Monatsarchive: Juni 2011

Das Federseemuseum und Bad Buchau – ein leuchtendes Signal des Weltkulturerbes?

.

Neben dem vielen unbedeutenden Kleingruscht, der im Gemeinderat behandelt wird, wäre es jetzt das Götzburgareal und das Federseemuseum, das einer gründlichen und fachlich qualifizierten öffentlichen Diskussion unterzogen werden sollte.

.

„Von den 111 Pfahlbaustationen im Alpenraum, die nun als ‚Gesamtphänomen zum Weltkulturerbe zählen, stammen lediglich 18 aus Deutschland, davon 15 aus Baden-Württemberg und davon immerhin 6 aus dem Federseegebiet. Es ist wie ein Ritterschlag in kulturhistorischer Hinsicht.“ So kann man es in der SZ vom 29. Juni 2011 lesen. Damit werden die 120 jährige Ausgrabungstätigkeit/Forschungsarbeit in unserem Gebiet und die über 90 jährige Arbeit des Federseemuseums gleichzeitig gewürdigt und belohnt. Eine einmalig stolze Bilanz. Da man aber nach den jeweiligen Ausgrabungen nichts von dem im Boden liegenden Welterbe sieht (anders als bei den sichtbaren und meist begehbaren Weltkulturstätten) sind die Museen als die zentralen Vermittlungsstellen vorgesehen. Damit nimmt das Federseemuseum neben dem Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen für Baden Württemberg die führenden Rollen ein. Und hier fängt es an interessant zu werden.

In den ersten überörtlichen Veröffentlichungen ist nur Unteruhldingen als der Museumsstandort genannt und gezeigt worden.

Das sagt manches aus. Auch auf diesem kulturellen Sektor herrscht harter Wettbewerb. Derjenige der die Weichen richtig und rechtzeitig stellt, wird die Führungsrolle bei der Auszeichnung als Weltkulturerbe letztlich an sich ziehen und damit auch die lukrativen Tourismuspotentiale übernehmen. Das Aushängeschild der Region könnte dann nicht in Bad Buchau sondern in Unteruhldingen hängen, Herr Bürgermeister. Wenn wir mit allem so lange brauchen, wie mit der Erweiterung der Freifläche (seit vielen Jahren konkret angedacht) oder die Unterhaltung des bestehenden Ausgrabungslehrpfades weiter so vernachlässigen oder die baulichen Anstrengungen für die Aktualisierung der Dauerausstellung nicht vorantreiben, wird das Weltkulturerbe in Bad Buchau gegenüber Unteruhldingen wohl über ein bescheidenes Schattendasein nicht hinauskommen.

Wenn ich nicht völlig falsch unterrichtet bin, ging es eben um diese Differenzen in den Zukunftskonzeptionen beim letztjährigen überraschenden Vorstandswechsel des Altertumsvereins. Sicher werden die Pläne zwischenzeitlich in trockenen Tüchern sein und ausführungsreif im Schreibtisch des Bürgermeisters ruhen, auch wenn in der Öffentlichkeit so gut wie nichts bekannt ist.  Man ist halt schnell und kaum mehr aufholbar abgehängt in dieser Zeit. Und mit der Auszeichnung wachsen die Ansprüche und Erwartungen.

Allein mit den überaus rührigen und platzierten Programmen des Museumsleiters und mit ein paar Hinweisschildern auf das Weltkulturerbe wird man sich nicht lange über Wasser halten können. Das Federseemuseum muss die zukunftsweisenden Schritte, wie in der Vergangenheit auch, zügig vollziehen. Leicht war das nie und übriges Geld hatte man auch nie.

Das ist keine Ausrede bei der Aufgabenerfüllung, höchstens eine Frage der Prioritätensetzung. Aber wenn man wirklich im (Eröffnungs-)Konzert des Weltkulturerbes mitspielen will, ist es fast schon zu spät, sich erst jetzt in Seelenruhe die Instrumente auszusuchen.

So wenig, wie der Museumsleiter vom Weltkulturerbe überrascht wurde, ist es auch das Rathaus. „Als touristisches Werbemittel wolle die Stadt den neuen Titel jedoch behutsam einsetzen.“ sagte Diesch. Hoffentlich nicht zu behutsam Herr Tourismusmanager. Im Übrigen wird sich kaum jemand darum scheren, was Bad Buchau tut oder auch nicht tut. Die Konsequenzen der verpassten Chancen haben wir eh allein zu tragen. Daran ändert auch die stolze Vergangenheit und die einmalige archäologische Bedeutung des Federseegebietes nichts.

Wir haben bereits am 22. Oktober 2010 über die Problematik berichtet.


