LANDKREIS BIBERACH
Plus und Minus halten sich nach einer Bilanz der Polizeidirektion Biberach bei der diesjährigen Fasnet in etwa die Waage. Erfreulich gering waren die Auswirkungen der „fünften“ Jahreszeit auf den Verkehrssektor. Positiv waren auch zahlreiche Aktivitäten von Veranstaltern und Narrenzünften in punkto Jugendschutz und Alkoholabgabe an Jugendliche. Negative Schlagzeilen hat es dagegen wiederholt bezüglich Sachbeschädigungen und Körperverletzungen gegeben.Überschattet wurden etliche Veranstaltungen quer durch den Landkreis durch teils brutale Körperverletzungen. Dabei war bei Tätern und teilweise auch Opfern durchweg Alkohol im Spiel. In vielen Fällen ist es Veranstaltern, Sicherheitsunternehmern und auch beherzten Zeugen gelungen, aufkommende Feindseligkeiten durch frühes Eingreifen zu ersticken. Mehrere Dutzend alkoholisierter Personen mussten in die Obhut von Freunden oder Angehörigen gebracht werden. In 16 Fällen endete zügelloser Alkoholkonsum in einer polizeilichen Ausnüchterungszelle.Die schwerwiegendste Straftat in der diesjährigen Fasnet hat sich in Rot an der Rot ereignet. Wie berichtet, hatte dort ein 24-jähriger Mann seine 18-jährige Freundin in einem Festzelt durch Faustschläge und Fußtritte schwer verletzt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft war der Mann anschließend wegen eines versuchten Tötungsdelikts in Untersuchungshaft genommen worden. Bei einigen weiteren Schlägereien in Fasnetszelten und Hallen haben Beteiligte teils erhebliche Gesichtsverletzungen erlitten und auch Zähne eingebüßt. Zum Schluss der Fasnet ist am Dienstagabend in Uttenweiler eine junge Frau von Unbekannten sexuell belästigt worden. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern an. Positive Erfahrungen hat die Polizei mit vielen Veranstaltern und Kommunen gemacht. Durch frühzeitige Absprachen konnte dem Jugendschutz ein verstärkter Stellenwert eingeräumt werden. Dabei ging es insbesondere darum, durch Zugangskontrollen zu Zelten, Bars oder sonstigen Veranstaltungsräumen die Abgabe von Schnaps an unter 18-Jährige zu verhindern. In der Verkehrsbilanz sind die Zahlen, wie es auch schon in den Vorjahren zu beobachten war, weiter nach unten gegangen. In der Zeit zwischen dem 2. Februar und Aschermittwoch stoppte die Polizei bei Streifenfahrten und Kontrollen insgesamt 22 verkehrsunsichere Fahrerinnen und Fahrer. In 18 Fällen ging es um Alkohol viermal lag der Verdacht einer Drogenbeeinflussung vor. Zehn der Ertappten mussten den Führerschein an Ort und Stelle abgeben, auf die restlichen kommen Fahrverbote zwischen einem und drei Monate sowie Geldbußen und Punkte zu. Daneben hatte es die Polizei kreisweit mit fünf Verkehrsunfällen unter Alkoholeinwirkung zu tun. Dabei wurden drei Personen verletzt; Tote hat es nicht gegeben.

BAD BUCHAU
Offene Fragen gibt es zu einem nächtlichen Unfall auf der Friedensstraße in Bad Buchau. In der Samstagnacht gegen 2.45 Uhr stießen dort auf Höhe der Abzweigung in Richtung Wohngebiet Weiherteile ein 23-jähriger Autolenker und ein 26-jähriger Fußgänger zusammen. Der Fußgänger erlitt Verletzungen und musste den Rest der Nacht im Krankenhaus verbringen. Sowohl er als auch der Autofahrer standen unter Alkoholeinwirkung. Eventuelle Zeugenaussagen zum genauen Unfallhergang nimmt die Polizei Bad Buchau, Telefon 07582/9307-0, entgegen.

Eine Spur der Zerstörung haben Unbekannte von Freitag auf Samstag in Bad Buchau hinterlassen. Die Täter traten bisherigen Meldungen zufolge an fünf verschiedenen Stellen im Bereich Stadtmitte, Federseeklinik und Schussenrieder Straße auf. Sie zerstörten Betongefäße, demolierten Autos, rissen eine Einfahrtsschranke komplett aus der Verankerung, ebenso eine Außenwetterstation an einem Optikergeschäft. Der Schaden beträgt knapp 3000 Euro. Die Taten wurden in der Samstagnacht zwischen 2.30 und 7.30 Uhr verübt. Eventelle weitere Sachbeschädigungen sowie insbesondere auch Hinweise auf mögliche Täter nimmt die Polizei Bad Buchau, Telefon 07582/9307-0, entgegen.

RIEDLINGEN
Die Serie der Trunkenheitsfahrten in Riedlingen reißt nicht ab. Seit Sonntag hatte es die Polizei bereits mit acht solchen Verkehrsverstößen zu tun. Der jüngste wurde am Donnerstagabend auf der Bundesstraße 311 in Riedlingen entdeckt. Ein 59- jähriger Mercedesfahrer schlich dort kurz nach 19 Uhr auffallend am Mittelstrich entlang und wurde kontrolliert. Dabei stellten die Beamten einen zu hohen Alkoholwert fest. Eine Blutentnahme und die Beschlagnahme des Führerscheins waren die Folgen.