Monatsarchive: Mai 2015

Renaturierung am Federsee EU-weit unter den 13 besten LIFE+-Projekten Projekt hat europaweit Modellcharakter

 

 Lebensraum Naturreservat Federsee

Das Renaturierungsprojekt am Federsee ist eines der 13 besten aus insgesamt 46 LIFE+-Projekten, die 2014 abgeschlossenen wurden. Das hat die EU-Kommission mitgeteilt. Im Juni wird die Projektleitung den Preis in Brüssel entgegennehmen. Im LIFE+-Projekt Federsee waren von Januar 2009 bis März 2014 an fünf Standorten im Federseeried umfangreiche Maßnahmen zur Erhaltung und Renaturierung dieses größten Moores in Südwestdeutschland durchgeführt worden.

„Dieser Preis der EU-Kommission zeigt die Wertschätzung für das Federseemoor als einzigartigem Reservat, dessen unvergleichliche Natur- und Kulturschätze ohne eine Renaturierung für die Nachwelt verloren gegangen wären. Die Auszeichnung ist gleichzeitig auch eine Anerkennung für das intensive und kooperative Engagement aller Projektbeteiligten“, erklärte Regierungsvizepräsidentin Grit Puchan. Die Hälfte des Projektvolumens von mehr als 1,3 Millionen Euro hatte die EU finanziert, die andere Hälfte örtliche Träger. Das Projektmanagement teilten sich Stefan Schwab vom Regierungspräsidium Tübingen und Jost Einstein vom NABU-Naturschutzzentrum Federsee. Die Zusammenarbeit verschiedener Partner hat am Federsee eine lange Tradition. Bereits von 1997 bis 2002 waren in einem ersten Vorläufer-Projekt 250 Hektar Flächen im Südlichen Federseeried renaturiert worden.

Renaturierung mit Modellcharakter
Ziel des Projektes war es, wichtige, in ihrem Wasserhaushalt gestörte Teile des Federseemoores wieder als intakte Lebensräume für die moortypische Tier- und Pflanzenwelt zu restaurieren. Insbesondere die Lebensbedingungen für wiesenbrütende Vogelarten standen im Fokus. Große Teile des Federseemoores waren durch die seit über 200 Jahre andauernde Entwässerung und Torfgewinnung bereits stark geschädigt worden.

Die Maßnahmen der vergangenen Jahre konzentrierten sich auf das Südliche und das Nördliche Federseeried. Im Süden machten die Neuorganisation eines Grabensystems und der Rückbau eines Segelflugplatzes den Weg frei für eine umfangreiche Wiedervernässung durch Grabenverschlüsse. Im Nördlichen Ried konnte in landeseigenen Flächen der Moorwasserstand wieder auf ein oberflächennahes Niveau angehoben werden. 24 km des bestehenden Grabennetzes wurden verfüllt und die kanalartig eingetiefte Seekircher Aach höher gelegt sowie naturnah umgestaltet. Die Verfüllung der Gräben, die für die flächige Vernässung des Gebiets notwendig war, erforderte Torfbewegungen von etwa 15.000 m³. „Noch nie sind in Deutschland derart umfangreiche Maßnahmen zur Renaturierung eines ehemaligen Durchströmungsmoores umgesetzt worden“, sagt Schwab. „Dieses Projekt hat europaweit Modellcharakter, das zeigen die Besuche internationaler Wissenschaftler“, ist sich Regierungsvizepräsidentin Puchan sicher.

 

Rettung für künftige Generationen
Nicht nur für Bekassine, Goldenen Scheckenfalter und Orchideen sind feuchte Lebensräume unerlässlich. Die über Jahrtausende im feuchten Moor des Federsees konservierten Reste aus der Stein-, Bronze- und Keltenzeit – darunter vier UNESCO-Welterbestätten – litten ebenfalls unter der Entwässerung. Pro Jahr verringerte sich die schützende Torfschicht um ein bis zwei Zentimeter. Bei Absenkung des Wasserspiegels löste sich der Torf buchstäblich in Luft auf. Dabei entwichen große Mengen klimaschädlicher Gase wie Kohlendioxid. „Moorschutz ist also dreifach wichtig: Für den Naturschutz, den Denkmalschutz und den Klimaschutz!“, unterstreicht Puchan.

