Monatsarchive: März 2014

„Ausbildungsplätze füllen mit denen, die schon hier sind“

 

Der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Ralf Stegner hat sich dafür ausgesprochen, offene Lehrstellen erst einmal mit arbeitslosen Jugendlichen aus der Region zu besetzen. Beim Frühjahrsempfang des SPD-Kreisverbands, musikalisch umrahmt von „Balloon“ aus Augsburg, im Biberacher Volksbanksaal bezeichnete er es als nachrangige Möglichkeit, arbeitslose Jugendliche aus Südeuropa nach Deutschland zu schicken: „Man kann denen nicht einfach sagen, verlasst eure Heimat“, so Stegner. „Wir müssen die offenen Ausbildungsplätze füllen mit denen, die schon hier sind.“

RalfStegnerBC140329m

Stegner war auf Einladung des Biberacher SPD-Bundestagsabgeordneten Martin Gerster ins Oberschwäbische gekommen, um „Für ein soziales Europa – wider den Rechtspopulismus“ zu sprechen und mit den Anwesenden zu diskutieren: „Wir müssen uns darum kümmern, dass Jugendliche hier gut durch die Schule kommen und ausbildungsreif werden als Beitrag zum sozialen Frieden, das ist der beste Weg gegen Rechtspopulismus und für Integration.“ Bevor der Gast aus Schleswig-Holstein das Wort ergriff, hatte der hiesige SPD-Europakandidat Prof. Dr. Gotthold Balensiefen auf die friedensstiftende Wirkung der EU aufmerksam gemacht und gefragt: „Wollen wir wirklich eine Renationalisierung, der die Rechtspopulisten das Wort reden, und Zustände wie vor 30 Jahren, als Deutsche in Frankreich eine Arbeitsgenehmigung brauchten?“ Deshalb sei die Gewohnheit gefährlich politische Erfolge national und Misserfolge europäisch zu verorten, sagte Balensiefen und schloss mit dem Bonmot eines österreichischen Kabarettisten: „Die EU besteht aus Staaten, die sich nicht vorschreiben lassen wollen, was sie selbst beschlossen haben.“

 

„Gemeinsam geht’s besser als allein“, nahm Vizeparteivorsitzender Stegner den Ball auf und verwies auf die internationale Lage mit der Ukraine-Krise und aufstrebenden bevölkerungsreichen Staaten wie China und Indien. Europa habe nur Chancen auf weltpolitischem Parkett mitzuspielen, wenn es gemeinsam agiere, erläuterte er: „Die relativ kleinen Einzelstaaten würde man fragen, was wollt ihr denn?“

Deshalb müsse man auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in ganz Europa gut und die EU demokratischer gestalten. Stegner bejahte die Publikumsfrage nach mehr Rechten fürs EU-Parlament und stellte klar, dass dieses beispielsweise beim geplanten Freihandelsabkommen mit den USA wissen müsse, worüber es beschließe: „Da helfen nur Öffentlichkeit und Transparenz, und wenn Standards verschlechtert werden, machen wir das Abkommen nicht mit!“

1 Kommentar

Bad Buchau – Einbrecher durchsuchen zwei Wohnhäuser nach Bargeld

mützeZwei Einfamilienhäuser in der Adelindisstraße und in der Inselstraße erhielten dieser Tage in Bad Buchau ungebetenen Besuch. Der oder die Täter richteten in beiden Fällen einige hundert Euro Sachschaden an, entwendet wurde nichts. Bei einem der Häuser wurde ein Fenster aufgehebelt, beim anderen Gebäude eine Fensterscheibe eingeschlagen. Die Tat in der Adelindisstraße wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag verübt, die in der Inselstraße in der Zeit zwischen Donnerstag und Sonntag.

Kommentare deaktiviert für Bad Buchau – Einbrecher durchsuchen zwei Wohnhäuser nach Bargeld

Gemeinderatskandidaten Bad Buchau aktuelle Liste

Es tut sich was im Städtle. Vorstellung der Wählerlisten.

sammelanz1

 

Der „Alte“ ist Geschichte und der neue schreibt Geschichte. Hoffentlich gut, besser, erfolgreich. Zu wünschen wäre es und ich bin sehr zuversichtlich dass das klappt. 23 neue Bewerber sind aufgestellt,  14 Räte werden gebraucht dem entsprechend ist die Auswahl recht groß. Wie bei jeder Wahl bleiben einige über und einige werden es zum wiederholten male versuchen. Das ist gelebte Politik wie sie sein soll. Jetzt sind die Buchauer dran jeden Bewerber/in zu beurteilen.