1 Kommentar

Bad Schussenrieder erhalten neue Drehleiter – und treten ihr Fahrzeug nach Bad Buchau ab

. Feuerwehr von Bad Buchau rettet demnächst mit der alten Leiter von Bad Schussenried.

Feuerwehren im Federseegebiet rüsten auf

Zwei moderne, computergesteuerte Drehleiter-Fahrzeuge wird der Kreisfeuerlöschverband Biberach in nächster Zeit anschaffen – profitieren sollen davon jedoch gleich vier Feuerwehren im Landkreis. Während sich die Bad Schussenrieder und Biberacher über neue Fahrzeuge freuen können, werden auch die Kollegen in Bad Buchau und Erolzheim nicht leer ausgehen: Sie erhalten eben jene Drehleitern, die derzeit noch in Bad Schussenried und Bibe-rach im Einsatz sind. Das Besondere: Im Vergleich zu den Vorgängern wird das neue Modell nicht mechanisch, sondern per Computer gesteuert. Und es verfügt über einen abwinkelbaren Gelenkarm, mit dem die Feuerwehrleute gezielten Zugriff zu Dachgauben und anderen Engstellen haben.

Dass nun die nagelneue Drehleiter nicht bei seiner Wehr, sondern in der Garage der Bad Schussenrieder Nachbarn stehen wird, das stört den Bad Buchauer Kommandanten keineswegs. Zudem sei es sinnvoll, das erst diejenigen Feuerwehren mit den neuen Fahrzeugen ausgestattet werden, die bereits Erfahrung mit Drehleitern haben. „Und das gebrauchte Fahrzeug“, scherzt der Buchauer Kommandant, „wird von uns genauso gern in unsere Fuhrpark-Familie aufgenommen.“ Freilich gibt es triftigere Gründe, die für eine Aufrüstung der Wehren sprechen. Zu finden sind sie in den „Hinweisen zur Leistungsfähigkeit der Feuerwehren“, mit denen der Landesfeuerwehrverband und das baden-württembergische Innenministerium Kriterien für einen Standardeinsatz definieren. Darin ist etwa vorgeben, innerhalb von zehn Minuten am Einsatzort einzutreffen.

Bis die nächste Drehleiter aus Bad Schussenried bei einem Einsatz in Bad Buchau eintrifft, verstreichen jedoch schon mal 15 Minuten. Schlecht bei einem Brand in einem hohen Gebäude. Hier seien die Feuerwehrleute auf die 23 Meter hohe Rettungsleiter mit Korb dringend angewiesen, um Menschen zu retten oder das Feuer von oben gezielt bekämpfen zu können. „In Bad Buchau gibt es viele solcher hoher Gebäude“, berichtet der Kommandant. Sie dürften nach heutigen Gesichtspunkten aus Brandschutzgründen gar nicht mehr gebaut werden. „Freude und Beruhigung“

„Wir schaffen eben sehr gut zusammen“, ergänzt der Bad Schussenrieder Kommandant Andreas Sauter. So sei es für seine Wehr selbstverständlich, die Erfahrungen mit der Drehleiter an die Nachbarn weiterzugeben: „Wir werden die Bad Buchauer speziell für unser Fahrzeug einweisen.“ Zunächst werden die Bad Schussenrieder aber selbst eine Weiterbildung absolvieren müssen, um voraussichtlich im Frühjahr für den Einsatz mit dem neuen Drehleiter-Fahrzeug gerüstet zu sein.  SZGrüninger

Kommentare deaktiviert für Bad Schussenrieder erhalten neue Drehleiter – und treten ihr Fahrzeug nach Bad Buchau ab

Riedlingen lädt ein zum Stadtfest am Wochenende

Kommentare deaktiviert für Riedlingen lädt ein zum Stadtfest am Wochenende

Ausbildung bei KESSLER in Bad Buchau

Wir erwarten Sie

zum Infotag „Ausbildung“ am 2. Juli 2011 von 10.00- 15.00 Uhr

.

Kommentare deaktiviert für Ausbildung bei KESSLER in Bad Buchau

Stadtstreicher – Kolumne 47 ist da.

Für Sie, viel Spaß beim lesen. Außen rechts bitte anklicken unter Stadtstreicher47 .

Kommentare deaktiviert für Stadtstreicher – Kolumne 47 ist da.

Stadtstreicher – Kolumne 47

Glaubwürdigkeit, die Basis des Vertrauens.

Wenn nach der neuesten Meinungsumfrage nur noch 9 % der Menschen Politiker für glaubwürdig halten, gibt das schon zum Nachdenken. Noch schlimmer halte ich den Vertrauensverfall im letzten Jahr. Von 2010  14 % auf 2011  9 %, das sind 64 % innerhalb 365 Tagen. Nun, der Fall Gutenberg und Co, Japan, Griechenland, Benzinpreise, Atompolitik und vieles andere überaus Fragwürdige und Wankelmütige spielen dabei eine erhebliche Rolle.