Erste Erfolge bereits sichtbar
Während bei vielen Naturschutzprojekten Erfolge erst nach Jahren sichtbar werden, reagierte die Tierwelt am Federsee prompt. Jost Einstein vom NABU-Naturschutzzentrum Federsee beobachtete: „Bereits kurz nach Abzug der Baumaschinen im November 2013 rasteten Dutzende Bekassinen an den verschlossenen, wassergefüllten Gräben im Nördlichen Ried. Im Frühjahr 2014 brüteten erstmals seit Jahrzehnten in diesem Bereich wieder Kiebitze.“ Die Kartierungen des Naturschutzzentrums belegen, dass viele durchziehende Vogelarten erstmals im Nördlichen Ried wieder rasten. Im Frühjahr waren 25 Kampfläufer zu beobachten.
Die wöchentliche Ablesung von weit über 100 im Ried verteilten Wasserpegeln zeigt, dass 2014 trotz des trockenen ersten Halbjahrs alle archäologischen Zeugnisse vollständig unter Wasser lagen und damit konserviert werden können. Auf den benachbarten Privatflächen veränderten sich die Wasserstände nicht. Die weitere Zersetzung der Holzwehrmauern, der Palisaden und der Hausplätze einer frühbronzezeitlichen Siedlung im Bereich des ehemaligen Segelflugplatzes konnte so gestoppt werden. Im nördlichen Federseeried wurden zwei jungsteinzeitliche prähistorische Siedlungen gerettet. „Das LIFE+-Projekt Federsee beweist, dass durch die gemeinsame Anstrengung verschiedenster Partner Großes erreicht werden kann. Es wurde daher von der EU-Kommission zu Recht ausgezeichnet“, ist Puchan überzeugt.
Hintergrundinformation:
Das Förderprogramm ,,LIFE+ Natur” fördert EU-weit Projekte zum Erhalt gefährdeter Arten und natürlicher Lebensräume. Voraussetzung für die Förderfähigkeit ist, dass das Gebiet Bestandteil von „Natura 2000” ist, einem Netz aus europaweit bedeutsamen Schutzgebieten („FFH-Gebiet“ oder „Vogelschutzgebiet“). Das Federseemoor ist als Natura 2000-Gebiet gemeldet. Auf fast 3000 Hektar beherbergt es EU-weit schutzwürdige Lebensräume wie kalkreiche Sümpfe, Übergangsmoore und Moorwälder. Daneben ist es Heimat bedeutsamer Populationen europaweit besonders geschützter Tier- und Pflanzenarten (FFH-Arten). Vom Aussterben bedrohte Fischarten wie Schlammpeitzger und Steinbeißer gehören dazu, daneben der Goldene Scheckenfalter, die Gelbbauchunke oder das Torlglanzkraut, eine Orchidee.
Die Projektleitung teilten sich Stefan Schwab vom Regierungspräsidium Tübingen und Jost Einstein vom NABU-Naturschutzzentrum Federsee.
Projektträger waren der NABU-Landesverband Baden-Württemberg, der Landkreis Biberach, die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg sowie Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ulm.
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Es blitzt bei der schönsten Dorfkirche der Welt.

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Fuß von Gas falls sie das vor lauter Vorfreude auf die schönste Dorfkirche der Welt vergessen. Der Herrgott kann schon mal was vergeben und verzeihen, seine irdischen Vasallen dagegen niemals.

 

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Wallfahrtskirche in Steinhausen | Die schönste Kleinkirche der Welt

Schon während dem Bau der Kirche wurde schnell klar, dass das Bauwerk ein prächtiges Gebäude wird. Schon von Weitem sieht man die Kirche aus dem Dorf Steinhausen herausragen. Die Kirche ist prächtig dekoriert – vor allem im Innenraum. Hier finden sich zahlreiche Verzierungen, Figuren und Malereien. Das Gebäude ist zweifelslos das Zentrum der Ortschaft: Rings um das Zentrum der Kirche befinden sich einige Sitzbänke.

Im Inneren sind an den Decken die Stationen Jesu gemalt. An der Decke, sowie an der Decke des Altars prangen religiöse Bilder. Auch sind Gemälde an den Wänden angebracht, viele zeigen den Leidensweg Jesu. Die Deckengemälde sind mit Stuck umgeben, welcher als Quasi-Rahmen dient. Im hinteren Raum imponiert die Orgel die Sicht und im vorderen Bereich natürlich der Altar, welcher seitlich von zwei weiteren – Maria und Joseph geweihten – Altären geschmückt wird.

Die Architektur der Kirche verschmelzt die rundlichen Form des Innenraums mit der barocken Bauart der Kirchenflügel samt Pfeiler. Der Architekt Zimmermann setzte zehn Pfeiler um die rundliche Form beibehalten zu können.

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künftig können die Menschen im Land bei großen Infrastrukturmaßnahmen von Anfang mitreden. Er ist damit ein Meilenstein für die Bürgerbeteiligung im Land.

  • Eine moderne Demokratie braucht neue Formen der Mitwirkung und des Dialogs.  Demnach muss die Landesverwaltung die Bürgerinnen und Bürger bei Planung und Bau von Großprojekten in Zukunft umfassend beteiligen.

    Früh, verbindlich, flexibel . Der Leitfaden legt fest, wie die Menschen in allen Phasen der Planung und des Baus von Infrastrukturvorhaben des Landes beteiligt werden. Die Kernidee ist dabei: früh, verbindlich und flexibel.