Am gefährlichsten wird es werden wenn ’s wieder nach dem Motto geht:  was ist er, was hat er und wo kommt er her. Ganz schlimm wird es so nach dem Motto- dr Großvatter war schon Gemeinderat den nehmer mer. . . nein danke, das hatten wir schon. Also liebe Wähler: alte Pfründe bitte schnell vergessen.

Buchau braucht dringend frisches denken und handeln. Alte Zöpfe gehören ins Museum, freue mich heute schon für meine Heimatstadt Bad Buchau. Es geht doch . . .

Wir bitten um Ihr Verständnis zu Gemeinderats- Sammelanzeigen kein Kommentar möglich

 

Kommentare deaktiviert für Gemeinderatskandidaten Bad Buchau aktuelle Liste

L 266, Attenweiler – Kleinbus überschlagen

Bei einem Verkehrsunfall auf der L 266 wurde in der Nacht zum Freitag der Fahrer aus dem Fahrzeug geschleudert. Vier Personen wurden schwer verletzt.

Auf der L 266 zwischen Attenweiler und Aßmannshardt kam es gegen 02.30 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall. Der Fahrer eines Kleinbusses fuhr auf der L 266 in Richtung Aßmannshardt. Das Fahrzeug kam aus noch unbekannter Ursache auf den Grünstreifen und kam dann von der Fahrbahn ab. Der Kleinbus überschlug sich mehrfach und kam schließlich im Acker zum Liegen. Der 18-jährige Fahrer war nicht angeschnallt. Er wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und schwer verletzt. Auch die drei Mitfahrer im Alter zwischen 16 und 18 Jahren erlitten schwere Verletzungen. Die Verletzten wurden an der Unfallstelle vom Rettungsdienst erstversorgt und anschließend in verschiedene Kliniken gefahren. Der verunfallte Kleinbus wurde durch ein Abschleppunternehmen geborgen. An dem Fahrzeug entstand laut Polizeibericht wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von ca. 6.000 Euro.

Kommentare deaktiviert für L 266, Attenweiler – Kleinbus überschlagen

Mit Heinz Weiss – „Die Unbestechlichen“ in den Gemeinderat Bad Buchau.

Ihre 3 Stimmen für Heinz Weiss. Er tritt an unter dem Namen:   „Die Unbestechlichen“.

.

anz3

 

 

 

1 Kommentar

Hausentrümpelungsfirma entsorgt große Mengen und zum Teil umweltgefährdenden Müll in der Natur

Polizeipräsidium Ulm: POL-UL: (BC) Uttenweiler/Riedlingen/Munderkingen/Ehingen/Ulm - Hausentrümpelungsfirma entsorgt große Mengen und zum Teil umweltgefährdenden Müll in der Natur

 

Uttenweiler/Riedlingen/Munderkingen/Ehingen/Ulm – Hausentrümpelungsfirma entsorgt große Mengen und zum Teil umweltgefährdenden Müll in der Natur

Die Polizei geht einer ganzen Reihe von illegalen Müllentsorgungen auf den Grund, die dieser Tage insbesondere im Raum Ehingen und Riedlingen aufgetaucht sind. Bereits am Wochenende hatte ein Forstbeamter in einem Waldstück zwischen Lauterach und Mundingen mindestens drei Anhängerladungen Abfall, darunter Dosen mit Chemikalien, Lacken und Härter festgestellt und am Montag die Polizei informiert.

Eine weitere wilde Müllablagerung ähnlichen Ausmaßes entdeckten Spaziergänger im Waldstück Weiherhalde bei Ehingen-Stetten. Sie informierten den Waldbesitzer, der die Polizei um Hilfe bat. Zeitgleich wurden illegale Abfalldeponien bei Uttenweiler in Gewann Banloch und in Unterwachingen im Gewann Tannwald bekannt. Hier stellten die Polizeibeamten neben Abbruch- und Dämmmaterial auch Altölkanister, Behältnisse mit Glycerin, Teppiche, alte Elektrogeräte und Sperrmüll aller Art fest. Insgesamt dürfte es sich um rund 30 Kubikmeter Abfall handeln, der widerrechtlich in der Natur entsorgt worden war. Spezialisierte Gewerbe- und Umweltermittler des Polizeipräsidiums Ulm übernahmen die Ermittlungen und fanden heraus, dass Teile des Abfalls aus einem älteren Gebäude in Uttenweiler stammten, das derzeit entrümpelt wird.

Der neue Besitzer des Gebäudes hatte über ein Internetportal ein Entrümpelungsunternehmen gesucht und den Auftrag an einen in Ulm lebenden Mann vergeben. Der angebliche Entsorger holte Abfälle und Gerümpel ab, anstatt diese jedoch ordnungsgemäß zu entsorgen fuhr er den Müll mit Unterstützung von Verwandten an die verschiedenen Abladestellen in die Wälder. Gegen den 20-jährigen laufen nun umfangreiche Ermittlungen.

