„Dreikönigstag“ der vorherrschend gebrauchte Name für den 6. Januar

IMGP4629 Hl.drei Könige sind in Bad Buchau unterwegs. . .

In vielen Gebieten Deutschlands ist der Begriff „Dreikönigsfest“ oder „Dreikönigstag“ der vorherrschend gebrauchte Name für den 6. Januar

Die eigentliche Bezeichnung dieses Festes ist dagegenErscheinung des Herrn.  Die Kirche feiert an diesem Tag das Sichtbarwerden der Göttlichkeit Jesu in der Anbetung durch die Magier, bei seiner taufe im Jordan und durch das von ihm bei der Hochzeit zu Kana bewirkte Wunder der Verwandlung von Wasser in Wein.

In den evangelischen Kirchen werden die darauf folgenden Sonntage als „Sonntage nach Epiphanias“ gezählt; die katholische Kirche feiert am Sonntag nach Erscheinung des Herrn das Fest der Taufe des Herrn mit dem der Weihnachtsfestkreis endet. .

In Frankreich, Belgien, Luxemburg, Spanien, Portugal, Argentinien, Mexiko, Liechtenstein, in großen Teilen der Schweiz und in kleinen Teilen Österreichs wird am Dreikönigstag ein Gebäck namens Dreikönigskuchen aufgetischt.

In Italien warten die Kinder in der Nacht auf den 6. Januar auf die Gaben, die ihnen die Hexe Befana bringt. Der Name dieser legendären Gestalt leitet sich von Epiphania her.

advent1In Spanien und auf den Kanaren findet die weihnachtliche Bescherung am Dreikönigstag statt. Zu diesem Anlass gibt es Cabalgata, festliche Umzüge, an denen als Höhepunkt drei als Könige verkleidete Einheimische Süßigkeiten in die Menge werfen.

Die einzige bekannte Dreikönigsprozession in Deutschland findet in Dinkelsbühl statt. Dabei werden kleine Dreikönigsreliquien aus der Dreikönigskapelle an der Stadtmauer in feierlicher Prozession in das katholische Münster getragen.

Darüber hinaus gibt es die Tradition des Dreikönigsingens,  der Brauch wurde früher genutzt, um sich in der kalten Jahreszeit ein Zubrot und einen Zehrpfennig zu verdienen. Die Vortragenden gingen für gewöhnlich mit einem Stern umher und hatten sich nach Möglichkeit als Könige gekleidet. Vorgetragen wurde ein Sing- und Sprechspiel, das, musikalisch begleitet, mit Segenssprüchen für die Hausbewohner endete. Gebietsweise war das Sternsingen nur bestimmten Berufsgruppen erlaubt. In Hildesheim hatten dieses Recht die Pflastersetzer (Patthöker), in Freising die Leinweber, in Laufen die Salzach-Schiffer und im damaligen Münchner Vorort Au die Maurer. In anderen Gegenden gingen arme Kinder und Jugendliche in Eigeninitiative von Haus zu Haus und sammelten Naturalien und Geld für sich und ihre Familien.

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 Bad Buchau, die Sternsinger sind unterwegs.

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