikkonzern.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Post nur ein Viertel der angekündigten Streetscooter-Exemplare gefertigt. Derzeit stehen bei fremden Firmen Tausende Fahrzeuge auf Halde. Wegen technischer Mängel mussten die Elektrolastwagen mehrmals nachgerüstet oder Teile neu konstruiert werden. Erst vor zwei Wochen musste Streetscooter-Chef Jörg Sommer seinen Posten abgeben. https://www.welt.de/wirtschaft/article206214023/Streetscooter-Post-zieht-den-Stecker.html

do guck na:

Da setzt ein Chef 1 Mlrd in den Sand und kann weiter machen… unglaublich! Kann wohl nur bei einem staatlichen Betrieb passieren.

https://www.mdr.de/nachrichten/wirtschaft/elektrofahrzeuge-fahrzeugbraende-dritter-streetscooter-in-brand-geraten-100.html

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