    Der Planungsleitfaden besteht aus zwei Teilen: Einer Verwaltungsvorschrift und einem Leitfaden mit beratendem Charakter als Ergänzung. Es ist bundesweit einmalig, dass solch ein Planungsleitfaden nicht nur empfehlenden Charakter hat, sondern mit der Verwaltungsvorschrift auch richtig ‚Biss‘ bekommt.

    Konkreter Fahrplan für die Beteiligung

    So sieht der Leitfaden beispielsweise vor, dass die Verwaltung in Zukunft fachlich und öffentlich begründen muss, wenn sie Vorschläge von Bürgern ablehnt. Das ist ebenso neu wie die frühzeitige Beteiligung. Danach müssen die Behörden die Bürgerinnen und Bürger bei der Planung eines Landesprojekts so früh wie möglich einbeziehen, damit problemlos auch über Alternativen oder den Ausstieg aus dem geplanten Projekt diskutiert werden kann. In der frühen Phase soll außerdem ein konkreter Beteiligungsfahrplan festgelegt werden. Darin entscheidet der Träger gemeinsam mit beteiligten Gruppen, ob und wann eine Bürgerbeteiligung geboten ist.

    Dabei gilt: Da jedes Großprojekt anders ist, gibt es auch für die Bürgerbeteiligung kein Schema F. Deshalb werden für jeden Fall vor Ort mit den Bürgerinnen und Bürgern geeignete Formate wie etwa unabhängige Moderation, Bürgerbefragung oder Zukunftswerkstatt ausgewählt.

    Beteiligung von der Planung bis zum Bau

    Beteiligung ist aber nicht nur in der frühen Phase von Großprojekten wichtig. Deshalb sieht der Leitfaden vor, dass die Bürgerinnen und Bürger über den gesamten Verlauf eines Projekts einbezogen werden. Denn gerade wenn die Bagger rollen und die Konsequenzen von Entscheidungen erlebbar werden, muss das Vorgehen erklärt und gemeinsame Lösungen etwa beim Baustellenmanagement gefunden werden.

    Verzahnung formeller und informeller Verfahren

    Im Leitfaden ist auch die Verknüpfung zwischen informeller Beteiligung auf der einen und formellen Verwaltungsverfahren auf der anderen Seit geregelt. Behörden sind nun verpflichtet, die Erkenntnisse aus den Beteiligungsverfahren mit in ihre abschließenden Entscheidungen einzubeziehen. Trotzdem bleibt es auch mit dem neuen Leitfaden bei der klaren Trennung der Verantwortlichkeiten: Die Behörde trifft die letzte Entscheidung.

    Auch an der Entstehung des Planungsleitfadens selbst haben viele Akteure mitgewirkt: Bei dem umfassenden Beteiligungsverfahren haben wir Bürgerinnen und Bürger, Expertinnen und Experten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Landesbehörden und Verbände einbezogen. Dabei haben wir viele wertvolle Ideen und Anregungen erhalten, die in den Leitfaden eingeflossen sind.

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Federseeschule Bad Buchau vom Guten das Beste, wir tun was für unsere Schüler.

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An der Gemeinschaftsschule lernen alle Kinder und Jugendliche gemeinsam. Dabei wird das Lernen so organsiert, dass sie so viel wie möglich gemeinsam lernen und gleichzeitig auf die individuellen Fähigkeiten jedes Einzelnen eingegangen wird. So kann jedes Kind den für ihn bzw. sie bestmöglichen Abschluss ablegen und wird in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gestärkt. An der Federseeschule befinden sich derzeit ca. 370 Schülerinnen und Schüler in 20 Klassen. Dies sind 18 Regelklassen sowie zwei internationale Vorbereitungsklassen.

Die Kooperationspartner der Schule sind die Firmen Kessler, Elektro Schlegel, die Kreissparkasse und die Federseeklinik. Diese informiert über die beruflichen Ausbildungmöglichkeiten nach der Schule. Ein besonderes Thema ist die Kinder-Uni, die in Kooperation mit der Universität Tübingen stattfindet, sowie zur Schulsozialarbeit an der Federseeschule.

Einblicke in die erfolgreiche Arbeitsweise der Gemeinschaftsschule, erkennen der Eckpfeiler des Lernens. Die Federseeschule bereitet ihre Schülerinnen und Schüler beginnend ab Klasse 5 auf das Abitur, den Realschulabschluss und den Hauptschulabschluss vor. Sie ist die gleichberechtigte Säule neben dem Gymnasium. Des Weiteren werden Aspekte des neuen Bildungsplans aufgezeigt, der ab 2016 an alle Schulen kommen wird.

Elisabeth Sontheimer-Leonhardt Dipl. Pädagogin- Gemeinschaftsschulrektorin seit Oktober 2013 in Bad Buchau an der Federseeschule.