Man fragt sich natürlich, wie kann man mit so wenig Vertrauen überhaupt noch regieren, die Bürger eines Staates demokratisch vertreten? Leben da nicht Volk und Staat mehr oder weniger nebeneinander her? Eine sehr gefährliche Entwicklung in die staatliche Autorität. Vertrauen, diesen ethischen Grundpfeiler zu verlieren, ist im Prinzip schon schlimm genug. Aber daraus nichts zu lernen und kaum Anstrengungen in der Politik zu unternehmen, dies besser zu machen, muss doch langfristig an den Abgrund führen. Die Grünen, können als „neu“ etablierte Partei, dabei noch am meisten Kapital schlagen. Wie lange noch? Deren Idealisten leiden auch unter Schwindsucht und deren Realos wehren sich vergeblich(?) gegen üble Sogströmungen im eigenen Land und Zwangsvorgaben der Weltpolitik. Natürlich ist das Regieren schwerer geworden. Die Verflechtungen sind wesentlich vielfältiger und unübersichtlicher. Die Verunsicherung durch die Globalisierung und der Kräfte, die daraus Kapital schlagen, wächst laufend. „Niemand ist eine Insel“ gilt nicht nur mehr für das Individuum sondern für ganze Staaten und Zusammenschlüsse.

Aber verlassen wir die schwer einschätzbare Weltpolitik. Es gibt natürlich auch noch genügend national eigenständige Spielräume der Innenpolitik. Aber hier sieht es eben ähnlich undurchsichtig aus. Wir zerstreiten und verzetteln uns in einem Wirrwarr von nationalen und regionalen, von wirtschaftlichen und kapitalen Lobbyismus. Im Getriebe unseres Staates knirscht es vernehmbar. Wo bleiben Reformen, die über kommunale oder höchsten noch regionale Interessen hinausgehen? Wie kann man bei Europa- oder Weltpolitik mitreden, ohne im eigenen Land die Grundstrukturen zu straffen und Verhältnisse, anderen Gegebenheiten anzupassen? Da stehen genügend Hausaufgaben dringend an. Gerade wir Deutschen sollten doch, aus dem engen Denken der Vielstaaterei unserer historischen Vergangenheit heraus, wirksamere Schlüsse ziehen können als andere. Wir lachen oder empören uns über die Gegebenheiten in Griechenland und in anderen Staaten. Zu Recht fühlen wir uns (noch) einige Etagen über diesen Zuständen angesiedelt. Aber wie hoch der Wasserstand bereits bei uns angekommen ist, wissen wir nicht genau. Was läuft bei uns schon alles im „Schwarzbereich“? Nein, nicht nur die Schwarzarbeit als solche! Wir sollten uns nicht länger in der Sonne der Deutschen Besserwisserei und des Hochmuts aalen.

Wenn ich nur daran denke, dass die Deutschen Banken und Versicherungen etwa mit griechischen Anleihen Jahrzehnte gute Geschäfte gemacht haben, jetzt aber, so schnell wie möglich, daraus auf Kosten des Steuerzahlers (Staatsbürgschaften) flüchten, um keine Verluste einzufahren, sagt das wieder einmal genügend. Dies scheint zum eingefahrenen Trott zu werden. Nicht das Deutsche Kapital ist in Gefahr, sondern das Sparbuch des Bürgers. Und immer ist der Steuerzahler der Dumme. Die verstärkte Umschichtung von Vermögen in Krisenzeiten von unten nach oben, drängt immer mehr Menschen, selbst den Mittelstand, in Existenznöte. Gewinne zu kapitalisieren und Verluste der Allgemeinheit aufzubürden ist ebenso gefährlich, wie dringend anstehende Reformen zu verzögern.

Eigentlich ist es schon komisch, wir kommunizieren immer mehr und verstehen uns immer weniger. Irgendwo verlieren wir uns oder wir reden aneinander vorbei. Vielleicht nehmen wir uns gegenseitig aber auch nicht mehr ganz für voll, was die fehlende Glaubwürdigkeit unterstreicht. Oder fehlt es uns an Weitsicht, getragen von schnöder Selbstsucht? Wenn man verunsichert ist, denkt man halt immer an sich zu- erst. Ein Naturgesetz. So sind, die immer mehr sich ausbreitende Verunsicherung und der Vertrauensverslust, die wachsenden Gefahren für unseren Staat. Sind wir denn tatsächlich so weit, dass Kapital- und Wirtschaftsinteressen die soziale Marktwirtschaft übernehmen und infolge dessen letztlich unsere Demokratie in der Breite und Tiefe von innen her aushöhlen?

