Sich kritisch zu Sachverhalten jeglicher Art zu äußern, zu diskutieren und seine Meinung der Öffentlichkeit kund zu tun ist genau das, was wir mit unserer Internetplattform amfedersee.de beabsichtigen. Aus diesem Grund sind wir selbstverständlich für jegliche Art von Kritik offen und freuen uns sogar konstruktive Vorschläge und Anregungen in unser Konzept einfließen zu lassen.
Wir verstehen uns weniger als private Internetseite, denn mehr als Bürgerbewegung mit dem Ziel mehr Mitsprache und Diskussion in Bad Buchau zu erzeugen. Vergleiche mit herkömmlichen Zeitungen wie der SZ sind deshalb nicht möglich. Unsere Redakteure sind die Leser selbst, die mit Ihren Kommentaren für Meinungsbildung und Information direkt aus der Mitte der Bürger sorgen. Wir nehmen uns vor, Themen anzustoßen, um sie dann in der Diskussion erörtern zu lassen. Wir sind der Überzeugung dass das neue Medium Internet die Kommunalpolitik revolutionieren und eine Kommunikation in beide Richtungen eröffnen wird. Der traditionelle Weg vom Rathaus, über die Zeitungen hin zum Bürger ohne die Möglichkeit des Feedbacks genügt vielen Menschen heute nicht mehr. Mit Hilfe des Internets kann sich jeder an der Gestaltung der Stadt beteiligen und seine Meinung zu geplanten Aktionen oder Missständen abgeben – und das auch anonym! Anonymität ist kein Verbrechen, im Gegenteil. Es gibt in Deutschland aus gutem Grund ein Recht auf Anonymität, ja es wird sogar vom Bundesverfassungsgericht gefordert. In einer kleinen Stadt wie Buchau sind viele Menschen in Abhängigkeiten verschiedenster Formen und würden sich mit kritischen Meinungsäußerungen zum Teil erhebliche Probleme bereiten. Viele Menschen haben uns das auf persönlichem Wege immer wieder bestätigt und ausdrücklich die Anonymität befürwortet. Zum Vergleich: In vielen amerikanischen Unternehmen ist heute bereits übliche Praxis alle 6 Monate seine Vorgesetzten anonym zu bewerten.
Allerdings muss eine solche Plattform moderiert werden. Wir haben klare Kriterien für die Veröffentlichung von Kommentaren. Beleidigungen, Unsachlichkeiten oder schlicht Themenverfehlungen werden deshalb nicht veröffentlicht sondern gelöscht. Sollte Herr Klaus Günther jemals einen Kommentar auf amfedersee.de abgegeben haben und dieser wäre nicht veröffentlicht worden, dann wahrscheinlich weil er einem der oben genannten Kriterien widersprochen hat. Sein Leserbrief jedenfalls, legt das nahe. Im Gegensatz zur SZ, wäre ein Kommentar mit derartiger Populismusunterstellung und Kinderpornografievergleichen auf amfedersee.de niemals veröffentlicht worden. Solche Äußerungen sind unserer Meinung klar unter der Gürtellinie und müssen vom jedem gewissenhaften Redakteur verhindert werden.
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Leserbrief aus der SZ/ Riedlingen vom 20.06.2009:
Populist mischt in der Politik mit
Wenn ein Populist in der Politik mitmischt, dann ist noch nie etwas Vernünftiges dabei herausgekommen. Die deutsche Vergangenheit zeigt viele Beispiele. Aber hier geht es nicht nur um die lächerliche Geschichte eines Schützenbusses, sondern um einen neu gewählten Stadtrat, der seine private Internet-Plattform dazu benutzt, Stimmungsmache zu produzieren, in dem er zu fragwürdigen eigenen Artikeln anonyme, oft beleidigende, Kommentare zulässt.
Ich meine, anonyme Kommentare im Internet zu veröffentlichen gehört ebenso untersagt, wie der Zugang zur Kinderpornographie. Und sollte einmal jemand in dieser privaten Internet-Plattform tatsächlich unter seinem richtigen Namen einen Kommentar veröffentlich wollen, wird dieser unterdrückt, je nach Gutdünken des Betreibers, wie ich es schon selbst erlebte. Oder er schreibt selbst etwas unter anonymem Namen, wie es an der Satzstellung und den Schreibfehlern leicht zu erkennen ist.
Ich finde, das beste für unsere Stadt Bad Buchau wäre, der Betreiber der Internetplattformträte noch vor der Institution des neu gewählten Stadtrates zurück, oder er überließe die journalistische Tätigkeit wie bisher den ausgebildeten Redakteuren der Lokalpresse der Schwäbischen Zeitung.
Klaus Günther, Bad Buchau