Dass Frau Sontheimer-Leonhardt hier an der Schule einiges in Sachen Unterricht neu einführt und den Schulischen Fortschritt massiv unterstützt ist wohl mehr als wünschenswert. Klar wo gehobelt wird fallen Späne so auch an der Federseeschule. Nicht alles kann immer gleich Beifall ernten aber was bisher geleistet wurde ist schon ein Beifall wert.

Manche Eltern sind von dem einem oder anderem Unterrichtsstil angenehm überrascht andere wiederum sind strikt dagegen, was sicherlich nur schwerlich zu verstehen ist. Natürlich kommen manchmal auch  falsch interpretierte Meinungen auf, die durch Mund zu Mund Geschwätz an Unwahrheit zu nehmen. Mit einigen Vorkommnissen durch einige Eltern konfrontiert konnten unglücklicher weise völlig falsch entstandene Gerüchte in einer Sitzung am vergangenen Donnerstag ein für alle mal aus der Welt geschafft werden.

Elternbeirat und sieben anwesende Gemeinderatsmitglieder diskutierten die  Vorkommnisse und falschen Vorwürfe deutlich und aufklärend so dass am Ende der Sitzung von den angesprochenen Themen nichts nennenswertes  zur weiteren Diskussion übrig blieb.

Ich konnte mich selbst davon überzeugen dass hier von einigen Eltern vermutlich in eigener Unkenntnis Themen zum Nachteil der Schule und der Schulleiterin verdrehten und in die Öffentlichkeit hinaus posaunt wurden.

Das entstehen des Geschwätzes zu hinterfragen scheiterte bereits im Ansatz. Im Elternbeirat konnte keiner den Ursprung bzw. Namen oder Informanten nennen wie das Ganze aufkam. Ja doch, so etwa  muss es gewesen sein, genaues konnte keiner sagen: wie immer wenn es Gerüchte gibt:  Frau Müller zu Frau Eisele und weiter zu Frau Mai und dann noch zu Frau Bühler usw. usw..  Auf Nachfrage wer von den Anwesenden jemanden benennen kann zu irgend einem Vorwurf den sie vortrugen kam wieder die “ Habe- gehört Theorie“ und das war es dann auch. Das ist natürlich der falsche Weg und es darf schon hinterfragt werden wer da böses Spiel plant oder gar schürt.

Das sind allesamt keine überzeugenden Argumente um den einen oder anderen Vorwurf zu bekräftigen. Im Gegenteil Frau Sontheimer-Leonhardt und ihr Lehrerkollegium konnte alle Vorwürfe detailliert und zu unserer vollsten Zufriedenheit aufklären. So viel zum aktuellen Thema Federseeschule Bad Buchau und einigen Unzufriedenen die immer noch nicht Rede und Antwort gestanden sind.

Wenn sie jetzt glauben dass sie etwas genaueres wissen als der Elternbeirat und das Lehrerkollegium dann sagen sie es bitte.

Anmerkung der Redaktion:  Kommentare nur mit Namen möglich nach Überprüfung der Redaktion.

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Ein SZ-Leser erlebt in der Sana Klinik Biberach eine Woche voller Pannen

Die unglaublichen Klinikerlebnisse des Thomas S.
Fremdes Gebiss in der Tasche, vertauschte Medikamente, herumspritzender Urin, ein verschlamptes Formular und eine deshalb fast abgesagte OP: Ein SZ-Leser erlebt in der Sana Klinik Biberach eine Woche voller Pannen

Baustetten sz Der Hausarzt sprach von einem „Routineeingriff“, der in zwei Tagen erledigt sein sollte. Was Thomas Socher aus Baustetten dann aber in der Woche vor Weihnachten 2014 am Sana Klinikum in Biberach erlebte, wird er so schnell nicht vergessen. Nach einer Serie von Pannen und Versäumnissen – vom fremden Gebiss in seiner Reisetasche über vertauschte Medikamente bis hin zum verschlampten Formular, an dem beinahe die Operation gescheitert wäre – hinterließ er bei der Entlassung aus der Klinik an Heiligabend eine ausführliche Beschwerde. Weil darauf über Monate keine Reaktion folgte, wandte sich der 51-Jährige mit seiner unglaublichen Geschichte an die Schwäbische Zeitung.

„Ich mache den Ärzten und Pflegern der Klinik keinen Vorwurf. Sie tun aus meiner Sicht ihr Bestmögliches. Die rein fachliche medizinische Versorgung empfand ich auch als gut“, schickt Thomas Socher seinen Schilderungen voraus. „Ich klage das System an, das zulässt, dass eine Klinik hoffnungslos unterbesetzt ist, weil die Gesellschafter einer AG satte Gewinne sehen wollen. Und unter dem Kostendruck leiden das Personal und die Patienten.“ Bei seinem Aufenthalt im Dezember habe er beim Personal „eine gewisse Hektik“ festgestellt.