Die Ermittlungsbeamten gehen davon aus, dass noch nicht alle wilden Müllablagerungen bekannt sind und bitten deshalb Zeugen um Hinweise unter der Telefonnummer 0731/188-0.

 

 

1 Kommentar

Stadtstreicher Nr. 115 Kolumne zum aktuellen Zeitgeschehen in Bad Buchau

„Beim Masterplan sind die Bürger gefragt“ SZ vom 22. 03.14

Na also, es geht doch, wenn auch ziemlich spät! Was beim Stadtstreicher schon lange angesprochen und immer wieder bemängelt wurde, nämlich dass ein ergänzendes Konzept und Planungsziel für die weitere Zukunftsentwicklung der Stadt fehle, scheint jetzt endlich in Gang zu kommen. Zu sehr hat man in den letzten Jahren auf Zufälligkeiten gesetzt, nach dem Motto: „das geht schon“. Wie man dem Artikel weiter entnehmen kann, geschieht diese Wendung auch nicht ganz freiwillig sondern mit entsprechendem „Zwang“ von oben. Was andere Gemeinden in den Jahren vorher freiwillig eingeleitet haben, geht bei uns eben nur mit ein paar Peitschenhieben. Für zukünftige Fördermittel ist die Planung notwendig, wenn man staatliche Zuschüsse haben will.

Also Bad Buchau unter dem „goldenen Zügel“ der Landesregierung. Demokratieverhalten von oben angeordnet, weil es unten hapert.

Ob hier die nicht gerade mit der Demokratie verwöhnten Buchauer Bürger das richtig verdauen können? Da werden sie plötzlich aus dem Dornröschenschlaf geweckt, gefragt und eingebunden. Will man die Bevölkerung ernstlich an der Zukunft der Stadt beteiligen?

Das geht nicht ohne die Bürger tatkräftig einzuarbeiten. Also nicht von einer Sekunde auf die andere. Dazu gehört dringend, dass man die Einwohner bereits bei der Erarbeitung der Arbeitsgrundlagen (Bestandsaufnahme) schon gründlich einbindet. Erst wenn die Grundlagen verankert sind, kann man etwas abrufen bzw. sich der Zukunft zuwenden. Sonst sind die Bürger heillos überfordert. Das wäre so, als müsste man das Abitur schreiben ohne vorher den Unterricht besucht zu haben. Wenn man die Bürger überfordert gibt das zusätzlichen Verdruss. Es geht nicht gut, wenn der Gemeinderat das ganze Verfahren nur „zwangsläufig“ über die Bühne zieht, um die formellen Erfordernisse der Regierung auf dem Papier zu erfüllen und kein gelebtes Interesse weckt. „Man braucht’s, es ist sinnvoll und wenn wir es nicht haben, gereicht es uns zum Nachteil.“ Wenn dieser Satz eines Gemeinderats die Essenz der ganzen Unternehmung sein soll, zeugt das nicht gerade von einem überzeugten Dahinterstehen und schon gar nicht von einer Aufbruchsstimmung. Weiter ist Aufgeschlossenheit gefragt, was im Bad Buchauer Rathaus ebenfalls ein Problem ist.

Nun, es wird dem neuen Gemeinderat obliegen, diese Planung demokratisch aufgeklärt zum Erfolg zu führen. Ein Gemeinderat, der fast nur neue Gesichter aufweisen wird und sich selbst erst mit all den Grundlagen ausstatten muss. Es ist eine große Chance für das Hauptorgan, wie für die Bevölkerung neue Gemeinsamkeiten zu suchen, zu erarbeiten und dafür einzustehen. Eine Aufgabe, um die unter dem Dach des ideenarmen Rathauses niemand zu beneiden ist.

Was in dem Zeitungsbericht auffällt ist nämlich, dass man nicht weiß, wie der Bürgermeister zu der Angelegenheit steht. Wahrscheinlich schließt er sich dem Satz: „Man braucht’s……“ an.

Überhaupt merkte man in der Vergangenheit bei vielen Diskussionen im Gemeinderat wenig von einer Leitlinie oder gar Vision der Verwaltungsspitze. Alternativ dazu vermisste man immer mehr ein Selbstbewusstsein des Gemeinderats. Es fehlte also beiden Seiten am durchgreifenden Elan und an der Bissigkeit, nicht nur das Notwendige sondern das Beste für die Stadt zu erreichen. „Das Bessere ist des Guten Feind“ war selten das Ziel einer Diskussion.

 

Kommentare deaktiviert für Stadtstreicher Nr. 115 Kolumne zum aktuellen Zeitgeschehen in Bad Buchau