Menschen, die nicht mehr zur Wahl gehen, haben auch eine demokratische Entscheidung getroffen. Es ist nicht nur mehr die Laschheit, immer öfter entsagt man sich den Gegebenheiten. Eine gewisse Resignation macht sich breit. Ich hoffe, die Nichtwähler erreichen nicht noch den Stand der Meinungsumfrage nach der Glaubwürdigkeit der Politiker. Wen würde es verwundern? Der Schritt ist nicht mehr all zu weit.

Kommentare deaktiviert für Stadtstreicher – Kolumne 47

Umweltschutz dient „Allen“ E-Bike ja oder nein.

Eines vorweg, hier wurde „wieder“ ohne Ausschreibung mit Mehrheit des Rates eingekauft.

ENBW verkauft plötzlich elektrische Fahrräder und alle Gemeinderäte rufen Hurra. Ungeachtet der Einzelhändler, dort kostet ein E-Bike 5000,00 €.  Dass Sie den Preis nicht bieten können wie ENBW ist klar zumal auch noch Garantie dazukommt.

Unser Landrat, ist er doch mit ENBW eng verschlungen so wie es aussieht, macht plötzlich Werbung für E-Bikes. Klar, wenn die Bürger Strom sparen muss die ENBW neue Einnahme quellen eröffnen. Wie viele Gemeinden sich so ein E-Bike bereits angeschafft haben steht noch in den  Sternen,  jedenfalls Bad Buchau hat eines gekauft. Zwar gegen die Stimmen von SR Winkler, Weiss und Einstein, dies sind leider aber nur 3 Gegenstimmen. Der restliche Rat einschließlich unser Bürgermeister Diesch hat alle möglichen Unannehmlichkeiten festgestellt die unser Amtsbote ( strammer gesunder junger Mann) aushalten muss wenn er mit dem Fahrrad in der Stadt seine Botengänge fährt wie die letzten 100 Jahre so geschehen. Ein Ratsmitglied hatte Mitleid wenn er den Boten nach Kappel fahren sah (2,5 km Stadtverkehr). Einstein und  Hirschle stellten fest dass das mit Atomstrom betrieben wird, oh je die Umwelt, Hirschle stimmte trotzdem dafür – hmmm. Andere meinten bei Schnee und Regen sei das Radfahren nicht so angenehm. Meine Frage:  hat das das neue E-Rad etwa ein Dach ( lach) . Bürgermeister Diesch laberte noch etwas von einem guten neuen Fahrrad das locker mal 2000,- € kostet,  allerdings hielt er das E-Bike für besser, macht er doch damit seinem Freund dem Landrat einen Gefallen, und nicht dem Amtsboten wie man glauben möchte meiner Einschätzung nach. In seiner Euphorie vergaß er den Räten und Zuhörern zu sagen dass das neue E-Bike bereits im Rathaus steht und derzeit an der Steckdose aufgeladen wird.  Das heißt wahrscheinlich schon gekauft und nun muss nur noch der Gemeinderat zustimmen mit einfacher Mehrheit, was erfahrungsgemäß kein Problem ist wenn Bürgermeister Diesch seinem Landrat einen Gefallen erweisen will. Nur so werden politische Weichen sicher gestellt für Machtmenschen. Jedenfalls war die Lobesrede von Bürgermeister Diesch auf das Rad ein klarer Hinweis an die Gemeinderäte, er will es haben und sie müssen jubeln in irgend einer Form, hier war es ein „Ja“!wir wollen es.  Stadtrat Weiss verwies auf die vielen Lehrer die in  Kappel wohnen und seit Jahrzehnten mehrmals am Tage mit dem Rad in die Schule fahren. Dass davon einige heute kurz vor der Pension stehen ist ein Zeichen Ihrer Gesundheit was nicht zuletzt dem Radfahren zu verdanken ist. Fazit:  Elektrofahrrad gekauft, Steuergelder verplempert. Ach ja noch was, wenn der Amtsbote kein Fahrrad besitzt so darf er sich gerne im städtischen Fundamt eines aussuchen. Hier finden sich alle Arten die jährlich zur Versteigerung anstehen. Na sowas, wer hätte das gedacht.

Jetzt die Kardinalfrage an Sie: was denken Sie hätte der Gemeinderat und die Verwaltung dazu gesagt wenn der Amtsbote den Wunsch geäußert hätte für 3000,- € extra ein E-Bike für ihn anzuschaffen ?

Hahahaha – Hahahahah – und mehr vermutlich. Danke Sitzung beendet.

die Alternative:

Stadtrikscha Modell RAD (T)

http://www.fahrrad.de/fahrraeder/elektro-raeder-pedelecs.html?page=3

19 Kommentare