Schon zwei Jahre zuvor hatte er bei einer mehrtägigen stationären Schmerztherapie negative Erfahrungen an der Biberacher Sana Klinik gemacht. Fast keine der geplanten Behandlungen sei in die Tat umgesetzt worden, aber alle im Bericht an den Hausarzt als vollzogen gemeldet worden. Der damals zuständige Arzt habe die Versäumnisse mit urlaubs- und krankheitsbedingter Personalnot begründet und den verfassten Bericht als Standard-Bericht bezeichnet. Als Socher die Krankenkasse auf die Diskrepanz zwischen den tatsächlich erbrachten und den vermutlich abgerechneten Leistungen hinweisen wollte, habe er die Antwort erhalten: „Das interessiert uns nicht.“

Mit den Erlebnissen Thomas Sochers vor Weihnachten 2014 hat die SZ nun die Leitung der Sana Klinik Biberach konfrontiert. Geschäftsführerin Beate Jörißen, Pflegedienstleiter Stefan Ries und der Chefarzt der Urologie, Dr. Jörg Bernhardt, sowie Sana-Pressesprecher Patrick Engelke räumten in einer Gegsprächsrunde mit der SZ und Socher einige Fehler ein. Diese seien aber nicht unbedingt auf Arbeitsverdichtung oder ein „prozessuales Problem“ innerhalb der Klinik zurückzuführen, sondern auf eine, so Jörißen, „Verkettung voneinander unabhängiger Fälle“.

Nachfolgend die von Thomas Socher geschilderten Vorfälle und die Stellungnahmen der Sana-Verantwortlichen:

Donnerstag, 18. Dezember:

Socher: Ich wurde in der Urologie der Sana Klinik aufgenommen, weil ein Tumor operativ entfernt werden sollte. Beim Aufnahmegespräch legte man mir dringend nahe, dem Tragen eines Patientenbändchens zuzustimmen, das den weiteren Ablauf meines Klinikaufenthalts erleichtern sollte. Ich unterschrieb – das angeblich so hilfreiche Bändchen habe ich nie gesehen.

Stefan Ries: Das Aufnahmegespräch macht in der Regel eine Pflegekraft. Das Bändchen dient in erster Linie der Patientenidentifikation, zum Beispiel für den Fall, dass sich dieser nicht äußern kann. Man braucht es nicht für den organisatorischen Ablauf. Dass es nicht angelegt wurde, war ein Versehen und tut mir Leid.

Socher: Nach dem Aufnahmegespräch bezog ich mein Zimmer, aus dem gerade ein älterer, bettlägriger und nicht ansprechbarer Herr verlegt wurde. Ich erhielt einen Schrank zugewiesen, mit derselben farblichen Kennzeichnung wie mein Bett. In diesen Schrank stellte ich meine Sporttasche mit allen persönlichen Dingen für den Klinikaufenthalt. Ich schloss den Schrank ab, ließ den Schlüssel aber stecken und begleitete anschließend meine Freundin, die mich in die Klinik gefahren hat, zurück zum Parkplatz. Bei der Rückkehr zum Zimmer sah ich gerade noch einen Pfleger im Flur mit meiner Sporttasche um die Ecke huschen. Ich folgte dem Pfleger und sprach ihn an. Er wollte mir die Tasche nicht geben, weil ihm offensichtlich peinlich war, was ich beim Öffnen der Tasche entdecken sollte: Auf meinen eigenen, frischen Kleidern lagen die getragenen Klamotten des älteren Herrn, dessen Waschutensilien und dessen Gebiss in einer offenen Spuckschale. Ich frage mich, wo meine Tasche wohl gelandet wäre, hätte ich den Pfleger nicht gerade noch um die Ecke huschen sehen, denn der ältere Herr hätte in seiner Verfassung wohl kaum mitgeteilt, dass es sich nicht um seine Tasche handelt.

Ries: Der Pfleger hat versehentlich die falsche Schranktür aufgemacht. Die Tasche wäre aber sicher auffindbar gewesen – man wusste ja, welchen Patienten man aus dem Zimmer verlegt hat.

