Merkels »Jobwunder« zerplatzt wie eine Seifenblase

Während die »Bundesagentur für Arbeit« (BA) von Monat zu Monat gebetsmühlenartig eine angeblich hohe Beschäftigungsquote meldet, erleben viele Menschen die Realität vor Ort ganz anders. Immer öfter hört man den Satz: »Der Statistik glaube ich einfach nicht.«

Durch die wirtschaftsfeindliche Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) macht sich bei vielen Arbeitnehmern die Sorge um ihren Job breit

Wie passt das zusammen? Zu Beginn eines jeden Monats erklingt das Nürnberger Mantra: Die Arbeitslosenquote sei so niedrig wie lange nicht mehr (im Januar nahm die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahr allerdings um 20.000 zu). Jeder kennt im Freundes- und Bekanntenkreis oder in der Nachbarschaft jemanden, der sich Sorgen um seinen Job macht, der vielleicht sogar schon von Entlassung oder Kurzarbeit betroffen ist. Vor allem in den industriegeprägten Bundesländern steige das Risiko, den Job zu verlieren, rapide an, meldet die ›Welt‹ in ihrem Wirtschaftsteil. Die Zahl der Kreise und Städte mit steigender Arbeitslosigkeit nehme spürbar zu.

Den Kommunen, wie zum Beispiel Sindelfingen (Daimler), brechen die Einnahmen aus der Gewerbesteuer weg. »Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich zum Jahresende stärker verschlechtert, als es die stabile deutschlandweite Arbeitslosenquote suggeriert«, sagt Felix Hüfner, Chefökonom bei der Schweizer Großbank »UBS«. Seine Auswertung zeigt, dass der Anteil der Menschen auf Jobsuche im Dezember in 45 Prozent der 400 deutschen Landkreise höher war als ein Jahr zuvor. In fast der Hälfte des deutschen Staatsgebiets könne von Entspannung keine Rede mehr sein.

Zahl der Kurzarbeiter steigt auf 113.000

Die Analyse lässt darauf schließen, dass Merkels »Jobwunder«, das im Wesentlichen ohnehin nur auf Beschäftigung im Niedriglohnsektor und Leiharbeit basierte, wie eine Seifenblase zerplatzt. Tatsächlich ist die Zahl der Kreise mit zunehmender Arbeitslosigkeit so hoch wie seit dem Jahr 2013 nicht mehr. Und: Die Zahl der Kurzarbeiter wächst!

Im Januar dürfte die Zahl der Kurzarbeiter bundesweit auf 113.000 hochgeschnellt sein, schätzen Arbeitsmarktexperten. Das wäre der höchste Stand seit dem europäischen Krisenjahr 2011. »Die Gefahr, dass die gesamtdeutsche Arbeitslosenquote in den nächsten Monaten steigt, hat weiter zugenommen«, erklärt »UBS«-Chefökonom Hüfner. Historisch gesehen sei das immer dann der Fall gewesen, wenn 60 Prozent der Kreise eine höhere Zahl von Menschen auf Jobsuche melden. Der Volkswirt hat die Arbeitsmarktdaten bis zurück in die 80er-Jahre analysiert.

Fazit: In den Arbeitslosenzahlen zeigen sich große Unterschiede zwischen den Regionen. Dabei sind es vor allem die stark industriell geprägten Bundesländer, in denen es bergab geht. Im Industrieland Baden-Württemberg, Sitz von Automobilherstellern und Zulieferern, vermeldeten zuletzt bereits drei Viertel der Kreise eine auf Jahressicht höhere Arbeitslosigkeit.

So war die Gesamtzahl der Menschen auf Stellensuche etwa im baden-württembergischen Mannheim im Dezember 29 Prozent höher als Ende 2018. Ähnlich drastisch hat sich die Arbeitslosigkeit in Tuttlingen im Süden des Bundeslandes verschärft. Auch Bayern verzeichnet eine deutlich schlechtere Tendenz als der Rest der Republik. »Es gibt weiter eine hohe Korrelation zwischen steigender Arbeitslosigkeit und Industrieabhängigkeit«, stellt Hüfner fest.

Die Forscher des Münchner »ifo Instituts« sehen die Ursache der Job-Krise ganz konkret in den Umbrüchen in der deutschen Automobilproduktion. Diese sei infolge der autofeindlichen Politik der Chaos-GroKo inzwischen zu einem Belastungsfaktor für die gesamte deutsche Konjunktur geworden. »Auf dem Arbeitsmarkt hinterlässt der Strukturwandel jetzt seine Spuren«, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

Tja, Frau Merkel – so schaut’s aus!

https://www.deutschland-kurier.org/immer-mehr-kurzarbeiter-vor-allem-im-suedwesten-geht-die-beschaeftigung-zurueck-merkels-jobwunder-zerplatzt-wie-eine-seifenblase/ 31. Januar 2020

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