Freitag, 19. Dezember, der OP-Tag:

Socher: Ich wurde um 8 Uhr in den OP-Raum gebracht, die Narkoseärztin legte mir die Kanüle und die EKG-Kabel an und bereitete alles weitere für die Narkose und die OP vor. Dann fragte sie mich nach der unterschriebenen Einverständniserklärung für die OP; sie liege ihr nicht vor. Ich sagte, ich habe sie nicht, die müsste der Arzt bei der Aufnahme an sich genommen haben. So rief die Narkoseärztin auf der Station an und fragte nach dem Formular. Wenige Minuten später kam der Rückruf: Das Formular sei nicht da. Daraufhin eröffnete mir die Narkoseärztin, dass ohne das Formular die Operation nicht stattfinden könne, und sie begann mit dem Abbruch der OP-Vorbereitungen. Ich konnte es kaum glauben und sagte: „Moment, heute ist Freitag, das würde ja bedeuten, die OP kann dann erst am Montag stattfinden.“ Ich dachte kurz nach und sagte: „Vielleicht hat der Aufnahmearzt das Original der Einverständniserklärung versehentlich mit zu meinen Patientenunterlagen gesteckt. Die liegen in meinem Zimmer, lassen Sie doch bitte mal nachschauen.“ Daraufhin ließ die Narkoseärztin nachschauen – und tatsächlich, in der Patientenmappe steckte das Original. Die Operation konnte dank meiner Intervention doch noch stattfinden.

Dr. Jörg Bernhardt: Ohne Einverständniserklärung dürfen wir nicht operieren. Natürlich war es unser Fehler, dass das Formular nicht auffindbar war.

Stefan Ries: Die Vorbereitungen auf die OP und das Prüfen der Unterlagen verliefen wohl parallel. Das war etwas unglücklich.

Socher: Nach der Operation teilte mir Dr. Bernhardt mit, dass er den Tumor nicht wie geplant habe entfernen können und er am Montag nochmals operieren müsse. Eine ausführliche und nachvollziehbare Erklärung dazu lieferte er mir am Nachmittag bei der Visite. Am Abend kam ein Oberarzt zu einer weiteren Visite und ich fragte ihn noch einmal etwas wegen der Operation. Da raunte er mich an: „Was erlauben Sie sich, mir um diese Zeit so eine Frage zu stellen? Ich hätte eigentlich schon lange Dienstschluss und bin jetzt immer noch da.“ Ich antwortete: „Ich wollte nur eine Auskunft.“

Dr. Bernhardt: Ich lege Wert auf einen guten Umgang mit unseren Patienten. Ich kenne den Oberarzt gut und kann mir nicht vorstellen, dass er so reagiert hat. Wenn ihm so ein Satz rausgerutscht ist, ist das sicher nicht in Ordnung.

Montag, 22. Dezember:

Socher: Die OP erfolgte vormittags. Anschließend sagte der Chefarzt, es sei alles wie gewünscht verlaufen, das entnommene Gewebe werde er umgehend zur Untersuchung ins Labor schicken. Und er werde sich bemühen, dass ich den Befund, ob es sich um einen gut- oder bösartigen Tumor handle, noch vor Weihnachten erhalte. Das hat, wie sich herausstellen sollte, bei Weitem nicht geklappt.

Dr. Bernhardt: Es handelte sich um einen Tumor, der bei einem Mann selten vorzufinden ist. Unser Pathologe war sich nicht sicher, deshalb haben wir in einem externen Labor einen weiteren Befund angefordert. Dieser kam am 7. Januar. Ich war über die Feiertage im Urlaub und habe Herrn Socher, weil es mir wichtig war, gleich am 2. Januar telefonisch über die Verzögerung informiert und ihm am 7. Januar den Befund ebenfalls telefonisch mitgeteilt.

Dienstag, 23. Dezember:

Socher: Zum Frühstück wurden die Medikamente verteilt. Für mich waren eigentlich zwei Tabletten – ein Schmerzmittel und einmal Antibiotika – vorgesehen. Ich habe mein Schächtelchen erst nach etwa 20 Minuten angeschaut und dabei festgestellt, dass sieben Tabletten drin lagen. Weil mir das seltsam vorkam, schaute ich auf den Aufkleber – da stand der Name meines Bettnachbarn drauf. Diesen habe ich sofort darauf aufmerksam gemacht, aber da war es schon zu spät: Er hatte meine Tabletten erhalten und bereits eingenommen. Eine Krankenschwester hat sich umgehend um die Sache gekümmert, mir die richtigen Tabletten gebracht und wenig später erklärt, dass die falschen Tabletten für meinen Bettnachbarn zum Glück nicht schädlich seien.

Ries: Leider können in diesem Bereich immer noch Fehler passieren, obwohl im Ablauf einiges verbessert wurde. Früher gab es für die Tabletten nur Becher ohne Namen, heute gibt es Schieber mit Namen und wir haben das Vier-Augen-Prinzip vor der Verteilung eingeführt. Dass trotzdem etwas falsch gelaufen ist, möchte ich nicht auf Zeitdruck zurückführen.

Socher: Am Nachmittag wurde mir mitgeteilt, dass ich an Heiligabend entlassen werden soll und ich zuhause einen Katheter mit einem Urinbeutel tragen müsse. Wie man diesen zum Leeren ab- und wieder anmontiert, wollte mir eine Schwesternschülerin zeigen. Sie kam während des Abendessens (!) zu mir ins Zimmer und sagte, es ginge leider nur jetzt, danach habe sie keine Zeit mehr. Der Wechsel war ein unheimlicher Kraftakt, weil die Kupplung zwischen Katheter und Beutel sehr schwer zu trennen war. Die Schwester zerrte mehrmals vergeblich mit aller Kraft daran, bis die mit Urin gefüllten Schläuche plötzlich in die Höhe schossen und vom Restinhalt sowohl die Auszubildende als auch der gerade essende Bettnachbar getroffen wurden.

Ries: Die Schülerin hat hier ganz klar Fehler gemacht, sie hätte Hilfe holen müssen.

Pressesprecher Patrick Engelke: Ganz klar, das darf nicht passieren. Sie hätte jemanden holen müssen, der sich damit auskennt. Und der Wechsel hätte nicht während des Essens erfolgen durfen.

SZ: Offensichtlich war die junge Frau unter Zeitdruck.

Jörißen: Zeitdruck und Arbeitsverdichtung erleben wir in vielen Berufen. Das ist aber nicht immer der Grund für Fehler.

Mittwoch, 24. Dezember:

Socher: Der Entlassungstag. Man sagte mir am Morgen, ich sollte bis 10 Uhr warten, weil man noch prüfen wolle, ob es Probleme mit dem Katheter gibt. Die Schwester sagte mir, man bringe mir den Entlassbrief vorbei, dann könne ich gehen. Gegen 11 Uhr kamen meine Bekannten, um mich abzuholen. Bis dahin hatte sich niemand um mich gekümmert. Daran änderte sich auch bis gegen 12 Uhr nichts. Daraufhin ging ich zum Stationszimmer, wo ich erfahren habe, dass der Entlassbrief längst daliege. Der „Brief“ enthielt einen simplen Mehrzeiler für den Hausarzt mit dem Hinweis „Bericht folgt“. Ich wollte gerne mit einem Arzt nochmals über den Umgang mit dem Katheter und vor allem über die weitergehende Medikation zu Hause sprechen. Es hieß, dass kein Arzt da sei, ich dürfe nach Hause gehen, was ich dann auch tat. Da klar war, dass ich an Heiligabend und auch über die Feiertage und das direkt folgende Wochenende keinen Termin bei meinem Hausarzt bekommen würde, war ich also von Mittwoch, 24. Dezember, bis Sonntag, 28. Dezember, ohne Medikamente oder sonstige ärztliche Anweisungen auf mich allein gestellt.

Dr. Bernhardt: In der Urologie findet jeden Tag mindestens eine Visite und am Ende eines Aufenthalts in aller Regel ein Entlassgespräch statt. Das wäre in Ihrem Fall im Rahmen der Visite notwendig gewesen. Weshalb es dazu nicht gekommen ist, kann ich mir nur so erklären, dass der Visitenrundgang eventuell länger als geplant gedauert hat oder eine OP dazwischen gekommen ist.

Socher: Mir kam es am Entlasstag so vor wie bei der fast ausgefallenen OP: Ich musste selbst die Initiative ergreifen, damit das gemacht wird, was mir zusteht.

Dr. Bernhardt: Eine Medikation zu Hause war aus unserer Sicht nicht notwendig. Trotzdem hätte man Sie nicht ohne Entlassgespräch nach Hause schicken dürfen.

Engelke: Wir müssen überprüfen, woran das lag.

Samstag, 27. Dezember, bis Samstag, 10. Januar 2015:

Wegen heftiger Schmerzen ließ ich mich von meiner Freundin in die Sana-Klinik nach Biberach fahren. An der Anmeldung sagte ich, dass ich mich vergangene Woche nach einer OP in der Urologie aufgehalten und jetzt Probleme hätte. Es hieß, die Urologie sei am Wochenende nicht zuständig, sondern die Notfallpraxis in der Klinik. Die Notdienstärztin stellte eine Blasenentzündung fest und verschrieb mir ein Antibiotikum. Darüber hinaus entfernte die Ärztin meinen Katheter und legte mir nahe, am Montag nochmals bei der Urologie vorbeizuschauen. Das tat ich dann auch, wobei mir der Arzt einen Anpfiff verpasste, weil die Notdienstärztin den Katheter nicht habe entfernen dürfen. Und allen Ernstes fragte der Arzt: „Warum sind Sie am Samstag nicht zu mir in die Urologie gekommen? Ich wäre ja da gewesen!“

Engelke: Den Fehler in der Notfallpraxis hat nicht die Sana Klinik zu verantworten, der Notdienst wird von den niedergelassenen Hausärzten des Landkreises organisiert.

SZ: Aber hätte man Herrn Socher nicht an der Anmeldung gleich in die Urologie statt in die Notfallpraxis schicken können, nachdem er ja erzählt hatte, dass er vor Weihnachten dort eine OP hatte?

Dr. Bernhardt: Die Anmeldung findet an der Pforte statt, dort arbeiten Verwaltungsangestellte. Diese medizinische Entscheidung kann man von ihnen nicht verlangen.

Socher: Der Urologe schickte mich danach mit der Empfehlung, mich beim Hausarzt zu melden, nach Hause, die Antibiotika-Tabletten der Notdienstärztin seien soweit in Ordnung. Die folgenden Tage war mein Zustand ein ständiges Auf und Ab, mit Fieber und Schmerzen. Am Freitagabend, 9. Januar, erlitt ich einen schweren Rückfall, sodass ich mich am Samstag, 10. Januar, in die Notaufnahme bringen ließ – ins Bundeswehrkrankenhaus in Ulm! Es war ein weiser Entschluss. Am BWK bin ich in allen Belangen besser und gewissenhafter behandelt worden als in der Sana-Klinik in Biberach. Ich wurde top versorgt, es blieben keine Wünsche offen. Es war, als ob ich von einem Krankenhaus im afrikanischen Busch in eine moderne Klinik gewechselt wäre. Man hat gemerkt, dass das mit öffentlichen Mitteln mitfinanzierte BWK deutlich besser ausgestattet ist als die privatisierte Klinik in Biberach.

Jörißen: Wir halten die Strukturen vor, die wir für erforderlich halten, um eine adäquate Versorgung der Patienten zu gewährleisten. Wenn wir feststellen, dass wir in bestimmten Bereichen nachbessern müssen, tun wir das auch.

Engelke: Wir machen ja auch Umfragen und bekommen Rückmeldungen von sehr, sehr vielen zufriedenen Patienten. Natürlich gibt es auch Fälle, bei denen es Probleme gibt. Aber die kann man nicht ohne Weiteres auf das System schieben.

Socher: Bei der Entlassung habe ich eine Hochglanzbroschüre der Sana Klinik mit einem Bewertungsformular erhalten. Ich habe darin eine umfangreiche Beschwerde verfasst und Kontaktdaten hinterlassen. Es gab keine Reaktion von Seiten der Klinik.

Jörißen: Die Beschwerde liegt uns vor, leider ist sie bei uns unbearbeitet liegen geblieben. Das ist unser Fehler und wir sind sehr unglücklich darüber. Grundsätzlich nehmen wir Beschwerden sehr ernst und haben daher auch ein Verbesserungs- und Beschwerdemanagement mit hoher Priorität eingerichtet. Für all die Fehler, die bei Ihrem Aufenthalt passiert sind, können wir uns nur entschuldigen. Dass wir uns nun zu einem Gespräch getroffen haben, zeigt, dass wir an einer Aufklärung interessiert sind und wir auch daraus lernen möchten.

Artikel erschienen in der Schwäbischen Zeitung Biberach am 23.5. 2015

3 Kommentare

Anpiff noch nicht in Sicht trotzdem Zuschauer vorhanden

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die paar Wochen halten wir das lässig aus. Warten auf die Eröffnung des Federseestadions von Bad Buchau.

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Neues Programm gegen Einbrüche – Martin Gerster MdB: Profitieren werden vor allem das Illertal und das Allgäu

Wer seine Wohnung oder sein Haus besser gegen Einbruch schützen will, erhält dafür in Zukunft eine Finanzierungshilfe vom Bund. Das hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages am heutigen Mittwochnachmittag beschlossen. „Profitieren davon werden auch zahlreiche Bürger in Oberschwaben und im Allgäu“, so Biberachs SPD-Bundestagsabgeordneter Martin Gerster, der sich für dieses Programm stark gemacht hat. „Gerade entlang der A7 und der A96 ist der Schutz vor Einbrüchen ein großes Thema. Nicht nur der verlorene Sachwert, sondern auch der Eingriff in die Privatsphäre machen Angst.“ Gerster weiter: „Sicherheitsexperten sagen, durch effektiven Einbruchsschutz könnte dem erfolgreich entgegengewirkt werden.“ Über das SPD-geführte Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit werden für insgesamt 30 Millionen Euro Finanzierungshilfen als Zuschüsse für Materialkosten gewährt. Diese können zusätzlich zur steuerlichen Absetzbarkeit in Anspruch genommen werden. Als Mindestvolumen für die zu fördernden Maßnahmen sind 500 Euro vorgesehen. Ein Fünftel der getätigten Investition soll so finanziert werden, höchstens jedoch 1500 Euro. „Ich hoffe, dass vor allem im Illertal und im Allgäu viele Menschen davon Gebrauch machen“, so Gerster, der im Haushaltsausschuss unter anderem für Sicherheitsbehörden zuständig ist.Sobald die Details des Programms beschlossen sind, will der SPD-Abgeordnete Martin Gerster im Illertal und im Allgäu Interessierte über die neuen Möglichkeiten informieren.

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